Beikost für Babys So klappt es mit dem ersten Essen

Das Baby ist bereit für den ersten Brei? Prima, dann kann der Wahnsinn ja losgehen. Nur: Wann? Und was? Und wie? Wir erklären, wie die ersten Mahlzeiten stressfrei gelingen.
Foto: Daniel Simon/ imago images/Westend61

Lieber im Gläschen gekauft oder selbst gekocht? Klassisch Brei oder doch lieber Beikost nach Bedarf? Und womit soll man das Baby füttern, ohne es mit Weichmachern und anderen Schadstoffen zu vergiften? Ja, man kann sich verrückt machen, wenn das Zufüttern beginnt. Gerade beim ersten Kind fühlt es sich an, als würde man mit der Entscheidung über Gemüse, Geschirr und Besteck alle weiteren Weichen des Kinderlebens stellen.

Gläschen und Plastiklöffel vom Discounter? Ohje, wer ruft das Jugendamt? Selbst gekocht, bio und in der nachhaltigen recycelten schadstofffreien Breischale serviert? Schon wieder diese Helikoptereltern! Egal wie, man kann es nicht allen recht machen. Und die Industrie wirft sowieso ständig neue Produkte auf den Markt und verunsichert zusätzlich.

Die hier empfohlenen Produkte wurden subjektiv, aber redaktionell unabhängig ausgewählt. Über die sogenannten Affiliate-Links im Text erhält der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler.

Wichtig ist es aber, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um den Nachwuchs an feste Nahrung zu gewöhnen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, Säuglinge in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Danach deckt die Muttermilch die Ernährungsbedürfnisse nicht mehr allein und die meisten Babys sind bereit für Beikost. Als es bei meinem Sohn so weit war, machte ich mir einen ziemlichen Kopf.

Neues Hobby: Gläser sammeln

Wer selber kochen und einfrieren will, hat eine riesige Auswahl an Produkten. Ich wollte unbedingt alles richtig machen. Eine Mutter aus meiner Babygruppe legte eine Excel-Tabelle über die Vor- und Nachteile verschiedener Brei- und Geschirrsorten an. Ich wählte die Telefonnummer meiner Oma. "Nimm doch Schraubgläser", sagte sie und erklärte mir, dass die im Gefrierfach nicht platzen, wenn ich ein paar Dinge beachte. Was soll ich sagen? Oma ist die beste! Das hat super funktioniert.

Ich sammelte alte Gläser und kaufte ein paar Neue mit Silikondeckel und los ging das Vorkochen. In meinem Gefrierschrank hatte ich einen Baukasten aus Gläsern mit Gemüse, Obst und Fleisch, aus denen ich Mahlzeiten zusammenstellte. Die Gläser verwende ich heute noch für Overnight-Porridge. Wichtig beim Einfrieren: Die Behälter nie ganz voll machen, vor allem bei flüssigen und halbflüssigen Lebensmitteln sollte zum Deckel oben ein wenig Platz bleiben. Ideal ist es, das Glas nur zu drei Vierteln zu befüllen, sonst platzt es, wenn sich die Flüssigkeit beim einfrieren ausdehnt.

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Praktisch, weil: Lassen sich super reinigen, halten dicht und eigenen sich auch für andere Dinge.

Nachhaltigkeitsfaktor: Sehr hoch.

Auf die Schale kommt es an

Bei der Suche nach dem richtigen Geschirr beschloss ich, mich nicht verrückt zu machen. Ehrlich gesagt: Ich habe einfach die Porzellanschüsseln genommen, die sowieso schon im Schrank standen. Später, als mein Sohn regelmäßig nach der Schale griff, wechselte ich auf bruchsicheres Geschirr. Das schont die Nerven.

Ich wollte etwas nachhaltiges und schadstofffreies und entschied mich für die Bambusschalen von Ekobo. Im Set gibt es Teller, Löffel und Becher. Dazu muss man wissen, dass Bambusgeschirr in der Regel auch aus Melamin besteht. Darum sollte man es auf keinen Fall in die Mikrowelle stellen und es bloß nicht mit Essen oder Flüssigkeiten befüllen, die wärmer als 70 Grad sind. Sonst können Schadstoffe austreten. Wir haben das Ekobo-Geschirr zur Geburt unseres Sohnes vor fünf Jahren geschenkt bekommen, nutzen es seither mehrmals die Woche und es hat noch keine Kratzer.

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Praktisch, weil: Bruchsicher, leicht und in verschiedenen Größen erhältlich.

Nachhaltigkeitsfaktor: Hoch.

Schutzkleidung nicht vergessen!

Auf das Füttern hat mich niemand vorbereitet. Es läuft nicht wie in der Fernsehwerbung, in der ein gut gelauntes Elternteil dem fröhlichen Kind einen Löffel voller Brei in den Mund schiebt, das Baby vergnügt gluckst und nicht kleckert. Spätestens, wenn der Nachwuchs bei der Nahrungsaufnahme mitmischen will, wird es zur Schlacht.

Mein Sohn hat alles ausprobiert: Was passiert, wenn man die Nudel mit den Fingern zerreibt, an die Wand oder auf den Boden wirft, in die Haare schmiert, in den Mund steckt und wieder ausspuckt? Kinder wollen alles untersuchen – auch dieses komische klebrige Nudeldings. Kleiner Tipp vorweg: Alte Klamotten anziehen und nassen Waschlappen bereit halten. Denn ob selbst gekocht oder gekauft, Möhrenbrei macht fiese Flecken.

Leider wurde das Ganzkörperlätzchen für Eltern noch nicht erfunden. Dafür aber fürs Kind, also fast, in Form von Ärmellätzchen. Oft haben die auch eine Auffangtasche, aus dem die Kids die fallen gelassenen Stückchen futtern können. Sobald die Kleinen lernen, das Essen mit dem Löffel zum Mund zu führen – das braucht Geduld, viele Wäscheladungen und Humor – wird die Sauerei weniger.

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Praktisch, weil: Wasserfest, waschbar, prima für unterwegs und laut Hersteller aus unbedenklichem schadstoffgeprüftem Material.

Nachhaltigkeitsfaktor: mittel bis hoch.

Das richtige Werkzeug

Es gibt Löffel, die die Temperatur anzeigen können, andere sind quietschbunt, biegsam oder haben einen extra langen Griff. Kurz: Es ist eine Wissenschaft für sich, wenn man sich denn darauf einlassen will. Ich habe diverse Löffel ausprobiert, einige aus Bambus, andere aus Melamin und das Non plus Ultra meiner Elterngruppe, den Flexy-Babylöffel von Dr. Böhm. Das BPA-freie Essgeschirr passt sich beim Schlucken an den Gaumen an und kann beim Füttern im Mund bleiben. Das Versprechen: es wird weniger gekleckert. Das stimmt tatsächlich. Mein Sohn fand übrigens alle Löffel prima, solange er selbst einen in der Hand halten durfte, während ich ihn mit einem anderen fütterte.

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Praktisch, weil: Bruchsicher, biegsam, weniger Kleckerei.

Nachhaltigkeitsfaktor: Mittel bis hoch.

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