Forum: Auto
50 Jahre Karmann Typ 34: Der verkannte Große

Der Karmann Ghia als elegante Ableitung des VW Käfers war der Gigolo unter den Wirtschaftswunderautos. Nach dem gleichen Rezept sollte der Karmann Typ 34 den VW 1500 flankieren. Doch der eigenwillige Zweitürer, der vor 50 Jahren debütierte, wird bis heute verkannt.

Seite 1 von 2
settembrini. 03.04.2011, 09:16
1. Meine erste Abreibung 1955

Zitat von sysop
Der Karmann Ghia als elegante Ableitung des VW Käfers war der Gigolo unter den Wirtschaftswunderautos. Nach dem gleichen Rezept sollte der Karmann Typ 34 den VW 1500 flankieren. Doch der eigenwillige Zweitürer, der vor 50 Jahren debütierte, wird bis heute verkannt.
In meiner Heimatstadt Köln schwärmten die älteren Schüler auf dem Schulhof (ich war Viertklässler), - vom neuen "Karmann Ghia".
In einem etwa eine Stunde Fußweg entfernten Stadtteil Kölns sollte auf dem Hof des größten VW-Händler der Stadt, das "Luxusauto" zu bestaunen sein.
Tatsächlich - da stand er, mit gewölbten Scheiben, ganz anders als Vaters "Brezelfenster-Käfer" und entsprechenden Scheibenwischern, die mehrgelenkig, die Wölbung beim Wischen, berücksichtigen konnten.
Das waren meine Ersten Eindrücke und natürlich der Geruch des nagelneuen- und nach Lack und Gummi duftenden Prachtautos.
Auch die anschließende Trachtprügel, weil heimlich direkt von der Schule und nicht rechtzeitig nachhause gekommen vom Vater empfangen, konnte mir nicht nehmen, einer der Ersten gewesen zu sein.
Alle Nachfolger dieses Modells blieben mit Abstand zurück und auch heute noch ging der Wagen mit etwas stämmiger wirkendem Fahrwerk, jedem Autonarren unter die Haut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ölprinz 03.04.2011, 10:44
2. Neuwagenpsychose?

Zitat von sysop
Dass man das riesig große, aber spindeldürre Lenkrad ohne Servounterstüzung kaum bewegen kann, auf den schmalen Landstraßen nur mit Mühe die Ideallinie trifft und beim Bremsen viel Gottvertrauen braucht, ist nicht weiter schlimm. Viel mehr als 80 Sachen mag man dem Oldtimer ohnehin nicht zumuten - obwohl der anfangs 1,5 Liter große und 45 PS starke, später auf 1,6 Liter und 54 PS aufgebohrte Boxermotor, in besseren Tagen auf Tempo 150 kam.
Lieber Herr Grünweg, bitte bleiben Sie bei Ihrer Kernkompetenz und schreiben nur noch über Neuwagen. Oder erklären Sie, warum ein Auto mit leichter Vorderachse (dank Heckmotor) und dünnen Reifen trotz eines riesigen Lenkrades (Hebelwirkung?) sich kaum lenken lassen soll? Und wieso man bei Geschwindigkeiten über 80 km/h dem Tod ins Auge blickt? Nein, früher war nicht alles besser und die Fahrzeugtechnik hat enorme Fortschritte gemacht. Dennoch suchen viele Menschen, denen der automobile Einheitsbrei des 21. Jahrhunderts zu langweilig ist, solche ECHTEN Fahrzeuge, die ohne elektronische Helferlein bewegt werden können - und durchaus engagierter als mit 80 km/h.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
A-Schindler 03.04.2011, 11:01
3. Schönes Auto

Leider Baut VW nur noch optischen Müll der nur zum schnellen Autowaschen taugt. Auch scheint der Innenraum besser zu sein vor allem "Übersichtlicher". Würde VW wieder solche Autos bauen würde ich mir vielleicht auch ein Deutsches Auto kaufen.
Die damalige Motorleistung reicht auch völlig, da mein jetziges Auto auch nur ein 660ccm³ Motor hat mit 68PS die mein kleinen Copen auf max 170km/h Beschleunigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Froh mit ALG Zwo 03.04.2011, 11:54
4. Auf Thema antworten

Zitat von Ölprinz
Lieber Herr Grünweg, bitte bleiben Sie bei Ihrer Kernkompetenz und schreiben nur noch über Neuwagen. Oder erklären Sie, warum ein Auto mit leichter Vorderachse (dank Heckmotor) und dünnen Reifen trotz eines riesigen Lenkrades (Hebelwirkung?) sich kaum lenken lassen soll?
Nun, das passiert bei servolenkungsgestählten Oberarmen schon mal. Und wenn der Autor dann noch sein Urlaubsgepäck dabei hatte ...

Btw, bei den innenliegenden Scheinwerfern unter den "Augenbrauen" handelt es sich nicht um Nebel- sondern um Fernscheinwerfer. Erstere hängen - zumindest bei dem hier gezeigten Coupé - unter der Stoßstange.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kapitaen1 03.04.2011, 12:29
5. Karman Ghia...

da kommt man wieder ins traeumen.
Ich hatte den Typ 34 als gebrauchten mit 54 PS. Es war herlich, das Auto. Leider gibt es so etwas schoenes nicht megr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fangio 03.04.2011, 12:50
6. Zu kantiges Design

Zitat von sysop
Obwohl mittlerweile nur noch selten angeboten, könne man ein Fahrzeug im Top-Zustand bereits für 15.000 Euro kaufen. "Dabei müsste dieses Auto doch viel teurer sein", sagt Ulrich (der für VW im unlängst von Karmann übernommenen Werk Osnabrück die Klassiker betreut) mit Blick auf die Preise des kleinen Bruders. Obwohl zehnmal so oft gebaut, seien ordentliche Modelle des Typs 14 kaum für weniger als 20.000 Euro zu bekommen.
Tja die Marktpreise sprechen eine eindeutige Sprache, als Indikator für die Wertschätzung. Mir hat die Form des Karmann Ghia Typ 14 auch besser gefallen, der hatte schon fast was italienisches, alfa-mässiges.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ex-Kölner 03.04.2011, 14:40
7. Über Geschmack läßt sich nicht streiten...

Zitat von Fangio
Mir hat die Form des auch besser gefallen, der hatte schon fast was italienisches, alfa-mässiges.
Sind Sie sicher? Den Typ 14 finde ich optisch ziemlich langweilig, vor allem in der überarbeiteten Version. Dann doch lieber Typ 34...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benerwin 03.04.2011, 16:06
8. :-)

Zitat von Ex-Kölner
Sind Sie sicher? Den Typ 14 finde ich optisch ziemlich langweilig, vor allem in der überarbeiteten Version. Dann doch lieber Typ 34...
Lustig.

Ich habe den "kleinen" eine gute Weile gefahren. Den "großen" fand ich damals scheußlich. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Das Design vom Typ 34 hat was. Aber mein "kleiner" war ein Cabrio ...

Den konnte man übrigens schon damals nicht allzu schnell fortbewegen. Außer in der Theorie. Nach einigen unangenehmen Erfahrungen mit Käfer-Motoren hatte ich mir ein Öl-Thermometer eingebaut und recht schnell herausbekommen, dass alles über 110 km/h nicht so gesund für das 50-PS-Maschinchen war.

Die Maschine vom Typ 34 war da ein bisschen solider. Und die flache Bauweise liess auch hinten Gepäck zu. Während ich mir bei meinem kleinen noch das Reserverad auf die Heckklappe schnallen musste, um wenigstens ein Minimum an Gepäck unterzubringen.

Das Gemaule über die Lenkung und die Bremsen ist schlicht generationsbedingt. Muss man nicht so eng sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
angela_merkel 03.04.2011, 17:43
9. 50 Jahre Karmann Typ 34: Der verkannte Große

Zitat von sysop
Der Karmann Ghia als elegante Ableitung des VW Käfers war der Gigolo unter den Wirtschaftswunderautos. Nach dem gleichen Rezept sollte der Karmann Typ 34 den VW 1500 flankieren. Doch der eigenwillige Zweitürer, der vor 50 Jahren debütierte, wird bis heute verkannt.

War halt so ein langweiliger Volkswagen. Quasi der Vorfahre von A8 und Phaeton.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2