Illustration: Mathias Barth

Wahl-Abc für Kinder D wie Demokratie

Schon die alten Griechen lebten in einer Gesellschaft, in der manche mitbestimmen konnten. Wie unterscheidet sich unsere heutige Demokratie von dem antiken Vorbild? Und warum sind Wahlen so wichtig?
Von Marco Wedig

Das Wort Demokratie hat einen griechischen Ursprung und ­bedeutet Herrschaft des Volkes. Die alten Griechen haben diese Regierungsform vor etwa 2500 Jahren erfunden. Damals entschieden sie auf dem Marktplatz über Gesetze. Das Volk wählte die Richter und Beamten, die die Gesetze ausführten.

Direkte Demokratie nennt man so eine Form der Politik, bei der die Bürgerinnen und Bürger direkt die Entscheidungen treffen. Im alten Griechenland konnten allerdings nur Männer mitmachen. Und von denen auch nur die freien. Sklaven waren von der Politik ausgeschlossen.

Das Wahl-Abc
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Was passiert da eigentlich genau? Und warum ist die Wahl so wichtig? Das Kinder-Magazin »Dein SPIEGEL« erklärt es – von A wie Abgeordnete bis Z wie Zweitstimme. Weitere Teile des Wahl-Abc liest du in den nächsten Ausgaben von »Dein SPIEGEL« oder hier.

Über die Jahre hat sich die Demokratie verändert. Heute leben wir in einer repräsentativen Demokratie. Das Volk wählt Abgeordnete, die die Interessen des Volkes im Bundestag vertreten (oder auch: repräsentieren) sollen.

Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden also nicht mehr selbst über Gesetze, die den ganzen Staat betreffen. Im alten Griechenland war so etwas noch möglich, weil die griechischen Stadtstaaten klein und übersichtlich waren. Die Bundesrepublik Deutschland ist dagegen viel größer und komplizierter. Deswegen ist es besser, man überlässt die Entscheidungen den Abgeordneten. Klar, auch die machen Fehler.

Aber das ist ja das Gute an der Demokratie: Die Abgeordneten können bei der ­nächsten Wahl abgestraft werden, wenn man mit ihnen nicht zufrieden ist. In der Demokratie gibt es Herrschaft nur auf Zeit. Die Wahl der Abgeordneten ist in unserer Demokratie daher ­besonders wichtig.

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