Brennstoffzellen-Marathon Opel auf Tournee

Was ist eigentlich mit der Brennstoffzelle? Zuletzt war es ruhig geworden um die Technik, die nach Meinung zahlreicher Experten bereits in naher Zukunft den Benzinmotor ablösen und das Wasserstoffzeitalter einläuten sollte. Nun startet Opel zu einer Dauertestfahrt.


Fuel Cell Marathon: Durch 14 Länder von Hammerfest bis Lissabon

Fuel Cell Marathon: Durch 14 Länder von Hammerfest bis Lissabon

Die Langstreckenfahrt kreuz und quer durch Europa beginnt am 3. Mai ganz im Norden des alten Kontinents, in Hammerfest. Die Tour führt dann in 20 Tagesetappen von jeweils etwa 500 Kilometern bis zum Cabo da Roca nahe Lissabon, dem westlichsten Punkt Kontinentaleuropas, wo die Reise am 11. Juni planmäßig enden soll. Zweimal stoppt die Brennstoffzellen-Tournee auch in Deutschland, am 14. Mai in Hamburg und am 26. Mai in Darmstadt.

Testfahrzeug der 10.000-Kilometer-Tour durch 14 Länder ist ein Wasserstoffauto-Prototyp namens "HydroGen 3", der auf dem Kompaktvan Opel Zafira basiert. Den Antrieb erledigt ein Elektromotor mit einer Leistung von 82 PS (60 kW). Eine Brennstoffzelle von General Motors (GM) liefert die elektrische Energie für den Motor. Gespeist wird die Brennstoffzelle mit flüssigem Wasserstoff. Das Brennstoffzellen-Mobil stoppt unterwegs in Oslo, Göteborg, Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam, Brüssel, London, Paris, Darmstadt, Zürich, Salzburg, Turin und Madrid. In diesen Städten werden der Wagen und seine Technik der Öffentlichkeit vorgestellt; zudem organisiert GM in den Universitäten vor Ort jeweils Fachvorträge zum Thema Brennstoffzellentechnik.

Dauertestfahrt des HydroGen 3: Das Brennstoffauto entstand aus einer Kooperation von GM und Opel

Dauertestfahrt des HydroGen 3: Das Brennstoffauto entstand aus einer Kooperation von GM und Opel

Als Fahrer des Marathon-Autos wurden Journalisten und Prominenten aus den jeweiligen Ländern rekrutiert. "Die Fahrerwahl zeigt, dass unser Experiment unter ganz realistischen Bedingungen stattfindet. Diese Alltagserfahrungen sind eine wichtige Ergänzung unserer bisherigen Testergebnisse", sagt Byron McCormick, Direktor der GM Fuel Cell Activities (FCA), einer Kooperation von GM und Opel. Weltweit arbeiten bei FCA rund 600 Mitarbeiter in den USA, Japan und im deutschen Mainz-Kastel.

Wie weit die Arbeit der Forscher auf dem Weg zu einem serienreifen Brennstoffzellenauto bereits gediehen ist und wo sich das HydroGen-3-Vehikel auf seiner Tournee durch Europa gerade befindet, können Interessierte im Internet abrufen.



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