Mercedes V6-Motor Ein neuer Antreiber

Zum neuen Stahldach-Cabriolet SLK, das beim Genfer Autosalon im März sein Debüt gibt, hat Mercedes auch einen neuen Sechszylinder-Motor entwickelt. Über das Auto sprechen die Stuttgarter noch nicht, dafür umso lieber über das neue V6-Aggregat.


Mercedes V6-Motor: Besonderes Ohrenmerk legten die Techniker auf die Akustik des Antriebs

Mercedes V6-Motor: Besonderes Ohrenmerk legten die Techniker auf die Akustik des Antriebs

500 Ingenieure und Mechaniker waren mit der Konstruktion des neuen Triebwerks befasst, rund 400 Versuchsmotoren wurden gebaut, ehe jedes Detail so war, wie es die Verantwortlichen gerne haben wollten. Nun ist die Maschine fertig und Mercedes gab bereits erste Daten bekannt. Beim neuen Antrieb des SLK handelt es sich um einen 3,5-Liter-Sechszylinder mit einer Leistung von 272 PS (200 kW). Der Aluminiummotor setzt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter frei und hält dies in einem Drehzahlbereich von 2500 bis 5000 Umdrehungen pro Minute auf Abruf bereit.

Eine Weltneuheit ist die Kombination von V6-Aggregat und variabler Nockenwellenverstellung für die Einlass- als auch die Auslassseite. Das System, so kündigt Mercedes an, hilft Leistung und Drehmoment zu steigern und zugleich den Spritverbrauch zu drosseln. Ein Sparmotor wird der Neue dennoch nicht: Die Daten lassen einen durchschnittlichen Verbrauch "von unter zehn Litern pro 100 Kilometer erwarten", heißt es in einer Mitteilung über das neue Aggregat. Dass die Maschine die Euro-4-Abgasnorm erfüllt, ist selbstverständlich.

Weltneuheit: Erstmals werden bei einem V6-Motor die Ein- und Auslassnockenwellen variabel, je nach Motorlast, verstellt.

Weltneuheit: Erstmals werden bei einem V6-Motor die Ein- und Auslassnockenwellen variabel, je nach Motorlast, verstellt.

Mercedes weist ausdrücklich darauf hin, dass die Motorenentwickler ihr besonderes Ohrenmerk auf die Akustik des Antriebs gelegt haben. Dabei gingen die Ingenieure in zwei Stufen vor: Erst einmal wurde fast jedes der rund 210 Bauteile auf seine akustischen Eigenschaften hin untersucht, damit die Motorengeräusche so gering wie möglich gehalten werden konnten. Zweitens machten sich die Techniker dann ans Werk, um durch Veränderungen an der Auspuffanlage "den sportlich-sonoren Klang des Sechszylinders zu gestalten".

Wie der Motor läuft und wie er klingt, wird die Fachpresse vermutlich im März zu berichten wissen. Dann dürften die ersten neuen SLK-Modelle zu Fahrtests zur Verfügung stehen.



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