Mathias Barth

Wahl-Abc für Kinder P wie Parteien

Am 26. September stehen Politikerinnen und Politiker unterschiedlicher Parteien zur Wahl. Wofür sind Parteien eigentlich gut? Und kann da jede und jeder mitmachen? Das erklären wir hier.
Von Claudia Beckschebe

Eine Partei ist eine Gruppe von Leuten, die ähnliche politische Meinungen und Ziele vertreten und sich deshalb zusammengetan haben. In unserem Grundgesetz steht, dass Parteien bei der »politischen Willensbildung des ­Volkes« mitwirken. Jede und jeder in Deutschland kann in einer Partei Mitglied werden und mitmachen.

Bei den meisten Parteien gibt es ein Mindestalter, aber volljährig muss man dafür nicht sein. Es gibt auch keine Behörde, bei der man einen Antrag stellen muss, wenn man eine Partei gründen möchte. Jede und jeder darf das. Natürlich gibt es Regeln für die Organisation einer Partei. Sie muss sich zum Beispiel an die demokratischen Grundsätze halten, und alle in der Partei ­müssen das gleiche Stimmrecht haben. In der Partei muss man sich auf gemeinsame Ziele einigen und sie in einem Vertrag festlegen. Ob eine Gruppe politisch Gleichgesinnter dann als Partei anerkannt und für eine Bundestagswahl zugelassen wird, entscheidet der Bundeswahlausschuss.

Das Wahl-Abc
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Was passiert da eigentlich genau? Und warum ist die Wahl so wichtig? Das Kinder-Magazin »Dein SPIEGEL« erklärt es – von A wie Abgeordnete bis Z wie Zweitstimme. Weitere Teile des Wahl-Abc liest du in den nächsten Ausgaben von »Dein SPIEGEL« oder hier.

Bei den Bundestagswahlen sind vor allem die großen Parteien wichtig, auch Volksparteien genannt. Sie versuchen, mit ihren politischen Meinungen und Zielen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger anzusprechen. Die CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands) und die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) sind Beispiele dafür.

Es gibt auch Parteien, die nur ganz bestimmte Themen ansprechen. Man nennt sie Interessenparteien. In Deutschland gab und gibt es Dutzende davon. Was den Mitgliedern dieser Parteien wichtig ist, kann man oft am Parteinamen erkennen, zum Beispiel »Mieterpartei«, »Partei Mensch Umwelt Tierschutz« oder »Bündnis Grundeinkommen«. Da die Programme dieser Parteien sehr speziell sind, spielen sie bei großen Wahlen keine Rolle.

Bei Bundestagswahlen können sich die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stimmzettel für Abgeordnete und Parteien entscheiden, die ihrer Meinung nach gut zu den eigenen Vorstellungen passen. Um he­rauszufinden, wen sie bei den Wahlen unterstützen wollen, können die Wählerinnen und Wähler vorher die Programme der Parteien lesen. Darin legen die Parteien fest, wofür sie sich einsetzen wollen, sollten sie es in den Bundestag schaffen.

Eine größere Gruppe von Abgeordneten der ­gleichen Partei nennt man Fraktion. Die Gruppe der Abgeordneten der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist dann zum Beispiel die Grünen-Fraktion.

Dieser Text erschien in »Dein SPIEGEL« 09/2021.

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