Rente mit 40 Mit weniger Geld zum glücklicheren Leben

Oliver Noelting verzichtet auf Shopping, lebt in einer kleinen Wohnung und legt den Großteil seines Gehalts an. Wie viel Freiheit schon tausend Euro Erspartes bringen, erklärt er im Podcast.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Noch neun Jahre im Job, dann will Oliver Noelting, 31, in Rente gehen - oder wie er es ausdrücken würde: finanziell unabhängig sein. Dabei hat er weder eine Riesensumme geerbt, noch verdient er als Softwareentwickler und Finanzblogger ein Topgehalt. Er lebt einfach als Frugalist. Seit sechseinhalb Jahren spart er den Großteil seines Einkommens, um es zu investieren.

Reichtum ist ihm nicht wichtig, Freiheit umso mehr. "Frugalisten schaffen es, mit relativ wenig Geld ein sehr glückliches und erfülltes Leben zu führen", erklärt Noelting im Podcast. Er will mehr vom Leben haben, als immer nur zu arbeiten, um möglichst viel konsumieren zu können.

Frugalist Oliver Noelting will mit 40 in Rente: "Der Plan kann eigentlich nicht scheitern"

Frugalist Oliver Noelting will mit 40 in Rente: "Der Plan kann eigentlich nicht scheitern"

Foto: Joana Schlutter/ FRUGALISTEN

Noeltings Plan? Mit 40 Jahren will er zwischen 300.000 und 400.000 Euro besitzen, angelegt in Wertpapieren. "Es gibt eine Faustformel in der Frugalisten-Community - das ist die Vier-Prozent-Regel. Die besagt: Wenn man das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben angespart hat, hat man ausgesorgt. Ich kann also jedes Jahr vier Prozent meines Vermögens ausgeben, ohne dass ich pleitegehe."

Bis dahin muss er natürlich auf einiges verzichten, aber nicht auf alles. Mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Baby lebt er in einer kleinen Großstadtwohnung, auf 46 Quadratmetern. Er geht nicht shoppen, und frische Erdbeeren sind für ihn ein Luxus - aber Urlaube sind schon mal drin.

Und er vermisst nichts: "Ich habe versucht, für mich eine Balance zu finden aus dem Sparen für später und dem Leben im Hier und Jetzt." Noelting mag den Gedanken, dass Genuss nur gleichzeitig mit Verzicht existieren kann, aber noch wichtiger: Für ihn bedeutet jeder gesparte Euro ein Stückchen mehr Freiheit. "Und die ersten Euros, die man spart, sind dabei sogar am wichtigsten."

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