Feldzug gegen den Irak Auge in Auge mit dem Krieg

Claus Christian Malzahn

9. Teil: Freitag, 4. April 2003


Camp Bushmaster, Irak

Wir dürfen endlich die ABC-Anzüge ausziehen. Die Iraker sind angeblich nicht mehr in der Lage, Raketen abzufeuern. Ihre Kommando- und Koordinationszentren seien zerstört, berichtet ein Offizier. Ali ist begeistert; er bleibt sauber. Wir müssen nicht mehr schwitzen. Und ich kann endlich wieder Zivil tragen.

Ich fahre mit Figlioli ein paar Posten Richtung Norden ab. Es ist nicht viel los. Unterwegs sehe ich Nils in seinem Humvee. Immer wenn ein Kind an der Straße steht, fährt er rechts ran und verteilt Bonbons und Wasser. Offiziell ist das noch verboten. Aber Nils Vorgesetzter, Sergeantmajor Sergio Riddle, hält überhaupt nichts von dem Fraternisierungsverbot.

"Wenn uns die Kinder trauen, kommen auch die Erwachsenen zu uns. Und die sagen uns dann, wo die Minenfelder sind und die Chemiewaffen liegen." Von Saddams Massenvernichtungswaffen fehlt bisher jede Spur. Riddle bereitet das Sorgen. "Wo hat er das Zeug bloß versteckt?"



insgesamt 4 Beiträge
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dirk brauns, 24.03.2008
1.
der text ist langweilig. um mitzuteilen, was krieg ist, benötigt es etwas mehr als dieses verstockte gemurkse. abtreten, embedded mahlzahn. nochmal schreiben.
Indira Geisel, 29.03.2008
2.
Malzahn bei der US Armee in der irakischen Wüste erinnert nicht wenig an Isherwood in dem Berlin Weimars. Ein Beobachter ringt mit seiner Sympathie sowie mit seiner Skepsis gegenüber einen tollkühnen Gastgeber. Eine Vorahnung der Katastrophe, ehe sie anfängt: "Der Krieg liegt wie ein dunkler, endloser Tunnel vor mir." Aber eigentlich darf er nur über abgeschlossene Operationen schreiben.
johann legner, 30.03.2008
3.
ich bin malzahn dankbar für seinen beitrag und die risiken, die er dafür eingegangen ist. dazu gehört auch, sich mit dem verdacht auseinanderzusetzen, instrumentalisiert zu werden. beim lesen habe ich mich an diese tage der ungewissheit erinnert, die den beginn des irak-krieges prägten, an den der kampf mit den gasmasken, der damals für die angreifer alles beherrschte. im nachhinein scheint er das fanal des weiteren verlauf dieses krieges. der erwartete schrecken bleibt aus, aber die angst vor ihm wirft einen langen schatten und gebiert seinerseits schreckliches. vom ersten tag an ist alles ganz, ganz anders als erwartet. dies in erinnerung zurück zu rufen, zeichnet einen zeitzeugen aus.
Norbert Polster, 30.03.2009
4.
>der text ist langweilig. um mitzuteilen, was krieg ist, benötigt es etwas mehr als dieses verstockte gemurkse. >abtreten, embedded mahlzahn. nochmal schreiben. gott sei dank geschmackssache. ich werde mir das buch kaufen.
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