ADAC-Test Integrierte Kindersitze unsicherer als Zubehörsitze

Sie sind Platz sparend, leicht zu bedienen und immer verfügbar: In die Rückbank integrierte Kindersitze sind praktisch, aber sie zeigen Schwächen in der Sicherheit. Der ADAC hat drei aktuelle Klappsitze getestet.


München - Integrierte Kindersitze können laut Experten einen klassischen Zubehörsitz noch nicht ersetzen. Sie seien lediglich eine Kompromisslösung, teilt der ADAC in München nach einem Vergleich verschiedener Systeme mit. Zwar seien die Klappsitze praktisch, aber sie hätten häufig Schwächen bei der Sicherheit, wie sich in Crash-Tests herausgestellt habe. Zudem sei ein Umbau in andere Fahrzeuge nicht möglich. Auch könne der Kunde nicht zwischen verschiedenen Kindersitzen wählen.

Frontalzusammenstoß: Im Crashtest zeigen integrierte Kindersitze Schwächen
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In dem Test hatte der ADAC gemeinsam mit der Zeitschrift "Auto Bild" drei integrierte Kindersitze in VW Passat, Ford Galaxy und der Mercedes-C-Klasse mit zwei Zubehörsitzen verglichen. Dabei schnitt der Passat-Sitz mit "gut" ab, allerdings ist er erst für Kinder ab 15 Kilogramm zugelassen. Das Mercedes-System erhielt das Urteil "befriedigend", da bei ihm die schützenden Seitenwangen fehlen. Der Sitz im Ford Galaxy, der baugleich mit denen im Seat Alhambra und VW Sharan ist, zeigte sich mit einem "ausreichend" den Zubehörsitzen klar unterlegen.

Zu empfehlen seien die integrierten Kindersitze daher allenfalls Autofahrern, die nur gelegentlich Kinder mitnehmen, zum Beispiel Taxifahrern. Immerhin schützen sie besser als ein Kindernotsitz ohne Rückenstütze und Gurtführung.



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