Zur Ausgabe
Artikel 61 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Leserbriefe Fern jeder Tugend

Der tiefe Fall der Union, Gesundheitsminister Spahn, SPD und Linke, Dirk Roßmann und autobedingte Altersrisiken waren die Themen, zu denen wir in der vergangenen Wochen die meisten Zuschriften erhalten haben.
aus DER SPIEGEL 12/2021

Patrick Mariathasan für den SPIEGEL

Politiker Georg Nüßlein

Politiker Georg Nüßlein

Foto: Hardt / Future Image / imago images
  • »Das originelle Titelbild erinnert mit seinem Filz ein wenig an die Werke von Joseph Beuys, jedoch fehlt noch das typische Fett – und das braucht man bekanntlich zum Schmieren.«
    Wolfgang Quakernack, Detmold (Nordrhein-Westfalen)

  • Mein Tipp an die CDU/CSU: Warum nicht einfach das C aus dem Parteinamen streichen?
    Dr. Jürgen Schöfer, Manila (Philippinen)

  • Die Stimmen des Wahlvolkes einsammeln und dann dem Wahlvolk den Rücken kehren, um Intransparenz und Eigennutz zu praktizieren, zerstört unsere Demokratie. Was bilden sich diese Herrschaften eigentlich ein?
    Rita Lepski, Hochdorf (Bad.-Württ.)

  • Und wieder hat der ansonsten doch relativ seriöse SPIEGEL in den Wahlkampfmodus geschaltet. Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, das Titelbild vom CDU-Filz diene der sachlichen Aufklärung der Bürger? Mit dem großen Bogenschlag von Kohl bis Nüßlein desavouieren Sie die Christdemokraten als notorisch korrupt und damit unwählbar.
    Bernd Freiburg, Neuss

  • Der Artikel unterstreicht meine persönliche Wahrnehmung als Durchschnittsbürgerin, dass die CDU/CSU in weiten Teilen doch alles andere als christlichen Werten folgt.
    Ilona Wüst-Lüdke, Berlin

  • Ich halte es für maßlos übertrieben, vom »schwarzen Filz« zu sprechen und somit die gesamte Union in Misskredit zu bringen. Zwei Parteien in ihrer Gesamtheit auf der Grundlage von Einzelfällen als korrupt, unanständig und letztlich nicht regierungswürdig darzustellen ist aus meiner Sicht höchst problematisch.
    Dr. Jean-Samuel Marx, Mannheim

  • Korruption ist der große Bruder von Macht. Wer das ändern will, muss den Lobbyismus abschaffen.
    Dr. Volker Brand, Bad Oeynhausen (NRW)

  • Beides ist charakterlos: sowohl ein üppiges monetäres Zubrot auf dem Silbertablett zu servieren als auch fern jeder Tugend und jedes gebotenen Anstands gierig zuzulangen!
    Bernadette Reupke, Isenbüttel (Nieders.)

  • Politiker sind in besonderer Weise dem Gemeinwohl verpflichtet. Da passt es ganz und gar nicht, dass in einer Zeit, in der nicht wenige um ihre Existenz kämpfen, sich sogenannte Volksvertreter auf perfide Art und Weise die Taschen vollstopfen.
    Horst Winkler, Herne

  • Aus meiner Sicht sollten sich CDU und CSU umtaufen lassen in KDU und KSU: Kapitalistisch Demokratische Union und Kapitalistisch Soziale Union. Dem SPIEGEL sei Dank für solch prima Recherche.
    Kurt Hense, Bisingen (Bad.-Württ.)

  • Die SPIEGEL-Berichterstattung zu den Einzelverfehlungen innerhalb von CDU/ CSU sind niederträchtig – wie hätte wohl der SPIEGEL reagiert, wenn 2018 nach Claas Relotius Ihr Magazin als Produkt der Lügenpresse bezeichnet worden wäre?
    Dr. Siegfried Richter, Ebenhausen (Bayern)

  • Herr Laschet muss nun zeigen, dass er es mit dem Thema Transparenz ernst meint. Der bisherige Vorschlag der Union, Nebeneinkünfte erst ab 100 000 Euro offenzulegen, spricht allerdings eine andere Sprache. Die Wähler(*)innen haben einen Anspruch darauf zu erfahren, von wem ihre Abgeordneten Geld bekommen und ob sie bei ihren Entscheidungen befangen sind.
    Andreas Meißner, Dresden

Plötzlich Wutbürger

Nr. 10/2021 Warum Gesundheitsminister Spahn zurücktreten sollte 

  • Ein Musterbeispiel für destruktiven, unsachlichen, unfairen Journalismus. Typisch SPIEGEL: Schlaumeierei im Nachhinein, Kritik ohne eine Spur von eigener Verantwortung, billige Politikerschelte. Auf diese Art von Journalismus kann die Demokratie verzichten.
    Alexander Reiter, Kirchzarten (Bad.-Württ.)

  • Ich hätte nicht geglaubt, dass ich jemals zu einem »Wutbürger« werden würde. Aber nun platzt mir der Kragen. Ich stimme jedem Satz in Dirk Kurbjuweits Leitartikel zu.
    Sabine Heppe, Konstanz

  • Lieber SPIEGEL, jetzt wirst du mir unheimlich. Dein Autor schreibt genau, was ich immer gefordert habe. Aber wo ich das jetzt schwarz auf weiß lese, kommt es mir fast zu streng vor. Okay, wir sind nicht mehr spitze. Na und? Vielleicht werden wir jetzt wieder beliebt in der Welt.
    Thomas Becker, Schieder (NRW)

  • Immer wieder ist in Medienberichten wie etwa Ihrem Leitartikel von »sozial Schwachen« die Rede. Könnten wir bitte aufhören, einkommensschwache Menschen mit solchen Bezeichnungen zu stigmatisieren und Armut mit derartigen Begrifflichkeiten zu verschleiern?
    Kristin Braun, Saarbrücken

  • Nicht der Staat versagt und bricht seine Versprechen, sondern die vom Volk gewählten Vertreter. Da gibt es Regierungsvertreter, die behaupten, wir seien ganz gut durch die Krise gekommen und hätten nur wenig falsch gemacht. Ein Schlag ins Gesicht für jene, die den Tod ihrer Liebsten zu beklagen haben.
    Bernd Schönecker, Idstein (Hessen)

  • Normalerweise schreibe ich ab und zu einen Leserbrief, wenn in einem SPIEGEL-Artikel meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt vernachlässigt oder weggelassen wird. Dieses Mal ist das anders: Der aktuelle Leitartikel findet meine uneingeschränkte Zustimmung angesichts der doch recht deutlichen Worte! Da muss man doch mal Lob übermitteln!
    Wolfgang Schmidt, Lage (NRW)

  • So starke Worte finde ich unangemessen von Journalisten, die keinerlei politische Verantwortung tragen müssen. Sie können solche Worte in Ihren PC tippen, ohne gleich von Rücktrittsforderungen Ihrer Leser oder Ihrer Chefs bedroht zu werden!
    Dr. Brigitte Thewalt, Ulm

Elefant im Porzellanladen

Nr. 10/2021 SPD und Linke streiten um Meinungsfreiheit und Minderheitenrechte 

CSD-Teilnehmer 2020

CSD-Teilnehmer 2020

Foto: Sebastian Wells / Ostkreuz
  • Selbst wenn es sich um einen Generationenkonflikt handeln sollte, darf doch nicht dermaßen beleidigend und polemisierend auf Argumente reagiert werden! Das verbietet sich auf der Ebene eines sachlichen Austauschs und lässt jeden Anstand vermissen!
    Monika Driesner-Goerke, Dortmund

  • Der Artikel zeigt wieder mal deutlich eines der Probleme, vor dem die SPD schon seit geraumer Zeit steht. Der Konflikt zwischen dem »Erneuern« und dem »Bewahren«. Frau Esken benimmt sich ja leider des Öfteren wie ein Elefant im Porzellanladen. Gehobener Politikstil geht dann doch anders. Da darf sich dann auch niemand wundern, wenn bei allem guten Bemühen vieler anderer, jüngerer, älterer Genossen und Genossinnen die Partei trotzdem weiterhin an Substanz verliert. Da müsste Frau Esken wohl noch dazulernen.
    Christoph Schneppenheim, Berlin

  • Die Junggenossen proben die Revolution der Partikularinteressen und erkennen den Sprengstoff nicht, der sie in einstellige Ergebnisse befördern könnte. Sie ziehen sich an den Twitter-Stammtisch zurück und orientieren sich an dieser dauertippenden Minderheit. Welch ein Irrtum. Die großen Probleme der breiten Bevölkerung, der Nation und der Welt liegen ganz woanders.
    Johannes Zink, Norderstedt (Schl.-Holst.)

  • Die Thesen von Wolfgang Thierse kann man durchaus kontrovers diskutieren. Aber wie immer schon reagiert er auf Kritik mimosenhaft. Nur weil sich zwei aus der Parteiführung kritisch äußern, gleich seine Mitgliedschaft infrage zu stellen. Meine Güte. Ich bin seit 1972 SPD-Mitglied – da gehören kontroverse Diskussionen zum Alltag.
    Kay Milner, Bonn

  • Die Debatte über Genderfragen, Identitätsgruppen und Gerechtigkeit krankt leider daran, dass konkrete Zahlen und Belege für das Ausmaß von Benachteiligungen für manche anscheinend keine Rolle spielen. Der SPIEGEL geht da leider einen schlechten Schritt mit voran.
    Konrad Clewing, München

Ein Albtraum für Literaten

Nr. 10/2021 Wie das mittelmäßige Weltrettungsmärchen des Drogeriepapstes Dirk Roßmann zum Bestseller wurde 

  • Über drei volle Seiten findet keine Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Romans statt. Die Kritiker stoßen sich vor allem an der erfolgreichen Vermarktung, bekannte Politgrößen und Freunde von Herrn Roßmann werden zu öffentlichen Kommentierungen genötigt und eine Abbildung von Schröder und Putin wird mit einem unerträglich dümmlichen Bildtext versehen: »Roßmann mag starke Männer, weil er selbst einer ist« – geht's noch?
    Roy Singh-Gumpert, Hamburg

  • Eine lesenswerte, gut geschriebene Geschichte über Dirk Roßmann und seinen Thriller »Der neunte Arm des Oktopus«. Fazit: Wer genügend Kohle hat, schafft es sogar zum Bestsellerautor. Für ernsthafte Literaten sicher ein Albtraum.
    Wolfgang Thieme, Niederwiesa (Sachsen)

  • Ich wünsche mir mehr ungewöhnliche Geschichten wie die von Herrn Roßmann und weniger die immer gleichen Grauslichkeiten wie von Herrn Fitzek in den Bestsellerlisten.
    Julius Bauer, Wien (Österreich)

Anspruch auf Vollwertigkeit

Nr. 10/2021 Neuwelt: Über autobedingte Altersrisiken 

Foto: Illustration: Cynthia Kittler / Der Spiegel
  • »Sagen, was ist«, ist nicht die Sache dieses Textes: Voreingenommen und einseitig wird da im Zeitalter der Einschränkungen die Auffassung vertreten, dass Alte nicht als Autofahrer taugen. Wenn Dialika Neufeld glaubt, so viel Platz im SPIEGEL beanspruchen zu müssen, dann bitte alle Fakten und nicht einen Aufreißer.
    Heinz-Gerd Becker, Stetten (Bad.-Württ.)

  • Ich darf vorschlagen, die Altersgruppe der über 80-Jährigen nicht immer wieder ins Visier zu nehmen, denn die Würde dieser Bürger wird schon genügend in anderen Bereichen strapaziert. Ausschlaggebend ist immer das biologische Alter und nicht das gezählte. Jeder Bürger der entsprechenden Generation hat meiner Ansicht nach den gleichen Anspruch auf Vollwertigkeit in der Gesellschaft.
    Dr. Hans-Werner Mollenhauer, Birkenhördt (Rhld.-Pf.)

  • Es wäre sicher sehr sinnvoll, regelmäßig und freiwillig die Fahrtauglichkeit überprüfen zu lassen. Leider sind die vom ADAC oder TÜV angebotenen Fahrfitnesstests viel zu wenig bekannt: Man ist 45 Minuten mit einem Fahrlehrer im eigenen Auto unterwegs, bekommt Hinweise während und nach der Fahrt. Abschließend gibt es ein Protokoll mit Bewertungen und ein Zertifikat. Alles natürlich ohne juristische Konsequenzen. Ich mache das alle drei Jahre und erinnere mich auch an die Hinweise. Und besser freiwillig als vom Staat geregelt. Nur Mut!
    Dr. Walter Naegele, Frankfurt am Main

  • Den alten Menschen möchte ich raten, einmal darüber nachzudenken, wie sie sich fühlen würden, wenn sie ein Kind totgefahren hätten. Es geht nicht darum, was erlaubt ist, sondern was man verantworten kann.
    Henning Berkelmann, Süderwalsede (Nieders.)

  • Ich gehöre zu der in der Kolumne genannten Gruppe der etwa zwei Millionen Menschen über 74 Jahre, die in Deutschland eine Fahrerlaubnis besitzen. Ich habe meine Schlüssel nicht abgegeben. Frau Neufeld rechnet mich also zu den Eisernen, nicht zu den Einsichtigen. Ich fühle mich von ihr auf unqualifizierte Weise altersdiskriminiert.
    Prof. Dr.-Ing. Alfred Sesterhenn, Sigmaringen (Bad.-Württ.)

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe (leserbriefe@spiegel.de ) gekürzt sowie digital zu veröffentlichen und unter www.spiegel.de zu archivieren.

Korrektur

zu Heft 11/2021, Seite 128: Briefe

Aufgrund eines Übermittlungsfehlers wurde ein Leserbrief unter einem falschen Namen abgedruckt. Der Brief, der fälschlicherweise mit dem Namen Ingrid Gouin unterschrieben ist, stammt von Josef Gegenfurtner. Wir bedauern den Fehler.

Zur Ausgabe
Artikel 61 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel