E-Commerce-Kommissionen Shop-Links auf SPIEGEL.de - Fragen und Antworten

Wenn Sie über einen Shop-Link auf SPIEGEL.de einkaufen, erhält unser Verlag meist eine Umsatzbeteiligung von Onlinehändlern wie Amazon, Thalia und anderen. Die Hintergründe dazu.
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Affiliate-Links - was ist das?

Sogenannte Affiliate-Links finden sich auf SPIEGEL.de in Produkt-Info-Kästen, die mit "Anzeige" gekennzeichnet und dadurch, sowie aufgrund ihrer optischen Gestaltung, erkennbar und abgegrenzt sind (ein Beispiel finden Sie hier). Diese Anzeigen tauchen unabhängig davon auf, ob eine Besprechung positiv oder negativ ausfällt.

Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer auf einen dieser Links klickt und Produkte bestellt, erhält unser Verlag zumeist eine Kommission, also einen Prozentsatz des erzielten Umsatzes. Diese Kommission wird vom Händler gezahlt, nicht vom Hersteller. Durch die etwaige Kommission erhöht sich der Kaufpreis für unsere Nutzerinnen und Nutzer nicht.

In den Affiliate-Anzeige-Kästen auf SPIEGEL.de werden aus einer Liste von mehr als 1500 Anbietern stets die günstigsten Angebote für das jeweilige Produkt aufgelistet, bei Büchern werden Amazon , Thalia  und Weltbild  berücksichtigt. Bei anderen Produkten kann etwa zu iTunes oder zu jeweils anderen passenden Händlern verlinkt werden.

Welche Regeln gelten für die Autorinnen und Autoren der Texte mit Affiliate-Links?

Etwaige Verkaufsprovisionen kommen dem Verlag als Ganzes zugute. Die Autorinnen und Autoren der Texte sind nicht individuell an den Provisionen beteiligt, sodass keine Anreize bestehen, ganz bestimmte Produkte oder besonders teure Ware zu empfehlen. Stattdessen werden alle Autorinnen und Autoren darauf hingewiesen, dass sie die genannten Produkte ausschließlich nach Qualität beurteilen sollen. Diese Werturteile können subjektiv sein, werden aber unabhängig von Verlagsinteressen und -einfluss gefällt.

Festangestellte und freie Autorinnen und Autoren werden darüber hinaus darauf hingewiesen, dass sie keine Geschäftsbeziehungen zu den Herstellern der genannten Produkte unterhalten dürfen.

Können Unternehmen sich Berichterstattung kaufen?

Nein. Unternehmen können sich lediglich Anzeigenplatzierungen auf SPIEGEL.de kaufen, die klar zu erkennen sind. Typischerweise handelt es sich dabei um klassische Banner-Platzierungen. Unternehmen können auch sogenannte Advertorials oder Native-Artikel buchen; diese Sonderformate sind ebenfalls transparent als "Anzeige" markiert.

Darauf, welche Produkte besprochen werden, haben die Unternehmen keinen Einfluss; dies unterliegt dem redaktionellen Urteil.

Wie wählt die Redaktion die Produkte aus, die sie bespricht?

Die Redaktion entscheidet selbst und unbeeinflusst von Werbezahlungen oder Affiliate-Erlösen darüber, welche Produkte sie bespricht und wie dies geschieht. Oft erhalten wir von Verlagen oder Herstellern unverlangt Rezensionsexemplare zugesandt. Ob diese Produkte wirklich rezensiert werden, entscheiden unsere Redakteurinnen und Redakteure selbst (das Gros wird nicht besprochen).

In der Regel werden Testexemplare nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Ausnahmen sind Rezensionsexemplare von Büchern, Musikalben, Spiele im Ressort Netzwelt und längerfristige Ausleihen. So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit für die Berichterstattung nutzen dürfen. So können wir über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.

Rezensionsexemplare dürfen von Redakteurinnen und Redakteuren nicht auf eigenen Gewinn weiterverkauft werden. Oft werden sie am Ende eines Jahres zum Beispiel gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.