Autoreparatur Champions-League der Ausbeul-Profis

Wer wird Deutscher Meister? Dortmund, Leverkusen oder Bayern München sind die möglichen Antworten. Doch am Samstag kämpfen in Osnabrück die sechs besten Blechdoktoren um den Titel in der "1. Fix-a-ding Dellenmeisterschaft".


Ein wenig absurd klingt das schon, doch natürlich ist es völlig ernst gemeint. Eine Schweizer Firma hat sich seit 1995 auf das Ausbeulen von Dellen ohne Spachteln oder Lackieren spezialisiert. "Dadurch können kleine Parkrempler, Hagelschäden oder andere Beulen sehr viel günstiger und schneller repariert werden als mit der herkömmlichen Methode", so die Strategie des Unternehmens.

"Fix-a-ding"-Meister bei der Arbeit

"Fix-a-ding"-Meister bei der Arbeit

Um das "Präzisionshandwerk" (so die Hauszeitschrift "Dellen Spiegel") bekannt zu machen, wurde jetzt die "Dellenmeisterschaft" ins Leben gerufen. Seit März wurden in diversen Niederlassungen verschiedene Vorentscheidungen veranstaltet. Übrig geblieben sind sechs Profil-Ausbeuler, die am Samstag im Finale stehen und "mit viel Gefühl die eingedrückten Stellen systematisch heraus massieren".

Der Wettbewerb läuft folgendermaßen ab: 24 Fahrzeughalter, deren Autos Beulen aufweisen, stellen sie für den Endkampf zur Verfügung. Eine Jury beurteilt die Dellen und klassifiziert sie von 5 Punkten (kleine Parkdelle) bis zu 40 Punkten (Tennisball-große Beule über einer Blechsicke). Jeder Teilnehmer sucht sich ein Auto aus und beginnt mit dem Ausbeulen, danach schnappt er sich das nächste Fahrzeug. Die Jury bewertet die Arbeit der Ausbeuler mit Noten von 0 (schlecht) bis 3 (sehr gut), und multipliziert mit den Beulen-Punkten ergibt sich so irgendwann ein Endstand. Der Dellen-Meister 2002 steht dann fest.



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