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Familienleben Eltern sein, Liebespaar bleiben

Wenn Paare Eltern werden, dreht sich fast alles ums Kind. Der eigenen Beziehung bleibt nur wenig Raum. Wie die Liebe zwischen Wickeltisch und Haushaltsplan erhalten bleibt, erklärt Familientherapeutin Romy Winter.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Für viele Paare ist es der größte Wunsch: Ein Kind zu bekommen, vielleicht auch zwei oder noch mehr. Eltern sein, eine Familie sein.

Wenn es so weit ist, beschäftigen sie sich intensiv mit dem ersten Babyjahr, bauen ein Nest, kaufen Erziehungsratgeber. Leicht gerät dabei eines in den Hintergrund: die eigene Liebesbeziehung.

»All die Vorbereitungen sind natürlich super wichtig. Aber worauf Paare auch eingestellt sein dürfen, und das wird in den Geburtsvorbereitungskursen oder auch im Umfeld vielleicht gar nicht so sehr thematisiert, sind die Veränderungen, die die Partnerschaft betreffen«, sagt Paar- und Familientherapeutin Romy Winter im SPIEGEL-Podcast Smarter leben.

»Wenn aus zwei Menschen plötzlich drei werden, oder auch aus drei plötzlich vier oder fünf, dann verändert sich natürlich die gesamte Dynamik, die Interessen, der Fokus und auch das Zusammenspiel miteinander.«

Der Alltag mit Kindern kann zwar wahnsinnig erfüllend sein, aber bringt zusätzliche Anstrengungen mit sich, nicht nur in der Anfangszeit, sondern über mehrere Jahre. Immer wieder stehen Eltern vor neuen, oft unerwarteten Herausforderungen.

»Und dieses Stresslevel, diese Reizbarkeit, diese Überforderung, die legt sich natürlich auch auf die Partnerschaft, selbst wenn es gar nicht der Grund ist, wenn die Probleme selbst vielleicht gar nicht in der Partnerschaft liegen.«

Romy Winter, Therapeutin und Autorin von »Das Herz der Familie. Mehr Paar und nicht nur Eltern sein«

Romy Winter, Therapeutin und Autorin von »Das Herz der Familie. Mehr Paar und nicht nur Eltern sein«

Foto: Birgit Döring

Oft driften nach der Geburt von Kindern die Lebenswelten der Elternteile auch ein wenig auseinander. Gerade dann, wenn ein Elternteil zu Hause die Kinderbetreuung übernimmt und die andere Person arbeiten geht. Die Lebensmittelpunkte unterscheiden sich dann deutlich, und dadurch auch die Bedürfnisse. Dann passiert es schnell, dass sich beide Elternteile in dem, was sie leisten und was sie gerade brauchen, nicht gesehen fühlen. Und beiden fehlt die Zeit für vieles, was früher wichtig war – als Einzelperson, aber auch als Paar.

»Nicht nur Elternkompetenzen, sondern auch wirklich Elternpaar-Kompetenzen wollen entwickelt werden. Und eine dieser Kompetenzen ist definitiv, zu wissen, welche Bedürfnisse ich eigentlich habe. Und zu verstehen, wie diese Bedürfnisse auf Abwege geraten, wenn wir Eltern werden«, betont Winter.

Wie kann es also gelingen, Platz im Leben für die eigenen Kinder zu schaffen, sich aber auch als Liebespaar genug Raum zu geben? Wie verhindern Elternpaare, sich in gegenseitiger Dauerkritik zu verlieren? Und wie gelingt es, die Bedürfnisse aller Familienmitglieder im Blick zu behalten? Darüber spricht Romy Winter im SPIEGEL-Podcast Smarter leben.

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