Zündungsproblem Saab muss 300.000 Autos zurückrufen

Weltweit müssen Hunderttausende Autos der Saab-Modelle 9-3 und 9-5 zur Überprüfung der Zündung in die Werkstätten. Der schwedische Autohersteller folgte damit der ausdrücklichen Aufforderung der US-Verkehrssicherheitsbehörde.


Göteborg - Betroffen sind Autos der Baujahre 2000, 2001 und 2002. Wie der Pressechef von Saabs Mutterkonzern General Motors (GM) in Schweden, Örjan Åslund, in der Zeitung "Göteborgs-Posten" bestätigte, werden alle Wagen mit Benzinmotoren aus den Baureihen 9-3 und 9-5 zurückgerufen.

Saab 9-3 (2002): Zündungssystem könnte sich überhitzen

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Die Aktion wurde ausgelöst durch Klagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wegen Überhitzung des Zündungssystems, was in etlichen Fällen zum Motorausfall bei laufender Fahrt sowie auch zu einzelnen Bränden geführt habe. Die Behörde hatte nach einer eigenen Untersuchung GM ausdrücklich zur Rückrufaktion aufgefordert. Åslund erklärte, es habe bei den Vorfällen in den USA keinen Personenschaden gegeben.

In Deutschland ruft Saab insgesamt rund 15.000 Fahrzeuge zurück. "Wir schreiben die Fahrzeughalter an und fordern sie zum Werkstattbesuch auf", sagt Andrew Marshall, Pressesprecher bei Saab Deutschland in Rüsselsheim. Dort werde dann ein elektronisches Teil des Zündsystems ausgetauscht. Das dauere höchstens ein paar Stunden. Die Aktion ist für den Fahrzeughalter kostenlos. Laut der schwedischen Zeitung kostet die Aktion den Autobauer umgerechnet 64 Millionen Euro.



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