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130 km/h auf Autobahnen: Tempolimit senkt Unfallzahlen drastisch
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Die Bundesregierung lehnt eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung ab - dabei zeigen Beispiele in Brandenburg und NRW: Mit Tempo 130 reduziert sich die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Toten erheblich.

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ich2010 29.01.2019, 09:36
360.

Zitat von ErsGuterJunge
Die Bundesregierung hat Tempolimits eine klare Absage erteilt. Punkt! Was soll jetzt hier jetzt die ständige, weitere Meinungsmache? Warum wird hier nicht stattdessen genauso penetrant und kritisch über Zigaretten- und Alkoholkonsum berichtet? Jedes Jahr sterben - allein in Deutschland - rund 110.000 Menschen an Zigarettenkonsum, 74.000 Menschen an Alkholkonum und 40.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Zur Verinnerlichung: Jedes Jahr! Wann kommen dazu endlich mal Artikel im Stundentakt, dass ein Zigaretten- oder Alkoholverbot eigentlich längst überfällig wäre? Allein wenn man bedenkt, dass es in Deutschland allein 1,3 Millionen(!) Alkoholabhänge Menschen gibt. Von Feinstaub durch Zigaretten, der deutlich(!) höher liegt als bei jedem Pkw, will ich gar nicht erst anfangen. Komisch, da hört und liest man NICHTS!
diese Verbotsmeierei ist sowas von typisch deutsch. Es bleibt doch jedem selber überlassen, wie er lebt. Nennt sich Eigenverantwortung. Ansonsten hätte ich gerne auch ein Verbot von Zucker, Weißmehl bzw. Weißmehlprodukten, fetthaltigen Produkten, Schokolade, Chips, Fertiggerichtetn und allem, was einen Transportweg von über 50 km hat.
So, zufrieden?

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pauli96 29.01.2019, 09:37
361. Der erste, der's begriffen hat

Zitat von Feuerlöscher
Die Debatte kommt zur Unzeit. In Zeiten von Trump, Brexit und Untergang der etablierten Parteien ist diese Diskussion ein Brandbeschleuniger. Nicht, weil sie sachlich falsch ist, sondern weil sie rein sachlich geführt wird. Der einfache Mann auf der Straße, der das nicht glauben möchte oder einfach keine Lust auf die nächste Dängelung hat, wird als Umweltsau, Raser und renitenter Gestriger dargestellt. Danei muss er doch nur auf die Gebildeten hören. Und glauben. Und vertrauen. Wie beim Feinstaub. Und der Dieseläffäre. Oder der Bankkrise. Die Gebildeten haben es immer für den einfachen Mann gerichtet und zum Guten gewendet... Man sollte aufpassen, dass man mit so einer Debatte nicht immense Kollateralschöden verursacht. Zumal die auslösende Stelle, der BUND, auch eher den Eindruck vermittelt, dies eher seine Macht als für seine Sache zu tun. Wer die einfachen Menschen vergisst, darf danach nicht über Aufstieg von Protestparteien lamentieren.
Seit geraumer Zeit wird den einfachen (wahlweise kleinen, armen, dummen, ostdeutschen, ländlichen usw.) Menschen erklärt, wie sie leben sollen, wen sie wählen sollen, was sie sagen oder nicht sagen sollen, wer gut ist, wer böse, wer unsere Freunde sind und wer unser Feind ist, usw. usw. SPON Redakteure kämpfen da mit an vorderster Front. Bevor hier die einschlägigen Foristen auf kreischen, ja, ein Tempolimit ist vernünftig und wird irgendwann kommen. Die Luftsauberkeit sollte ein Thema bleiben und muss auch gemessen werden. Wer den Hitlergruß zeigt, begeht eine Straftat und wird zur Verantwortung gezogen. Ja, Brexit ist Unsinn. Nein, Putin ist kein lupenreiner Demokrat. So. Trotzdem. Selbst in der DDR gabs Schulfernsehen nur im zweiten Programm und nicht mehr als 2 stunden am Vormittag. Bisschen weniger ist oft mehr!

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fjr 29.01.2019, 09:37
362.

Zitat von eurusiii
Und wenn man das Limit von 130 auf 70 reduzieren würde , würden noch weniger Verkehrstote in der Statistik auftauchen. Man kann sich vieles zurechtrechnen. Das ist einfach Fakt, geringeres Tempo weniger Tote. Auch wenn ich es persönlich genieße , wenn ich kurz nach Mitternacht losdüse, um in den Urlaub zu starten und die Autobahnen so gut wie leer sind. Da ist es sehr angenehm mit 180 bis 220kmh dem Urlaubsziel näherzukommen. Vll sollte man tageszeitanhängige Limite einführen.
Sie sollten sich mal überlegen, ob Sie charakterlich geeignet sind, ein Kraftfahrzeug zu führen.

Bei Tempo 130 haben Sie nämlich einen Anhalteweg von ca 120m. Bei Tempo 220 sollte der bei ca 340 m liegen. Sie können nachts mit Fahrlicht aber höchstens 120 bis 130 Meter überblicken, um, wie von der StVO gefordert, vor einem unbeleuchteten Hindernis anhalten zu können. Also sind die 130 nachts schon grenzwertig. Geschweige denn mehr.

Im übrigen: Verdammt viele Unfälle auf Autobahnen mit Toten und Verletzten sind Alleinunfälle in der Nacht. Das wird von den Studienautoren auch verschwiegen.

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rainer_daeschler 29.01.2019, 09:38
363. Tempolimit ist nicht gleich Tempolimit

Zitat von Ex-Mitarbeiter
Tatsächlich wird in Deutschland in Bereichen mit Tempolimit genauso viele gedrängelt wie in Bereichen wo es keine Begrenzung gibt.
Das hängt damit zusammen, dass durch Verkehrsschilder angekündigte Tempolimits für viele Verkehrsteilnehmer nur für Weicheier und Fahrschüler gelten. Ein generelles Tempolimit hätte eine andere Wirkung als ein partielles.

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ziehenimbein 29.01.2019, 09:38
364. Bei zwei Dritteln aller Unfälle mit Personenschaden

waren Männer die Hauptverursacher. Berücksichtigt man die dann deutlich niedrigere Verkehrsdichte dürften die Zahlen noch weiter runtergehen, wenn wir Männer gar nicht mehr fahren lassen. Vielleicht kommt ja noch das begleitete Fahren in Betracht, das müsste man prüfen!
Jeder Tote ist zuviel! Wäre es aber nicht besser, wenn man die Zahlen mit Einsicht herunter bekommt, statt mit Einschränkungen für alle? Ein Tempolimit auf der BAB hilft nicht gegen Landstraßenunfälle, die oft noch viel drastischer ablaufen. Oder aber man kommt mal von der 130 weg!? Die 130 ist für die Kleinlaster sicherlich angemessen, insbesondere die osteuropäischen Fahrzeuge, mit übermüdeten, teils alkoholisierten Fahrern.

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SuperWeidi 29.01.2019, 09:39
365. Unsinn

Wer 130 fahren möchte, der soll es machen. Deutschland ist Durchfahrland für ganz Europa mit der höchsten Verkehrsdichte und ca 210 Verkehrstoten PKW Fahrern. Macht doch Tempo 60 auf allen deutschen Bundesstraßen, das bringt wenigstens was.

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Sueme 29.01.2019, 09:40
366.

Zitat von pawel yong
Nein....wieso? ....70 % freie Strecke, 30 % limitiert. Punkt. Auf den freien Strecken sterben 66 von 100 Personen, auf den 30 % mit Tempolimit die restlichen 34 Personen. Wo ist der Widerspruch? Klären Sie mich bitte auf...
Eventuell darin das wenn unlimitierte Strecken so tödlich sind dort auch prozentual zum Streckenanteil mehr Menschen sterben müssten. Bei 70% Streckenanteil also mehr als 70 v. 100 Personen.
Sollten bei einem 70% Anteil aber weniger als 70 v. 100 Personen sterben, deutet das darauf hin das die Sterblichkeit dort prozentual geringer ist wie auf den restlichen 30%. Folglich ist unlimitiert weniger tödlich als limitiert, wenig logisch aber statisch scheinbar korrekt.

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Krachbumm-Ente 29.01.2019, 09:41
367. Medienkampagne?!

Eines vorweg: ich habe nichts gegen ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen, meist kann man ohnehin nicht schneller fahren.
Was mich viel mehr wundert, wie viel Aufmerksamkeit dieses Thema bekommt. Seit einer Woche kennt SPON gefühlt kein anderes Thema mehr. Das wirkt doch stark wie Meinungsmache. Gibt es aktuell keine dringenderen Themen? Ist das jetzt wirklich so wichtig, dass hier im Stundentakt Meldungen dazu kommen?
Und vor allem: wieder geht es um Verbote im weiteren Sinne. Ich habe das Gefühl, der Spiegel ist zum Kampfblatt der Grünen geworden. Immer geht es nur darum, den Bürger vor sich selbst zu schützen und ihn in seinen Möglichkeiten zu beschränken (von Freiheit will ich bei dem Thema nicht sprechen). Aber Hauptsache der Bürger hat die Möglichkeit von einem Vollzeitjob nicht leben zu können, die Möglichkeit sich beim Arzt hinter einem Privatversicherten anzustellen und die Möglichkeit zu schlechter Bildung und sich die Miete in Innenstädten nicht mehr leisten zu können. Ganz wichtig ist auch die Möglichkeit, sich von Geheimdiensten ohne Anlass ausspionieren zu lassen! Wie wäre es denn mal, wenn man sich um wirklich wichtige Themen kümmern würde und nicht solche Nebenkriegsschauplätze?! Wie wäre es mal damit, sich für mehr Rechte und Chancen der Bürger einzusetzen, statt ihn immer nur kastrieren zu wollen?
Das letzte Mal, dass sich der Spiegel darum gekümmert hat, dass der Bürger mehr Möglichkeiten im Leben hat, war die Ehe für alle. War auch wirklich ganz wichtig...

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exHotelmanager 29.01.2019, 09:41
368. Weitere Faktoren A24

Die Strecke gilt auch als Schwedenrennstrecke und wird entsprechend intensiv, weil lukrativ, überwacht. Zudem dürfte auch der Rückzug extremer Winterwetterlagen zum Rückgang der schweren Unfälle beigetragen haben.

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thenovice 29.01.2019, 09:42
369. Ein Blick in die Unfallstatistik hilft...

... um etwas mehr nüchterne Bilanz und weniger Emotionen in die Diskussion zu bringen. Laut DeStatis starben 2017 409 Menschen auf Autobahnen. Davon entfallen 101 verstorbene Menschen als Insassen von LKW aus der Geschwindigkeitsdiskussion. Bleiben 215 PKW-Insassen und 39 Krafträder. (der Rest entfällt, da Fußgänger und sonstige). Dann sind das ca. 8% der Verkehrstoten. Die Unfallstatistik weist unter Punkt 4.4. aus, dass 181 Verkehrstote auf nicht angepasste/überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist. Also 5,69%. Und das bei stetig steigender Zahl der gefahrenen Kilometer und Zahl der Fahrzeuge. Im übrigen sterben innerorts jedes Jahr 346 Fußgänger - also doppelt soviele wie auf der Autobahn - vielleicht sollten wir vor dem Tempolimit das "zu Fuß gehen" verbieten... wenn man schon dabei ist...

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