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Freizeitgestaltung Ist es schlimm, wenn ich kein Hobby habe?

Die meisten Menschen in Deutschland sind abends online oder schauen TV. Dabei erhoffen sich viele mehr vom Feierabend. Wie wir herausfinden, was uns in der Freizeit erfüllt, erklärt Forscher Ulrich Reinhardt.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Als Kinder probieren wir noch ganz viel aus. Wir malen, tanzen, singen oder lernen ein Instrument, gehen zum Fußball, Karate oder in die Theater-AG. Manches davon lassen wir wieder, anderes üben wir jahrelang aus. Dann werden wir älter, irgendwann erwachsen, fangen an zu arbeiten, bekommen vielleicht auch Kinder und von den früher geliebten Freizeitbeschäftigungen ist nicht viel übrig. Auf einmal steht man da und fragt sich: Habe ich überhaupt noch ein Hobby? Und ist es ein Problem, wenn ich keins habe?

»Nein, also davon muss man sich freimachen. Du musst kein Hobby haben«, sagt Freizeit- und Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«. »Wenn es passiert, passiert es. Man sollte dafür offen sein. Man sollte auch seinem Interesse nachgehen. Es sind viele positive Sachen, die ein Hobby mit sich bringen kann.«

Es kann etwa unser Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken, wenn wir etwas gut können, weil wir es regelmäßig und langfristig tun. So bekommen wir oft auch Anerkennung. Das sollte aber keinesfalls unser Ziel sein, denn bei echten Hobbys gehe es vor allem um Muße.

Ulrich Reinhardt

Ulrich Reinhardt

Foto: M.Kuhn

»Mach das in deiner Freizeit oder mach das zu deinem Hobby, was dir Freude bereitet, was dir Spaß macht, wo du aktiv sein kannst«, betont Reinhardt. »Lass uns auch aufhören, Sachen zu bewerten. Wenn du als Hobby die Hochkultur hast, ist die nicht mehr wert, als wenn du als Hobby die Breitenkultur hast. Das ist völlig okay, es muss zu dir selbst passen.«

In Wirklichkeit haben auch nur die wenigsten von uns ein besonders ausgefallenes Freizeitverhalten. Stattdessen ähnelt sich der Alltag bei den meisten Menschen. Acht der zehn häufigsten Freizeitaktivitäten sind mediale Beschäftigungen, fast alle von uns sind abends online oder gucken TV. Das verdeutlichen aktuelle Befragungen.

»Wir arbeiten, kommen nach Hause, machen was mit der Familie, mit dem Partner, der Partnerin, finden uns dann 20:00 Uhr oder 20:30 Uhr passiv auf dem Sofa ein. Und dann wird die neue Serie gestreamt, dann wird durchs Fernsehprogramm gescrollt, dann wird ins Handy geguckt, dann sind wir eher passiv. Aktiv sind wir an sich eher am Wochenende. Das ist das Highlight der Woche.«

Wie finden wir also eine Freizeitaktivität, die uns erfüllt? Was macht ein Hobby überhaupt zu einem Hobby? Und wieso lohnt es sich, den eigenen Umgang mit der Freizeit im Laufe des Lebens immer wieder zu hinterfragen? Darüber spricht Ulrich Reinhardt im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.

Die aktuelle Folge hören Sie hier:

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