Richtig lagern Hängen, liegen, stehen

Der Winter ist vorbei. Die Temperaturen klettern über sieben Grad Celsius. Jetzt darf man das Auto von den groben Stollen befreien und die Sommerschlappen aufziehen. Aber wohin mit den Winterpneus und wie richtig lagern? Folgende Regeln gilt es zu beachten.

Bevor die Räder demontiert werden, sollte der Luftdruck der Reifen um 0,5 bar erhöht werden. Damit sie in der nächsten Saison auch wieder an der gleichen Stelle rollen, sollte man ihre Position notieren. Am besten mit Kreide auf dem Reifen markieren (VL = vorne links, VR = vorne rechts, und so weiter). Das gilt besonders für Reifen mit fester Laufrichtung. Dies wird meist durch einen Pfeil auf der Schulter kenntlich gemacht.

Nach der Demontage können Pneus und Felge genauer auf Mängel und etwaige Schäden inspiziert werden. Schnittstellen und Risse überprüfen, eventuelle Fremdkörper (Scherben, Split, Steinchen) sollten mit einem kleinen Schraubenzieher entfernt werden. Bei der Gelegenheit auch gleich mit einer Ein-Euro-Münze die Profiltiefe checken. Verschwindet der goldene Rand nicht vollständig in den Profilrillen, müssen die Reifen ausgetauscht werden.

Felgen werden am einfachsten mit einem Dampfstrahler gesäubert. Es geht aber auch mit Schwamm und Bürste. Auf jeden Fall gründlich von Schmutz und Bremsstaub befreien. Danach mit einem speziellen Reiniger behandeln. Mit Felgenwachs behalten sie weiter ihren Glanz. Reifen auf Felgen sollten nicht aufrecht stehend gelagert werden, sondern entweder an einem Haken aufgehängt oder flach liegend und übereinander gestapelt. Zu langes Stehen führt zu Deformationen und Unwuchten. In Baumärkten gibt es so genannte Felgenbäume, an denen die Räder Platz sparend aufgehängt werden können.

Reifen ohne Felge sollten weder gestapelt noch aufgehängt werden, sondern aufrecht nebeneinander gestellt werden, da sonst das Eigengewicht des Reifens die Karkasse schädigt. Um einen so genannten Standplatten zu vermeiden, sollten stehend gelagerte Reifen zudem alle vier bis sechs Wochen ein Stück gedreht werden. Der Lagerort sollte kühl (15 Grad bis 25 Grad Celsius), dunkel und trocken sein. Die Reifen sollten nicht mit Öl, Fett, Lack oder sonstigen Stoffen in Berührung kommen. Ebenso sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung und Kunstlicht mit hohem UV-Anteil geschützt werden.

Wer keine Garage oder Keller besitzt, kann seine schwarzen Rundlinge auch bei einer Werkstatt oder einem Reifenhändler einlagern. Vorteil: Die Räder werden bis zum nächsten Reifenwechsel fachgerecht gelagert. Nachteil: Das kostet ein paar Euro pro Rad oder Reifen. Auch manche Tankstellen bieten mittlerweile diesen Service an.

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