Rekordwert Neuwagen haben im Schnitt 126 PS unter der Haube

Die Deutschen kaufen Autos mit immer stärkeren Motoren. In diesem Jahr erreichte die PS-Zahl der Neuwagen mit durchschnittlich 126 PS einen Rekordwert. Schweizer und Schweden mögen laut einer Studie allerdings noch mehr Leistung.


Hamburg – Nicht nur die PS-Zahl, auch der Hubraum im Motor war bei den Neuwagen 2006 mit durchschnittlich 1,86 Liter so groß wie nie zuvor, wie die Essener Beratungsfirma Polk Marketing Systems mitteilte. Vor 25 Jahren lag die durchschnittliche PS-Zahl erst bei 79, der Hubraum war im Schnitt 1,63 Liter groß.

Mit dem Trend zu deutlich stärkeren Motoren liegen die deutschen Autokäufer im europäischen Trend, aber nicht an der Spitze: In Schweden (142 PS; 1,97 Liter) und in der Schweiz (146 PS; 2,0 Liter) verlangen die Autokäufer sogar noch mehr Leistung. Portugiesen, Italiener und Franzosen geben sich dagegen mit zum Teil deutlich weniger PS zufrieden. Am Ende der untersuchten Länder findet sich Portugal mit durchschnittlich 99 PS aus 1,5 Litern Hubraum.

Für diesen Trend gibt es laut Polk mehrere Gründe: Zum einen werden die Fahrzeuge immer schwerer. Bei fast jedem Modellwechsel gerät ein Auto größer und länger, so dass etwa der kleine VW Polo inzwischen das Maß der ersten Golf-Generation hat. Zum anderen erreichen die Wagen heutzutage höhere Spitzengeschwindigkeiten, und die Motoren müssen deutlich mehr Aggregate mit Strom versorgen, etwa Klimaanlage, Servolenkung oder elektrische Fensterheber.

abl/AP



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