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120 auf Autobahnen: Attacke auf einen deutschen Mythos
DPA

Autobahnen sind ein Paradies für Raser, auf vielen Strecken gelten keine Tempolimits. Sigmar Gabriel will damit Schluss machen - und stellt sich gegen den ADAC. Die Autofahrer-Lobby wähnt den SPD-Chef in der "automobilen Steinzeit". Experten aber geben dem Sozialdemokraten recht.

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tomtom69 08.05.2013, 18:51
230. So ein Stuß!

Die wenigen unbeschränkten Kilometer, die es noch gibt in Deutschland, wollen die Roten nun auch noch wegregulieren; noch mehr Schilder aufstellen, geht´s noch SPD??? Gehen sie nun bei den Grünen auf Stimmenfang, bei denen, die sie evtl. retten könnten! Merkel grinst sich eins!
Hey SPD, kauft euch Spaten und beerdigt diese Loser-Partei!

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spon-facebook-10000079063 08.05.2013, 18:51
231. Freie Fahrt für freie Bürger...

Es gibt nur zwei no-go's. Das deutsche Reinheitsgebot beim Bier und freie Fahrt auf der Autobahn. Daran zu rütteln, egal welcher Politiker aus egal welchen Lager kommt einem Harakiri gleich.

ZURECHT!

Da stellt sich einen dann doch schon die Frage: Will die SPD überhaupt gewinnen und mit Grün regieren? Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass die SPD darauf aus ist als "Juniorpartner" der CDU/CSU zu regieren. (Große Koalisation) - und darum versuchen sie sich in eine Position zu bringen, die auf der einen Seite zwar ein schwarz/gelb verhindert, aber ebenso ein rot/grün unmöglich macht.

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highwaypatrol0815 08.05.2013, 18:52
232. Die Maßnahme bringt 4% weniger Verkehrstote

Die Maßnahme bringt dann 4% weniger Verkehrstote, wenn alle Annahmen dieser Verkehrsexperten stimmen - macht also so 150 Menschenleben. Viel sinnvoller wäre es mit Maßnahmen um die Ecke zu kommen, bei denen die über 2000 Verkehrstoten auf Landstraßen reduziert werden. Da hat komischerweise keine eine Antwort parat - z.B. Tempo 80 auf Landstraßen. Ich fahre auf langen Strecken meist 140- 160, wie 98% der Verkehrsteilnehmer auch. So viele "Raser" überholen mich da nicht. Keine Ahnung welche Autobahn man fahren muss wo alle 200 fahren. Vor dem Hintergrund bezweifle ich auch die 4% weniger Verkehrstoten sehr.

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dhanz 08.05.2013, 18:52
233.

Zitat von zTyphoon
"Derzeit kann es vorkommen, dass auf einer zweispurigen Autobahn ein Autofahrer mit 120 km/h einen LKW überholt, der nur 80 km/h fährt - und von hinten rast ein Fahrzeug mit 180 km/h heran. "
Stimmt, das kann vorkommen.
Aber wo ist das Problem?
Der eine bremst etwas ab, der andere setzt den Überholvorgang fort und schert dann wieder auf die rechte Fahrbahn ein und dann kann der eine wieder beschleunigen.
Sollte unter zivilisierten Autofahrern möglich sein.
Da, wo es nicht möglich ist, hilft auch kein Tempolimit.

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heinzi99 08.05.2013, 18:52
234. Manchmal sollten auch riskante Dinge erlaubt sein!

Menschen setzen sich immer Gefahren aus. Sicher ist man nur im Bett zu Hause. Aber will man das? Muss es immer die Verbotskeule sein? Ja, ich weiss, was wieder kommt. Die Argumente werden dadurch nicht besser. Der Mensch will das Risikio, den Wettstreit, die Abgrenzung vom Nachbarn. So sind wir und so sollten wir auch sein.

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fknzl70 08.05.2013, 18:54
235. 130 bis 150 km/h einheitlich

..wäre richtig für alle Autobahnen; Einschränkungen sollte es nur bei wirklichen Gefahrenstellen geben. Dann sollten aber auch höchstens 90 bis 100 km/h erlaubt sein, die rechtzeitig angekündigt sind. Es wäre kein ständiger Wechsel der Höchstgeschwindigkeiten zu beachten, was der Aufmerksamkeit auf den Verkehr zugute kommt. Viel wichtiger wäre auch ein generelles Überholverbot für LKW bei zweispurigen AB.

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shechinah 08.05.2013, 18:55
236. Psychologie

Das ganze ist vor allem ein psychologisches Problem.
Die meisten Straßen - innerstädtisch, Landstraßen, Bundesstraßen und sogar große Teile der Autobahn - sind sowieso schon reguliert. Auf dem kläglichen Rest kann man auch nur ab und zu, und dann nicht lange viel schneller fahren. Das ganze wäre also absolut zu verschmerzen.
Es gibt als kein rationalen Grund keine Beschränkung zu beschließen. Einen unrationellen gibt es allerdings, die unkontrollierten Emotionen vieler Autofahrer. Vor allem die Typen (meistens schwarzer BMW oder silbernen Audi) die es im Geschäftsleben gewohnt sind "voran zu kommen" und "Hindernisse möglichst schnell aus dem Weg zu räumen, koste es was es wolle" können sich im Auto nicht von dieser Gewohnheit lösen. Am liebsten würden sie langsamere Autos einfach abdrängen, weil die ihnen ja "auf dem Weg zu ihrem Ziel" im Weg stehen. Das geht aber gotttseidank nicht. Der emotionale Konflikt zwischen wollen und nicht dürfen, erzeugt enormen Stress, was die Typen dann noch aggressiver macht. Lichthupe als Todesstrahl Ersatz, links blinken (die letzte Warnung), hupen als ultimative Belehrung, Auffahren (jetzt putz ich dich weg!) und natürlich rechts überholen als Selbstjustiz. Jede Wette, daß der größte Teil der Unfälle durch ihren Ursprung in Fahrern hat, welche die Kontrolle über ihre Emotionen verloren hat.

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macmeinung 08.05.2013, 18:56
237. Argumente eindeutig!

Früher hätte ich das nie gesagt, früher wollte ich immer so schnell die Mühle konnte, auch gerne über 200. Natürlich mach schnelles Fahren "mehr Spaß" als langsames, und "rasen" fängt für mich auch nicht bei 140, 160 oder 180 an (sofern die Verkehrsbedingungen schnelleres Fahren zulassen).

Heute sehe ich das aber alles anders und bei nüchterner Betrachtung liegen alle Argumente –ausnahmslos – auf der Seite des Tempolimits (auch wenn's keinen Spaß macht).

• natürlich ist das "langsame" Fahren sichererer und es wird zu weniger schweren Unfällen kommen. Vor allem für die potentiellen unverschuldeten Unfallopfer eine gute Nachricht.

• natürlich wird die Umwelt durch niedrigere Verbräuche geschont, besonders wenn die Autoindustrie weiter noch sparsamere Motoren entwickelt. (Das Argument durch sparsamere Motoren doch weiter schnell fahren zu können ist lächerlich, das müsste selbst der ADAC einsehen).

• niedrigere Verbräuche schonen auch den Geldbeutel (allerdings ist zu befürchten, dass der Staat die Mindereinnahmen dann durch andere Abgaben kompensieren muss).

• die Fahrzeiten verlängern sich nur unwesentlich, da schnelles Fahren mehr stresst, häufigere Pausen erfordert und man sicher schon die Erfahrung gemacht hat, dass während der Pause derselbe Tanklaster wieder an einem vorbeizuckelt, den man schon vor einer halben Stunde überholt hatte.

• natürlich werden Staus vermieden und das Durchschnittstempo aller Teilnehmer erhöht sich.

• natürlich spart man an aufwendiger Sicherheitstechnik an Auto und Straße, die nur durch die hohen Geschwindigkeiten benötigt würden.

• und, und und ...

Ich teile nicht alle Einschätzungen, z.B. diese, dass 65% der Autbahnen ohne Beschränkung zu befahren seinen. Da fehlen sicher noch 20 %, die permanent durch Baustellen verstopft sind und anderes ...

Aber nüchtern betrachtet, wäre ein Tempolimit richtig. (aber 140 täten es auch ;-))

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oannes 08.05.2013, 18:57
238. Oha,

da wird er wach, der deutsche Michel, wenn man ihm die Bewegungsfreiheit seines Blechs beschneiden will.
Staatlicher Griff in den Geldbeutel, Waffenlieferungen in politisch instabile Länder, Datenüberwachung, etc. - alles kein Problem! Aber das Auto....

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wi_hartmann@t-online.de 08.05.2013, 18:57
239. Raser

Audi, BMW, Daimler Benz, Porsche usw. müssen doch
irgendwie "platt" zu machen sein. Siehe frühere Top-
Marken bei unseren EU-Partnern.
Der Regulierungwahn der offensichtlich gelangweilten
Politiker kennt keine Grenzen.
In Kürze werden sicher auch Vorschriften erlassen, wann
und was ich zu essen habe, da nachweislich eine ungesunde
Ernährung zum frühen Tod führen kann. Bier, Wein, andere
Alkoholika und Tabak sind grundsätzlich zu verbieten, da
der unkontrollierte Genuß einen volkswirtschaftlichenden Schaden
verursacht der die Schäden durch Autobahnraser bei weitem im Schatten stellt.

Harry

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