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Abgasaffäre: Neue Manipulationsvorwürfe gegen Audi
Audi

In der Volkswagen-Affäre gibt es neue Vorwürfe gegen Audi: Auch beim aktuellen Modell des A3 soll das Abgassystem zugunsten guter Messergebnisse auf dem Prüfstand manipuliert worden sein.

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hansriedl 14.12.2016, 11:32
10.

Zitat von jjcamera
Das passiert, wenn Politiker Vorschriften zu Motortechnik und -management machen (von denen sie keine Ahnung haben, außer sie haben Motorenbau studiert), die die Industrie gar nicht einhalten kann, ohne unrentabel zu werden, beziehungsweise ohne zu betrügen. Dass Autobauer beim Verkauf ihrer Produkte auch noch draufzahlen oder Autos anbieten, die der Kunde gar nicht.....
Das passiert wenn die Politik wie auch die EU den Autoherstellern
alle Wünsche erfüllen. Das dabei die Umwelt verpestet wird scheint
keine Rolle zu Spielen. Klimaschutz ist nicht wichtig.
Luftverschmutzung beeinträchtigt die Gesundheit und die Umwelt.

Man macht halt öfter mal eine Klimakonferenz, und verspicht
sich zu bessern.

Für die hohen Strafen für die Autoindustrie sind auch diese Herrschaften verantwortlich, ebenso für das schlecht Image der Deutschen Autoindustrie.

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desertcruiser 14.12.2016, 11:34
11.

Die Politik soll endlich zugeben, dass der Diesel in Pkw's ein Irrweg war/ist, ausgelöst durch steuerpolitische Bevorzugung der heizölbasierten Kraftstoffe gegenüber dem Benzin und der CO2 Hype der EU.
Dabei ist schon seit Jahrzehnten bekannt, dass Dieselruss, ungefiltert oder beim üblichen Abbrennen der vollen Filter ausgestossen, kanzerogen, mutagen und allergen ist, abgesehen von den giftigen Stickoxyden. Hier hat die Politik aus kurzsichtiger Dummheit die Autoindustrie ins Messer laufen lassen.

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mac4me 14.12.2016, 11:43
12. Schlimm genug..

Aber wo bleibt der Aufschrei über die gestern von frontal 21 im ZDF aufgedeckten Manipulationen und rotzfrechen Vertuschungen hinsichtlich der 2 Milliarden Steuernachforderungen wegen des CO2-Wert-Betrugs durch bzw. an VW? In SPON habe ich nichts dazu gefunden, auch sonst ist das Echo praktisch nicht vorhanden.
Auch auf Football Leaks hin war das Echo ja sehr dünn.

Wo der Betrugsvorwurf nachträglich aus Konferenzprotokollen gestrichen wurde nach der Intervention von sechs (!) VW--Anwälten?

Wo sich die Zahl von einigen Dutzend (!) betroffenen Modellen der VW-Gruppe plötzlich auf nur noch neun reduzierte?

Und wo bei der zweiten erneuten Prüfung (die erste der Dekra hatte nicht die erhofften Reduzierungen erbracht) VW-Fahrer bei der Prüfung durchgesetzt wurden, die dann eigenartigerweise vor dem Einschalten der Zündung das Gaspedal durchtraten, Worauf dann auf wundersame Weise die CO2-Grenzwerte eingehalten wurden.

Vorher war festgelegt worden, dass eventuelle negative Ergebnisse nicht an das Kraftfahrzeugbundesamt weitergegeben werden durften.

Alles belegt mit Quellen, die Schriftstücke wurden im Fernsehen gezeigt und waren eindeutig in der Aussage. Einzelheiten kann man im Manuskript des Beitrags finden:

https://www.zdf.de/assets/manuskript-ueberhoehte-co2-werte-bei-vw-100~original?cb=1481711310572

Ergo: das Kraftfahrzeugbundesamt agiert nur noch im Dienste der Autoindustrie, q.e.d. Bananenrepublik Deutschland.

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FerrisBueller 14.12.2016, 11:54
13. Weiter so

Wenn ich sehe, wie gut amerikanische Kunden im Vergleich zu deutschen Kunden entschädigt werden, hält sich mein Mitleid mit dem VW-Konzern arg in Grenzen. Wenn man dort in Sachen Kundenzufriedenheit wieder bei Null anfangen will, sollen sie meinen Segen haben.

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rathat 14.12.2016, 11:54
14. @jjcamera hören Sie auf zu relativieren.

Wissen Sie, wie lange es Steuererleichterungen für Dieselkraftstoff gibt? Die Bundestagsabgeordneten, die das beschlossen haben, dürften heute allesamt tot sein - abgesehen davon, dass man als Abgeordneter für sein Abstimmungsverhalten nicht rechtlich belangt werden kann. Der Diesel ist recht günstig, weil (mittel-)große Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und Traktoren mit ihnen betrieben werden müssen, da es bei diesen Fahrzeugen nicht um Drehzahl, sondern Drehmoment geht. Natürlich wäre es sinnvoller Kraftstoffe einfach nach ihrem Energiegehalt zu besteuern, was einen höhere Besteuerung des Diesels zu Folge hätte. Andererseits wären aber die Folgen auf die Produktionswirtschaft nicht absehbar - weshalb sich kein Politiker dort herantraut. Der Diesel ist nie als Antrieb für den Personenindividualverkehr gedacht gewesen. Für viele Autohersteller, wie VW, ist er aber Mittel zu Zweck gewesen, die immer höheren CO2 Flottengrenzwerte einzuhalten. Man hätte auch einfach mehr Elektrofahrzeuge verkaufen können, indem man deren Preise durch höhere Preise von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren querfinanziert hätte. Dies hätte nicht nur geringere CO2 Belastungen, sondern auch geringere Stickoxidwerte zur Folge, weil man statt Diesel Benziner, und statt Benziner Elektrofahrzeuge (natürlich nicht zu 100%) verkauft hätte, welche jeweils deutlich weniger Stickoxide emittieren. Die Grenzwerte sind zudem nicht unrealistisch oder von den 'ach so inkompetenten' Politikern am Schreibtisch beschlossen worden, sondern Ergebnis eines demokratischen Prozessen, von dem Sie keinen blassen Schimmer zu haben scheinen, bei dem vor allem Lobbygruppen der Automobilkonzerne mit hohen Budgets und tollen Gefälligskeitsgutachten am Tisch sitzen - neben Umweltverbänden, welche sich hauptsächlich durch Spenden finanzieren. Das die EU funktioniert und eben nicht der korrupte Laden ist, als die sie immer dargestellt wird, sieht man daran, dass der Einfluss der Wirtschaft, obwohl für Lobbyarbeit im Brüssel sehr viel Geld ausgegeben wird, deutlich geringer ist, als in Deutschland. Wenn Brüssel nicht wäre, würde der Abgas-Skandal für VW in Europa folgenlos bleiben. Und wenn Sie von unrealistischen Grenzwerten schwadronieren, so ist dem hinzuzufügen, das ein Grenzwert ein gesellschaftlichen Konsens und eine Abwägung zwischen dem wirtschaftlichen Nutzen und den gesundheitlichen Interesse des Einzelnen darstellt. Gäbe es kein einziges Fahrzeug, was den Grenzwert einhält, so wäre er unrealistisch. Kann man nur mit dem Diesel den Grenzwert nicht einhalten, so darf man eben keine Diesel mehr bauen und verkaufen. Zudem berechtigt ein unrealistischer Grenzwert noch lange nicht dazu, eigenmächtig die Gesetze zu übertreten. Solch ein Verhalten ist strafbar und muss geahndet werden. Jede Einzelperson, welche sich eigenmächtig über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegsetzt bekommt schon bei relativen Überschreitungen von bis zu 66% (bei Tempo 30) den Führerschein entzogen. VW Fahrzeuge haben die Stickoxidwerte um bis zu 1900% überschritten - selbst neue Modelle haben noch durchschnittliche Überschreitungen um 200%.

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teilzeitmutti 14.12.2016, 12:49
15. Unfug

Zitat von Oberleerer
Stickoxide sind auch bei alten Benzin-Motoren ein Problem, speziell bei hoher Kompression. Die alten Grenzwerte hierzu findet mal bei der EU-Einstufung. Ja, hier hängen die Diesel 5 Jahre hinterher. Schon vor der Erfindung der Dieselmaschine wurde jahrzehntelang am Selbstzünder geforscht, eben weil man wußte, wie ineffizient Benzinmotoren sind.
Stickoxidemissionen waren beim Benziner nie wirklich ein Problem. Die ersten Grenzwerte wurden bei Euro 3 (erst seit 2001) verpflichtend. Schon damals durfte ein Benziner weniger als 1/3tel dessen an Stickoxiden ausstoßen was beim Diesel erlaubt war. Ein Problem gab und gibt es nur bei den Down-Sizing-Motoren.
Die von Ihnen genante Forschung hatte nicht speziell den Dieselmotor im Fokus sondern allgemein Hubkolbenmotoren.

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robinlott 14.12.2016, 13:02
16. es gibt keine Ruhe

Solange VW keine Verantwortung übernimmt, sondern weiter trixt und betrügt, wird der Konzern nicht zur Ruhe kommen.
Die sollen einfach nur die geforderten Grenzwerte einhalten und das unter allen Fahrbedingungen. Nicht mehr, nicht weniger.

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thortiii 14.12.2016, 13:05
17. Bleibt bei den Fakten!

Ich habe das Gefühl, dass (mal wieder) ein gewisser Automatismus bei einigen der "Vor-Schreiber" greift...man liest >VW>Audi>Abgas usw... und greift instinktiv zu der typischen (und teilweise völlig sinnfreien!) Hetze gegen den Konzern. Für mich sieht es (ich versuche mal die FAKTEN zu interpretieren) folgendermaßen aus:
Man nutzt, wie auch die Marken BMW, Mercedes, Opel/GM, Fiat/Chrysler, diverse Franzosen oder Koreaner, das von der Politik zugelassene Schlupfloch "Motorschutz". Darüber kann man jetzt denken was man will und durchaus kontrovers diskutieren, allerdings steht eines für mich fest: Das ist ein Thema für ALLE Hersteller, denn ALLE Hersteller nutzen es! Und das sollten langsam mal alle kapiert haben, oder?
Habt ihr die Diskussion um den Opel Zafira 1.6 CDTI eigentlich schon vergessen?! Oder das Thema mit dem Fiat 500, der nach etwas mehr als 20 MInuten die Reinigung abschaltet?! Wo waren eure schlauen Kommentare, als diese Themen aufkamen? Und wo waren eure Kommentare, als die Tests im realen Straßenbetrieb durch (in der "ams" veröffentlicht) z.B. das unabhängige Londoner Institut (sry, Name fällt mir gerade nicht ein) durchgeführt wurden? Das Ergebnis hat auch mich überrascht...;)
Das ganze Thema Abgas ist von der Politik, egal für welchen Hersteller, so gestaltet worden, dass man geradezu zum Ausreizen der Grauzonen genötigt wird! Und das hat JEDER gemacht! Punkt, Basta!

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Referendumm 14.12.2016, 13:35
18. Niedrigste Abgasgrenzwerte sind machbar, Herr Nachbar !

Wenn ich schon solchen Unsinn lesen muss á la: Dieselmotoren sind per se sauber, weil es ja auch Dieselloks im Bergbau gibt statt Benziner ... da weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll ob dieses großen Nonsens.

Jeder Verbrennungsmotor, egal ob mit Diesel, Benzin, Gas oder Pflanzenöl betrieben, hat seine speziellen, sehr schädlichen Abgase. Punkt. Die Verbrennung läuft nämlich niemals vollständig ab. Punkt.

Allerdings lässt sich ein Benzin- oder Gasmotor mittels eines modernen Dreiwegekatalysators zu über 98 % von den schädlichen Schadstoffen reinigen. Punkt. Beim Diesel- / Pflanzenölmotor ist es leider nicht ganz so einfach. Das liegt an seiner Technik und den stöchiometrischen Verhältnissen bei der Verbrennung.

Ein Dieselmotor benötigt heutzutage leider folgende Abgaskomponenten:
1.) Dieseloxidationskatalysator
2.) Partikelfilter
3.) SCR-System (zur Stickoxireduzierung)

abgesehen von weiteren Bauteilen wie eine Harnstoffmischdüse zur besseren Zerstäubung (besser noch Verdampfung) der Harnstofflösung (AdBlue) für den SCR-Katalysator; eventuell ein Sperr-Katalysator zur Blockung eines Ammoniaküberschusses, falls die Harnstofflösung nicht exakt zudosiert wird etc..

Nun kostet der Dieselmotor bei dessen Produktion per se schon sehr viel mehr als ein Ottomotor. Nun kommen noch die zig Abgaskomponenten hinzu, dann wird es extrem teuer und der Kunde ist nicht bereit dieses zu bezahlen.

Das ist schlichtes Allgemeinwissen innerhalb der Autobranche.

Der Dieselmotor als Massenantrieb hat eine bestimmte Historie. Hängt u.a. mit der Erfindung des TDI durch Elsbett und des späteren Aufkaufs dieser Erfindung durch NSU (später Audi) - speziell von Ferdinand Piech - zusammen.

2.) VW ist ein Staatskonzern. Die Familien Piech und Porsches kungelten schon immer mit den Machthabern in Berlin herum; seit Gründung von VW durch Adolf Hitler / Nazideutschland.

Bei VW sind die Gewerkschaften schon immer extrem stark (man erinnere sich nur an die Skandale rund um den obersten VW-Betriebsratchef Klaus Volkert und VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz - ja, der Erfinder des so "geliebten" Hartz IV). Die VW-Arbeitnehmer verdienen sehr viel mehr als in anderen Branchen und auch mehr als bei anderen Autobauern.

Ergo hat und hatte VW immer schon ein massives Kostenproblem. Ein Ausweichen auf andere (Billiglohn) Länder ist bei VW stets schwierig ob der starken Gewerkschaften.

Und jetzt sollte VW Dieselautos bauen mit verhältnismäßig teurer Abgastechnik (wobei wir dabei von Kosten in Höhe von etwa 200 bis 300 Euro / Fahrzeug reden und nicht über tausende Euros). Doch genau diese Kosten wollte sich VW einsparen und "erfand" die Betrugssoftware. Und das KBA als Bettvorleger der Automobilindustrie und vor allem als Bettvorleger eines Staatskonzerns drückte alle Augen zu.

Das sind so die Hintergründe.

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mac4me 14.12.2016, 13:40
19. Daß andere ebenfalls betrügen...

Zitat von thortiii
Ich habe das Gefühl, dass (mal wieder) ein gewisser Automatismus bei einigen der "Vor-Schreiber" greift...man liest >VW>Audi>Abgas usw... und greift instinktiv zu der typischen (und teilweise völlig sinnfreien!) Hetze gegen den Konzern. Für mich sieht es (ich versuche mal die FAKTEN zu interpretieren) folgendermaßen aus: Man nutzt, wie auch die Marken BMW, Mercedes......
...macht doch den Betrug nicht besser. Gerade von einem weltweit führenden Technologieland erwarte ich, dass in ihm solche Durchstechereien nicht begangen werden.

Leider sieht es in der Realität anders aus: die CO2-Überschreitung bei einem großen Teil der Flotte bei VW hätten eigentlich Steuernachzahlungen des VW-Konzerns in Höhe von 2 Miliarden € zur Folge gehabt. Das ist wiederum durch Mauschlei und Betrug zwischen dem Kraftfahrzeugbundesamt und dem VW-Konzern verhindert worden - durch nagträgliche Protokolländerung, Informationsweitergabeverbote und VW-Werksfahrer, die eigenartigerweise vor dem Starten des Motors das Gaspedal durchtreten sollten - wie ein Dokument belegt.

Es kann doch nicht im Interesse des deutschen Steuerzahlers sein, dass der VW-Konzern durch Manipulation der steuerrechtlich geltenden CO2-Werte hinterzogene Steuern in dieser Größenordnung, offiziell abgesegnet, umgeht, indem man die Sache wiederum mit Betrug vom Tisch bringt - siehe frontal 21 von gestern.

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