In eigener Sache Nach diesen Standards arbeitet der SPIEGEL

Im Jahr nach dem Relotius-Skandal haben wir unsere journalistischen Grundsätze neu formuliert. Lesen Sie hier das Ergebnis: die SPIEGEL-Standards.
Foto: Bodo Marks/ picture alliance / dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

vor etwas mehr als einem Jahr hat der Betrugsfall Claas Relotius den SPIEGEL in die wohl schwerste publizistische Krise seiner Geschichte gestürzt. Wir hatten damals nur eine Chance: das Desaster zugeben, aufarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Als Teil dieses Aufarbeitungsprozesses haben in den letzten Monaten rund 50 Kolleginnen und Kollegen Standards für unsere Arbeit formuliert, in drei Arbeitsgruppen – der SPIEGEL-Werkstatt. In Abstimmung mit der Chefredaktion ist so ein Booklet entstanden, das wir auch für Sie transparent machen möchten.

Die SPIEGEL-Standards

Vieles darin mag selbstverständlich klingen. Dennoch war es – auch im Zuge der Fusion unserer Redaktionen – sinnvoll und notwendig, uns in dieser Form noch einmal auf unsere handwerklichen und journalistischen Grundsätze zurückzubesinnen.

Diese Standards sind als Leitfaden gedacht und sie sind für alle Kolleginnen und Kollegen der SPIEGEL-Redaktion und der Dokumentation verbindlich. Sie schaffen Klarheit und helfen dabei, unser Qualitätsversprechen einzulösen.

Wir wollen diesen Leitfaden auch in Zukunft regelmäßig überprüfen und überarbeiten, ihn beständig unseren Arbeitsprozessen anpassen. Damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, sicher sein können, dass wir alles tun, um einen zweiten Fall Relotius bei uns zu verhindern. Bleiben Sie uns gewogen.

Herzliche Grüße

Ihr Steffen Klusmann

Hinweis der Redaktion, November 2021: Wir haben die Verlinkung im obigen Text verändert und bieten nun die aktuelle Version der Standards zum Download an.

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