Illustration: Mathias Barth

Das Wahl-Abc – für Kinder erklärt Welche Kreuze auf dem Wahlzettel erlaubt sind – und welche nicht

Am 26. September geben Millionen Deutsche ihre Stimme ab. Aber Achtung: Für das Ausfüllen des Stimmzettels gibt es Regeln. Hier erklären wir sie.
Von Antonia Bauer

Wer wählt, macht Kreuzchen auf den Stimmzetteln. Klingt sehr einfach, dabei kann aber einiges schiefgehen. Für das Ergebnis spielen nur gültige Stimmen eine Rolle. Eine Stimme kann jedoch ziemlich schnell ungültig werden, denn beim Kreuzchen müssen bestimmte Regeln eingehalten werden.

Es ist genau festgelegt, was in den kleinen Kreis neben dem Namen der Partei oder dem Kandidaten hineingemalt werden darf: Ein Kreuzchen ist richtig, ein deutlicher Punkt auch, ein Haken ist auch gut. Ein Smiley, lächelnd oder griesgrämig, ein Herz oder andere Symbole sind nicht erlaubt – sie lassen nicht eindeutig erkennen, was die Wählerin oder der Wähler will. Außerdem darf man nichts weiter auf den Wahlzettel schreiben: keine Kommentare, keine Aufrufe, keine Kreuzchen bei weiteren Kandidaten oder Parteien. Sonst wird der Stimmzettel ungültig.

Das Wahl-Abc
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Was passiert da eigentlich genau? Und warum ist die Wahl so wichtig? Das Kinder-Magazin »Dein SPIEGEL« erklärt es – von A wie Abgeordnete bis Z wie Zweitstimme. Weitere Teile des Wahl-Abc liest du in den nächsten Ausgaben von »Dein SPIEGEL« oder hier.

Wie setzen aber Menschen, die nicht lesen oder keinen Stift führen können, ihr Kreuz? Sie haben die Möglichkeit, sich von jemandem helfen zu lassen. Die Helfenden müssen dann genau dort das Kreuz setzen, wo es ihnen aufgetragen wurde, außerdem müssen sie die Wahl des anderen geheim halten.

Menschen, die nur wenig oder gar nicht sehen können, verwenden Stimmzettelschablonen. Die Schablone mit Blindenschrift wird über den Stimmzettel gelegt und hat Löcher für die Stellen, in die das Kreuzchen soll. Dazu gibt es eine Audio-CD. Darauf wird erklärt, welche Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl antreten und welches Loch der Schablone zu nutzen ist, um eine der Personen zu wählen.

Am Wahltag werden die Stimmzettel ausgezählt. Um Wahlergebnisse nachträglich überprüfen zu können, werden alle Stimmzettel verpackt, versiegelt und in Archiven aufbewahrt.

Dieser Text erschien in »Dein SPIEGEL« 10/2021.

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