Kurioses Video Sprengt ein Finne seinen Tesla

Die Zerstörungswut auf YouTube erreicht Tesla: Ein Mann hat in Finnland sein Model S gesprengt, angeblich aus Ärger über den Hersteller. Die Aktion hat er martialisch inszeniert.
Der Moment der Sprengung – Ausschnitt aus dem YouTube-Video

Der Moment der Sprengung – Ausschnitt aus dem YouTube-Video

Foto: Beyond the press / Youtube

Angeblich aus Wut auf Tesla hat ein Autobesitzer in Finnland seinen Wagen öffentlichkeitswirksam gesprengt. Tuomas Katainen, Eigentümer des Model S, war eigenen Angaben zufolge verärgert über hohe Reparaturkosten.

Katainen hatte den Wagen demzufolge gebraucht gekauft. Nach 1500 zurückgelegten Kilometern hatte das Auto einen Batterieschaden, der aber von der Werkstatt nicht behoben werden konnte – so wird es im Film beschrieben. Deshalb sei ihm ein Austausch der Batterie für 20.000 Euro angeboten worden, so der Mann. Das war ihm offenbar zu viel – und er entschied sich, ein YouTube-Video zu produzieren.

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Allerdings wurde der Wagen dem Video zufolge bereits 2013 gebaut. Wie viele Kilometer er insgesamt gefahren ist, wird nicht erwähnt. Garantie hatte der Akku laut Katainen nicht mehr. Typischerweise gewährt Tesla eine Garantie von acht Jahren auf Batterie und Antriebseinheit.

Jedenfalls engagierte der Finne einen professionellen Sprengmeister, der das Fahrzeug vor der Kamera mit 30 Kilogramm Sprengstoff präparierte. Der Autobesitzer posiert im Film mit dem Sprengstoff. »Ein Auto zu sprengen, ist gar nicht so einfach«, heißt es in dem Clip.

Schließlich platzierten die Sprengwütigen noch eine Gummipuppe mit dem Gesicht von Elon Musk am Steuer des Wagens – und trieben die Geschmacklosigkeit so auf die Spitze. Dann explodiert der weiße Tesla Model S, die Zuschauer jubeln und umarmen sich. Das Video geht nun viral und hat bereits über zwei Millionen Views.

Gegenstände für YouTube-Filme zu zerstören, hat inzwischen Tradition, nicht zuletzt in Finnland. So hat sich ein Ehepaar aus dem Land darauf spezialisiert, Dinge mit einer Hydraulikpresse in Einzelteile zu zerlegen . Viele Filmemacher versprechen sich Reichweite und Werbeeinnahmen aus ihren Clips.

Die Akkus in Teslas Autos gelten eigentlich als recht langlebig. Fahrer erreichen mit den Batterien meist Kilometerzahlen im deutlich sechsstelligen Bereich. Garantie gewährt der Hersteller beim Model S für 240.000 Kilometer.

Berühmtheit hat Tesla-Fahrer Hansjörg von Gemmingen-Hornberg erlangt, der mit seinem Model S eigenen Angaben zufolge bereits etwa 1,5 Millionen Kilometer gefahren ist . Dafür musste er aber mehrfach die Batterie tauschen. Die Akkus hätten bis zu 668.000 Kilometern gehalten .

Ein solcher Batterietausch kann tatsächlich viele Tausend Euro kosten. Im Internet kursieren Zahlen von um die 20.000 Euro, was sich mit Katainens Angaben deckt. Wie viel der YouTuber für die aufwendige Sprengung gezahlt hat, ist nicht überliefert.

sug/nis
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