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Wahl-Abc für Kinder E wie Erststimme

Jede und jeder Wahlberechtigte darf am 26. September zwei Kreuze machen. Das erste ist die Erststimme. Wofür war die noch mal gut? »Dein SPIEGEL« erklärt's.
Von Marco Wedig

Auf dem Stimmzettel zur Bundestagswahl gibt es zwei verschiedene Ankreuzmöglichkeiten: die Erststimme und die Zweitstimme. Mit der Erststimme wählt man einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus der Nähe des eigenen Wohnorts. Diese Leute wissen, was bei ihnen zu Hause los ist. So ist sichergestellt, dass im Bundestag die Interessen von allen Menschen in Deutschland vertreten werden – egal ob sie aus Hamburg oder aus Oberbayern kommen.

Das Wahl-Abc
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Was passiert da eigentlich genau? Und warum ist die Wahl so wichtig? Das Kinder-Magazin »Dein SPIEGEL« erklärt es – von A wie Abgeordnete bis Z wie Zweitstimme. Weitere Teile des Wahl-Abc liest du in den nächsten Ausgaben von »Dein SPIEGEL« oder hier.

Man kann sich die Abgabe der Erststimme wie eine sehr große Klassensprecher-Wahl vorstellen. Nur mit dem Unterschied, dass man die Kandidatinnen und Kandidaten meist nicht persönlich kennt, sondern nur von den Wahlplakaten, die in den Wochen vor der Wahl überall herumhängen. Daher informiert man sich vor der Wahl am besten über die Leute, die zur Wahl stehen.

Am Wahlabend werden die Erststimmen zusammengezählt. Wer die meisten Erststimmen in einem Wahlkreis erhält, zieht direkt in den Bundestag ein. Man spricht in dem Fall auch von einem Direktmandat. Insgesamt gibt es 299 Wahlkreise in der Bundesrepublik. Über die Erststimmen werden also 299 Sitze im Bundestag vergeben.

Vom Namen her würde man denken, dass die Erststimme wichtiger ist als die Zweitstimme. Das ist aber ein Irrtum. Denn die Zweitstimme entscheidet über die Sitzverteilung der Parteien im Bundestag, und damit über die zukünftige Regierung.

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