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130 km/h auf Autobahnen: Tempolimit senkt Unfallzahlen drastisch
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Die Bundesregierung lehnt eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung ab - dabei zeigen Beispiele in Brandenburg und NRW: Mit Tempo 130 reduziert sich die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Toten erheblich.

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bumbum 29.01.2019, 07:13
20. Kein Tempolimit ist keine Option

Weniger Verkehrstote und verringerter Schadstoffausstoß. Machen wir es, jetzt. Alles andere ist unverantwortlich.

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Harald Schmitt 29.01.2019, 07:15
21. Was sollen diese aus dem zusammenhang gerissenen Vergleiche zeigen

Die Strassen wurden besser ausgebaut und die Sicherheitseinrichtungen wie Airbags, ABS, ESP und Seitenaufprallschutz wurden eingebaut.
Das liegt doch nicht alleine am Tempolimit! Die A24 ist auch eine stinklangweilige Autobahn, ich erinnere mich noch an die Erdstrahlentheorie wo es an einer bestimmten Stelle vermehrt Unfälle gab.
Soweit ich mich erinnere war die A24 auch nur 2 spurig, da muss man schon derbe in die Eisen, wenn mal wieder ein Elefantenrennen startet!
Die Bevölkerung wandert auch ab aus Brandenburg, vielleicht gibts einfach nur weniger Einwohner!

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Aleksandrs Krievs 29.01.2019, 07:15
22. Wiederholen der wackeligen Argumente

Niemand bezweifelt, dass es bei reduzierter Geschwindigkeit zu weniger Verkehrsunfällen kommt. Insofern bringt diese Studie keine neue Erkenntnis. Es bezweifelt auch niemand, dass es bei 100 km/h zu noch weniger Unfällen kommt und bei 50 km/h wahrscheinlich zu gar keinen mehr...

Trotzdem ist das Verhältnis von Verkehrstoten auf Autobahnen im Vergleich zu den sonstigen Verkehrstoten bescheiden gering ca. 10 %). Der Beitrag zur Verkehrssicherheit durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung also auf den Gesamtverkehr gesehen eher marginal (ca. 4 %). Daran ändert auch die x-te Wiederholung der Argumente in diesem Artikel nichts.

Was SPON hier auffällig versucht (ich kann die Anzahl der Artikel, die uns eine Geschwindigkeitsbegrenzung schmackhaft machen wollen gar nicht mehr zählen), ist die Rechtfertigung einer ideologisch begründeten (Klimaschutz - anderes Thema mit noch viel marginaleren Effekten) Geschwindigkeitsbegrenzung mit weniger Verkehrstoten. Ihre beiden Hauptargumente sind aber denkbar schwach.

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turingulm 29.01.2019, 07:16
23. Und wieder findet man Löcher in der Argumentation

Zitat "Das Ergebnis: Von deutschlandweit 185 Todesopfern bei Geschwindigkeitsunfällen kamen 122 Menschen (66 Prozent) in Abschnitten ohne Tempolimit ums Leben. 63 Unfallopfer (34 Prozent) starben in tempolimitierten Zonen."
Wie Sie selbst schreiben gibt es etwa dreimal so viele Abschnitt ohne Tempolimit. Die Zahlen wurden also nicht auf die ungleich großen Grundgesamtheiten heruntergerechnet. Tut man dies, sind die relativen Unfallzahlen sogar günstiger auf den unlimitierten Abschnitten.

Und eine Bitte habe ich noch: Unterscheiden Sie bitte "überhöhte Geschwindigkeit" und "über 130 fahren" das ist NICHT dasselbe. Ich kann auch bei Schnee mit 40 "überhöhte Geschwindigkeit" haben. Das trägt der nette Polizist dann nämlich in seinen Bericht ein wenn ich ohne offensichtlichen Grund in den Graben gefahren bin.

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AlekM 29.01.2019, 07:16
24. Kompromiss

Wie wäre es mit einem Kompromiss von zbsp min 160 kmh? 130 ist bei einer längeren Reise zu langsam. Da kommt einem jeder Kilometer ewig vor.

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imsal2 29.01.2019, 07:17
25. Falsch

Der Rückgang der Unfälle auf der nur vierspurigen A24 ging vor allem deshalb zurück, weil ein ganztägiges LKW Überholverbot verhangen wurde, zusammen mit dem Tempolimit von 130. Gegenbeispiel: Auf der A2 kurz vor Berlin wurde ausschließlich Richtung Berlin aufgrund von vielen Unfällen ein Limit von 120 km/h eingerichtet ohne LKW-Überholverbot. Dort kracht es wie eh und je. Das Tempolimit hat hier gar nichts gebracht, da die allermeisten Unfälle von LKWs, die bekanntlich selten 200 fahren, verursacht wurden und werden.

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kein-freund-von-despoten 29.01.2019, 07:17
26. Lieber SPON,

ich fürchte, das ist vergebene Mühe. Das Auto ist des Deutschen sein Götze: "Wir" opfern ihm unser Geld, unsere Freizeit, unsere Freunde, evtl. unser eigenes Leben und sogar unsere Kinder. Da hilft es nicht rational zu argumentieren. Leider.

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moabitmoe 29.01.2019, 07:17
27. Der Spiegel will mitregieren

Die Masse an Beiträgen, die bei Spiegel-Online ein Tempolimit herbeischreiben wollen, ist atemberaubend. Aus einem Nachrichtenmagazin wird mehr und mehr eine Meinungsmaschine. Diese Tendenz ist sehr bedauerlich und auch unprofessionell.

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viceman 29.01.2019, 07:17
28. das betreffende Teilstück in Brandenburg

ist, meiner erinnerung nach, zweispurig und durch stärken lkw verkehr gekennzeichnet. natürlich macht es gerade da einiges aus, wenn niemand mit 200+ von hinten mehr anrauscht...

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Over_the_Fence 29.01.2019, 07:18
29. Jede Reduzierung der Geschwindigkeit senkt die Anzahl der Toten

Natürlich senkt jedes verschärfte und kontrollierte Tempolimit die Anzahl der Toten und Verletzten.
Wenn man das Tempo auf Autobahnen auf 80 herabsetzt wird man - oh Wunder - feststellen, daß es noch weniger Tote und Verletzte gibt. Und ist nicht jedes gerettete Menschenleben jeder Anstrengung wert?

Wenn wir gar den Individualverkehr abschaffen, dann gibt es null Tote und Verletzte. Die Abschaffung des Individualverkehrs (für die anderen) scheint mir eh das Fernziel bestimmter politischer Kreise zu sein. Man benutzt hierzu präferiert das Mittel der Verteuerung des Automobilbesitzes, aber ist gibt ja noch andere Stellschrauben, um Autofahrer zu quälen. Das derzeit unschlagbare Hauptargument der Protagonisten: die Rettung des Weltklimas durch Deutschland.

Frankreich hat ein besseres Autobahnnetz mit deutlich weniger Baustellen, Tempolimit, weniger dichten Verkehr (weniger Einwohner in einem größeren Land). Trotzdem gibt es dort in etwa so viele Verkehrstote wie in Deutschland. Ich hätte gerne eine Erklärung hierzu.

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