In eigener Sache Das ist der neue digitale SPIEGEL. Willkommen!
Patrick Mariathasan für den SPIEGEL
Barbara Hans, Steffen Klusmann, Clemens Höges
Foto: Julian Busch für den SPIEGEL
Patrick Mariathasan für den SPIEGEL
Liebe Leserin, lieber Leser,
SPIEGEL ONLINE sei für ihn ein "intellektueller Wühltisch", sagte der Schweizer Werber Dominique von Matt, als er einmal in unserer Konferenz zu Gast war. Von Matt beteuerte, er meine die Sache mit dem Wühltisch ganz und gar positiv. Man wisse nie genau, was man alles auf der Seite finde, und doch sei für jeden etwas dabei. Er schloss mit einem Rat: bloß nichts am Layout zu verändern.
Wir haben nicht auf ihn gehört.
Barbara Hans, Steffen Klusmann, Clemens Höges
Foto: Julian Busch für den SPIEGELWir haben aufgeräumt, umgebaut, ausgemistet – und präsentieren Ihnen heute den neuen digitalen SPIEGEL. Auf allen digitalen Plattformen und in den Apps erscheinen wir in einem neuen Layout.
Die neue Seite ist publizistischer Ausdruck der Fusion der Redaktionen von Print und Online: aus SPIEGEL ONLINE wird DER SPIEGEL. Vor drei Jahren haben wir das Projekt "NextGen" gestartet, nicht nur als Relaunch, sondern als Inventur unserer Technik und Routinen.
Das neue Layout ist reduzierter und übersichtlicher. Es bietet uns die Möglichkeit, unseren publizistischen Ansprüchen visuell mehr Ausdruck zu verleihen, und schafft mehr Orientierung und Lesefreude. Themenschwerpunkte bündeln künftig exklusive Nachrichten, Analysen, Kommentare, Videos und Podcasts. So wissen Sie nicht nur schnell, was es Neues gibt, sondern finden den relevanten Kontext auf einen Blick. Geschwindigkeit ist für uns kein Selbstzweck; die mehr als 500 Journalistinnen und Journalisten des SPIEGEL erklären Zusammenhänge, liefern Einordnungen, recherchieren Hintergründe.
Das neue Design ist die sichtbarste Veränderung auf SPIEGEL.de. Eine neue Schrift und eine klare Bildsprache transportieren unsere Magazinoptik ins Digitale. Unser neues Ressort Leben bündelt die Themen Gesundheit, Familie, Reise, Psychologie und Stil. Wir erzählen Geschichten, die berühren, und bieten Nutzwert, der zugleich unterhält. Auch "Dein SPIEGEL" hat künftig einen Platz auf der Seite, dort finden sich Nachrichten und Reportagen für Kinder. Wir haben unser Podcast- und Videoangebot neu aufgestellt und unser Premiumangebot SPIEGEL+ noch stärker integriert. Ein neues Forum erlaubt mehr Interaktion und echten Dialog.
Der heutige Tag ist für uns in der Redaktion eine Zäsur. Das bisherige Layout war so alt wie SPIEGEL ONLINE, und manche raunen: Vielleicht war es sogar älter. Wir haben in den vergangenen 25 Jahren (!) hier und da etwas Farbe entfernt, etwas Weißraum hinzugefügt, die Navigation verschoben. Doch im Großen und Ganzen sah SPIEGEL ONLINE immer aus wie SPIEGEL ONLINE.
Die nächste Generation des SPIEGEL ist auch technisch endlich bereit für die Zukunft. In Wahrheit ist "NextGen" kein Relaunch, sondern ein Launch auf einer ganz neuen technischen Basis – nach gut 20 Jahren auf dem alten System. Wir haben die Maschine hinter der Seite ausgetauscht, rund 730.000 Artikel übertragen und einige Zehntausend Bildergalerien. Unser bisheriges Redaktionssystem für die Texterstellung - das "Content Entry", liebevoll "CE" genannt - war im Wesentlichen hausgebaut und stammte aus einer Zeit, zu der es auf dem Markt schlicht nichts Adäquates gab.
Unseren publizistischen Wünschen waren enge technische Grenzen gesetzt. Das ist Ihnen nicht verborgen geblieben, denn die Technik hängt untrennbar zusammen mit der Nutzbarkeit der Seite.
Nun brechen wir gemeinsam auf in eine neue digitale Zeit.
Wühlen können Sie immer noch, wenn Sie mögen.
Aber: Sie müssen es nicht mehr.
Falls es in den kommenden Wochen etwas ruckelt, dann bitten wir Sie um Nachsicht. Wir freuen uns auf Ihr Feedback unter feedback.nextgen@spiegel.de und wünschen Ihnen viel Spaß mit dem neuen digitalen SPIEGEL.
Herzlich
Barbara Hans, Clemens Höges, Steffen Klusmann
SPIEGEL-Chefredaktion
So stellen wir den neuen Markenauftritt der Öffentlichkeit vor:
ist seit Januar 2019 Chefredakteurin des SPIEGEL. Den Relaunch des neuen digitalen SPIEGEL und den NextGen-Prozess hat sie als Chefredakteurin von SPIEGEL ONLINE 2017 initiiert. Zum SPIEGEL kam sie 2006, parallel arbeitete sie an der Universität Hamburg und schrieb ihre Doktorarbeit über Vertrauen in Medien und die Inszenierung von Politik.
ist seit Januar 2019 Chefredakteur des SPIEGEL. Er studierte Politikwissenschaften und Publizistik an der Universität Münster und arbeitet seit 1990 für den SPIEGEL – unter anderem als Reporter und Korrespondent in Leipzig und Washington, Leiter des Deutschlandressorts und später des Auslandsressorts.
ist seit Januar 2019 Chefredakteur des SPIEGEL. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er unter anderem für die "Wirtschaftswoche", den "Stern", das manager magazin und die "Financial Times Deutschland", deren Chefredakteur er ab 2004 war.
So sah SPIEGEL ONLINE im Juni 2001 aus – zwischen Dotcom-Krise und den Anschlägen vom 11. September.
Juni 2003 – der Rekordsommer nahm gerade Fahrt auf.
Juni 2005 – wenige paar Monate später wird Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin.
September 2006 – das Sommermärchen ist gerade abgeklungen.
April 2008 – die Weltwirtschaftskrise ist schon zu spüren, bis zur Insolvenz von Lehman Brothers sind es nur noch wenige Monate.
September 2009 – Angela Merkel gewinnt mit der CDU erneut die Bundestagswahlen.
Juni 2013 – Edward Snowden enthüllt die Massenüberwachung durch NSA und andere Geheimdienste.
September 2016 – die AfD zieht in die Landesparlamente von Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen ein.
Juni 2017 – Donald Trump kämpft mit der Russland-Affäre, der Bundestag beschließt die Ehe für Alle.
Januar 2020 – aus SPIEGEL ONLINE wird DER SPIEGEL.
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