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130 km/h auf Autobahnen: Tempolimit senkt Unfallzahlen drastisch
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Die Bundesregierung lehnt eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung ab - dabei zeigen Beispiele in Brandenburg und NRW: Mit Tempo 130 reduziert sich die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Toten erheblich.

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fahrgast07 29.01.2019, 10:24
440. Wer in Physik aufgepasst hat...

Die Bewegungsenergie wächst im Quadrat drr Geschwindigkeit: Doppeltes Tempo, vierfacher Bremsweg, vierfacher Kramwumms. Und vierfacher Energieverbrauch. Die Zeitersparnis schrumpft aber nach 1/x-Funktion doppeltes Tempo, halbe Ersparnis. Von 130 nach 180 sind das gerade mal 7 Sekunden. In der Tempolimit-Debatte sieht man sofort, wer im Physikunterricht auf dem Klo war.

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compvideo 29.01.2019, 10:25
441. Dämliche Diskussion

wie wollen sie einen Süchtigen belehren ? Diese ganze dämliche Diskussion hatten wir schon beim Rauchverbot.
Nun, nachdem die Welt untergegangen ist, spricht keiner mehr davon ! Was wurden damals für Argumente gebracht ? Heute ist das nicht anders. Freiheitsberaubung !? Ich warte schon darauf, dass ich von einem Raser mit Lichthupe, der nicht so schnell an mir vorbeikam wie er wollte, wegen Freiheitsberaubung angezeigt werde !

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robana 29.01.2019, 10:26
442. Vorhersage ...

Jeder Tempolimitgegner wird ab dem Tag für max. 130 km/h auf deutschen Autobahnen sein, an dem jemandem aus seiner Familie durch einen Raser Schaden zugefügt wird.
Dann wird die ewige Frage in ihrem Kopf sein: Warum ist der so schnell gefahren?
Dennoch wünsche ich niemandem persönlich das solches passiert.

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puro 29.01.2019, 10:26
443. Pure Ideologie

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen hat im Vergleich zu dem Gesamtverkehrsaufkommen eine minimale Wirkung. Hier dreht es sich ausschließlich um pure grüne Ideologie. Ähnlich wie die Abschaffung der Kernkraft, die pure Symbolpolik war (grünes Gründungsthema) und die Verringerung der Klimagase vollkommen konterkariert !

Wer eine derartig situative und inkonsistente Politik betreibt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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heinrich-wilhelm 29.01.2019, 10:27
444. Bedauerlich

ist,dass unser Verkehrsminister mangels „ gesunden Menschenverstandes.“(Seine eigenen Worte) offensichtlich nicht in der Lage ist,aus derartigen Zahlen die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Fragt dich,wer steuert ihn und womit.

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Stresspille 29.01.2019, 10:28
445. Es würde mich mal interessieren

wie groß der Anteil derer ist, welche deutlich mehr als 140km/h fahren?

In der Regel fahren die meisten langsamer. Auch Pendler und berufsmäßige Vielfahrer bevorzugen in der Regel eine normale, entspannte, aber vor allem auch viel ökonomischere Reisegeschwindigkeit.

Große Firmen geben als Richtlinie für Dienstreisen ebenfalls 130km/h an. Wer da regelmäßig schneller fährt kommt schnell in den Ruf, generell unbeherrscht zu sein, unverantwortlich zu handeln oder seine Zeit nicht richtig planen zu können.

Lediglich ein kleiner Teil fährt durchweg schneller und ein noch kleinerer Teil fährt tatsächlich über die 200km/h. Besonders die schnelleren Fahrer provozieren nahezu permanent hochriskante Situationen, die nicht nur das Reisevergnügen der übrigen erheblich trübt, sondern schlicht akute Lebensgefahr bedeutet. Da helfen auch technische Spielereien nicht.

Schnellfahrer provozieren aber nicht nur Unfälle, sie stören auch den Verkehrsfluß. Auffahren und Bremsmanöver schaukeln sich auf vollen Autobahnen schnell zu Staus auf und führen schließlich zu der ultimativen Geschwindigkeitsbegrenzung - dem Stau.

Es ist erstaunlich, daß diese kleine Gruppe in unserem Land derart Gehör findet. Die CDU/CSU vermutet dort wohl die Gruppe der Wähler, denen sie sich eigentlich verpflichtet fühlen - die Wohlhabenden und Besserverdienenden.

Es ist auch erstaunlich, daß die Automobilindustrie glaubt, durch ein Tempolimit weniger Autos zu verkaufen. Werden doch die meisten deutschen Autos erfolgreich exportiert. Und in all diesen Exportländern gibt es ein Tempolimit.

Aber das sind vermutlich die Gleichen, die schon bei Einführung des Katalysators den Untergang der deutschen Autoindustrie prophezeiten.

Besonders enttäuscht bin ich aber vom ADAC. Warum interessiert sich ein Club, der doch alle seine Mitglieder vertreten sollte, nur für die Interessen einer relativ kleinen Gruppe von Rasern? Sollte er nicht auch die Interessen derer vertreten, für die das Auto kein Messinstrument für Testosteron, sondern ein Fortbewegungsmittel ist?

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descartes 29.01.2019, 10:28
446.

Zitat von kingofmars
Tempolimits gibt es in jedem anderen zivilisierten Land, und sie funktionieren. Weniger Tote, weniger Stau, weniger Stress. Jeder der schon mal in Frankreich auf der Autobahn fuhr, weiß wie entspannt und harmonisch es ist, wenn alle Teilnehmer mit der gleichen Geschwindigkeit fahren. Also aufhören zu diskutieren und einfach machen. Natürlich gibt es Leute die dagegen sind. Die gab es auch bei der Einführung der Gurtpflicht. Und wer behauptet, Tempolimits seien Quatsch, der behauptet auch Windräder produzierten mehr CO2 als Kohlekraft, AKWs seien sicher und sauber, das Wirtschaftswachstum könne immer weiter steigen und die Erde sei flach..
Ich bin regelmässig in F auf der Autobahn und ich wüsste nicht, was daran entspannt sein soll auf einer leeren Autobahn 130 fahren zu müssen, es ist eher einschläfernd. Im Übrigen kommt die "Nichtentspanntheit" weniger durch hohe Geschwindigkeit, sondern durch Spurwechsler ohne Blinker, Elefantenrennen und notorische mittlere Spurfahrer (auch in F).
Und auch in F (wie auch in A) ist die Anzahl Verkehrstoter/100.000 Einwohner/a höher als in D!

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slowboarder 29.01.2019, 10:28
447. Warum nutzen sie nicht die Freiheit, die sie haben und die ihen auch

Zitat von hrboedefeld
wenn Sie aufgrund der Strecke und Ihrer Planung keinen Unterschied zwischen Vollgas und 130 haben, sagt das über die Gesamtsituation garnichts aus. Ich wohne in Ulm, meine Firma ist in Münster. Ich fahre zumeist nachts und Vollgas. Das spart mir pro Strecke über zwei Stunden! Das sind im Jahr 50 Stunden! Da ist mir der Sprit herzlich egal, wenn ich über zwei Tage mehr bei meiner Familie bin, verglichen mit der Zeit, die ich bei einem generellen Tempolimit bräuchte
niemand nehmen will und suchen sich einen Arbeitsplatz in Ulm (ist ja wirtschaftlich gesehen sicherlich nicht schlechter als Münster) oder ziehen mit ihrer Familie nach Münster (dort sind die Wohnungen auch nicht teurer als in UIm)
wenn ihnen die Zeit mit ihrer Familie so wichtig ist, dann können sie durch diese Maßnahme sicherlich mehr als 2 Tage pro Jahr herausholen.

also nicht jammern, sondern handeln.

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Peer Pfeffer 29.01.2019, 10:28
448. Da bleibt den Rasern nur noch Trolltum

Noch mehr Fakten, die untermauern, dass es mit Tempolimit weniger Unfälle gibt. Mir tun die Raser echt leid. Da bleibt statt Argumenten nur noch Gezeter. Übrigens wäre ich für einen Kompromiss. Limit 160 oder meinetwegen 180 km/h. Das führt schon mal dazu, dass die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Spuren geringer ist, dadurch kommt es höchstwahrscheinlich auch schon zu weniger Unfällen.

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dontstop 29.01.2019, 10:28
449. Äpfel mit Birnen vergleichen

Liebes SPON-Team, wenn ihr euch schon zur Hetzjagd gegen Autofahrer aufmacht (siehe auch gestriger Artikel von Herrn Kuzmany; O-Ton: potentiell hat jeder hinterm Steuer ein Ego-Problem - vielleicht ein spezifisches Redakteuren-Issue?), dann tut es doch wenigstens inhaltlich korrekt und sachlich. Es wird zumindest im Beispiel A24 vollkommen unterschlagen, inwieweit die Erhöhung der aktiven und passiven Sicherheit durch technische Weiterentwicklungen an Fahrzeugen und auch den Autobahnen selbst (Beschilderung, Markierung usw.) für die Senkung der Unfalltoten und -verletzten mitverantwortlich ist. Die Unfallstatistik hat sich in den letzten Jahrzehnten allgemein konstant reduziert. Besonders stark hat sich die Zahl der Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr in den Nullerjahren vermindert, nämlich mehr als halbiert (Quelle: https://www.dvr.de/unfallstatistik/de/jahre). Natürlich gibt es Streckenabschnitte, die besonders gefährdet sind (z.B. der besagte A4-Abschnitt), niemand hat hier etwas gegen ein Tempolimit einzuwenden. Ob ein Tempolimit aber bundesweit für spürbare Effekte sorgt, kann Ihre Pseudostatistik nicht beantworten. Wie Sie selbst schreiben, es liegen wenig belastbare Daten hierzu vor. Also schlage ich vor, dass wir hierzulande erst einmal solche Analysen anstellen, bevor einer ganzen Nation die Leine angelegt wird, nur weil ein paar Journalisten und Umweltschützer ins Horn blasen.

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