Forum: Auto
Abgasaffäre: Opel verzichtet auf umstrittene Werbeversprechen
DPA

Mit großen Worten hatte der Opel die Dieselvarianten des Modells Zafira beworben. Auf Druck von Umweltschützern und einem Gericht streicht der Autohersteller jetzt aber mehrere Aussagen über den Wagen.

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apfelmännchen 11.06.2016, 18:22
40.

Zitat von JeeperXK
Man sollte sich eventuell mal folgendes vor Augen halten: Der (angeblich) von der DUH getestete Diesel-Zafira erfüllt nur dann die Vorschriften, wenn er nicht schneller als 145 km/h (!) fährt und der Luftdruck ringsum die Grenze von 900 Millibar nicht überschreitet, also nur unterhalb von 1000 Metern Höhe. Anders gesagt: Wer auf der Autobahn den Bleifuß walten lässt oder über einen Alpenpass fährt, der pustet mit dem Zafira mehr Abgas als erlaubt in die Luft, weil die Reinigung sich dann ausschaltet. Nun weiß ich nicht, wo man innerhalb deutscher deutscher Städte und außerhalb deutscher Autobahnen 145 km/h fahren darf. Das heißt eigentlich nichts anderes, als dass der Diesel-Zafira im Europäischen Ausland, wo andere Tempolimits gelten, auch alle Grenzwerte einhält. Wenn es so einfach ist, warum braucht man im SPON-Forum jetzt noch Wochen, um die Sache zu verstehen? Zum Verständnis: Die DUH ist KEINE Behörde, sondern nichts anderes als ein Querulanten-Verein, der deutsche Gerichte belästigt, damit es Verfahren gibt, von denen die DUH wiederum munter profitiert. Immerhin mahnt die DUH in großem Umfang Autohändler kostenpflichtig ab, die sich in Verkaufsanzeigen nicht peinlichst an die Energiekennzeichnungsvorschriften halten. Und der Knüller: Um vehement gegen Dieselautos wie ein Hassprediger fortwährende Hetze zu verbreiten („Tausende von Diesel-Pkw verpesten die Luft mit Stickstoffdioxid"), führt DUH-Klassensprecher Resch das fiktive Beispiel einer sozial benachteiligten Familie mit einer Tochter namens Selina an (warum nicht gleich Käwin, Tschastin oder Schantall?), die an einer verkehrseichen Straße in Stuttgart wohne und dort fortwährend "tückisches Gift" einatmen müsse. Daran würden zudem "jährlich 10 400 vorzeitige Todesfälle allein in Deutschland" zu beklagen sein, zitiert Resch die Europäische Umweltagentur, die selbst wiederum KEINE Quelle für ihre Erkenntnisse nennt. Ganz ehrlich: Geht's noch unseriöser?
Der Opel Zafira ist bei jeder Fahrt außerhalb vom Rollenprüfstand durch extrem überhöhte NOx-Werte aufgefallen.

http://www.duh.de/uploads/media/Pruefprotokoll_NOx-Messung.pdf

Man redet jetzt schon von "Hasspredigern und Querulanten-Vereinen", wenn die Hersteller aufgefordert werden, die Schadstoffwerte mit denen sie ihre Diesel bewerben, auch in der Praxis einzuhalten.



Ganz ehrlich: Geht's noch unseriöser?

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apfelmännchen 11.06.2016, 18:31
41.

Zitat von Grübler
... wenn man Ihren Hybrid mal in der Rralität bewegt, hält er auch nicht mehr die Abgasnormen vom Prüfstand ein. Das ist ein ganz gewöhnlicher Benziner + Elektromotor und kein Antimaterieantrieb. In der Stadt sind die super. Auf der Autobahn verbrauchen die dann genausoviel, wie ein ganz normaler Benziner, dem man die Leistungsanfettung wegkalibriert hat. Und die guten NOx-Werte kommen nicht vom Hybrid, sondern davon, dass der Benziner mit Lamdaregelung fährt und daher fast gar kein NOx entsteht, der Diesel aber mit Luftüberschuss, was die NOx-Entstehung begünstigt. Stickstoff N, Sauerstoff O, Hitze und Chemie und so...
Warum sollte der Hybrid die Werte vom Prüfstand nicht auf der Straße einhalten? Mir sind - im Gegensatz zum Diesel - keine "Abschalteinrichtungen" bekannt.

Nochmal: NOx-Ausstoß Prius = 0,0058g/km.
Erlaubter Grenzwert für Benziner = 0,060g/km

Da ist reichtlich Luft...

Und: im Prius steckt auch kein "ganz gewöhnlicher Benziner" (vor allem kein Direkteinspritzer!), sondern ein Saug-Motor mit Atkinsonzyklus, der fast immer im Bestpunkt bewegt wird.

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Grübler 11.06.2016, 19:09
42. Hallo Apfelmännchen

niedrige NOx-Werte haben alle Benziner gemein. Dies liegt an der Lamdaregelung. Hierbei wird ein stöchiometrisches Verhältnis von Luft und Treibstoff eingeregelt. Dann kann kein NOx mehr entstehen, da kein Sauerstoff im Brennraum und Kat verbleibt, der mit Stickstoff reagieren könnte. NOx entsteht eigentlich nur noch beim Kaltstart. Beim Benzindirekteinspritzer kann, wenn Schichtladebetrieb gefahren wird auch NOx entstehen. Bei Direkteinspritzern mit Homogenbetrieb wiederum nicht.

Das mit dem Prüfstands- und Realitätsvergleich bezog sich auf den CO2-Ausstoß. Bei NOx wird sich da nix tun, wie bei allen Benzinern halt. Ich bin schon Hybride gefahren und auf der Autobahn schmilzt der Verbrauchsvorteil zu einem konventionellen Benziner auf null zusammen. Aber wie bereits gesagt, für die Stadt ist der super. Würde mir generell eine massentaugliche Mildhybridlösung für alle Benziner wünschen. Im Endeffekt kommt der ökologische Vorteil maßgeblich durch das Speichern der Bremsenergie. Einen großen schweren Akku braucht es daher gar nicht. Vielleicht lässt sich da ja mal was mit SuperCaps realisieren. Das würde mich überzeugen. Den Elektromotor dann direkt an die Kurbelwelle zwischen Verbrenner und Getriebe und schon müsste das ganze mit der bisher schon vorhandene Technik ohne viel Schnickschnack, Planetengetriebe usw. funktionieren. Das wäre dann auch deutlich kostengünstiger und auch ökologischer - da keine Akkus mehr notwendig wären.

Den Diesel sehe ich auch kritisch. Das liegt aber an dem grundsätzlichen Prinzip und betrifft somit alle Hersteller und nicht nur Opel. Er verursacht etwas weniger CO2 als ein Benziner, dafür aber deutlich mehr NOx und Ruß. Aber mal sehen, vielleicht tut sich da auch noch was.

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Grübler 11.06.2016, 19:14
43. Ach ja...

... der Atkinsonzyklus und somit ein Einfluss auf den Füllungsgrad im Expansionshub lässt sich durch eine variable Nockenwellenverstellung auch erreichen. Moderne Motoren besitzen diese inzwischen häufig.

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apfelmännchen 11.06.2016, 19:53
44.

Zitat von Grübler
niedrige NOx-Werte haben alle Benziner gemein. Dies liegt an der Lamdaregelung. Hierbei wird ein stöchiometrisches Verhältnis von Luft und Treibstoff eingeregelt. Dann kann kein NOx mehr entstehen, da kein Sauerstoff im Brennraum und Kat verbleibt, der mit Stickstoff reagieren könnte. NOx entsteht eigentlich nur noch beim Kaltstart. Beim Benzindirekteinspritzer kann, wenn Schichtladebetrieb gefahren wird auch NOx entstehen. Bei Direkteinspritzern mit Homogenbetrieb wiederum nicht. Das mit dem Prüfstands- und Realitätsvergleich bezog sich auf den CO2-Ausstoß. Bei NOx wird sich da nix tun, wie bei allen Benzinern halt. Ich bin schon Hybride gefahren und auf der Autobahn schmilzt der Verbrauchsvorteil zu einem konventionellen Benziner auf null zusammen. Aber wie bereits gesagt, für die Stadt ist der super. Würde mir generell eine massentaugliche Mildhybridlösung für alle Benziner wünschen. Im Endeffekt kommt der ökologische Vorteil maßgeblich durch das Speichern der Bremsenergie. Einen großen schweren Akku braucht es daher gar nicht. Vielleicht lässt sich da ja mal was mit SuperCaps realisieren. Das würde mich überzeugen. Den Elektromotor dann direkt an die Kurbelwelle zwischen Verbrenner und Getriebe und schon müsste das ganze mit der bisher schon vorhandene Technik ohne viel Schnickschnack, Planetengetriebe usw. funktionieren. Das wäre dann auch deutlich kostengünstiger und auch ökologischer - da keine Akkus mehr notwendig wären. Den Diesel sehe ich auch kritisch. Das liegt aber an dem grundsätzlichen Prinzip und betrifft somit alle Hersteller und nicht nur Opel. Er verursacht etwas weniger CO2 als ein Benziner, dafür aber deutlich mehr NOx und Ruß. Aber mal sehen, vielleicht tut sich da auch noch was.
Danke für die ausführliche Erklärung.

Ein paar Anmerkungen dazu: Die Toyota-Hybride arbeiten mit recht kleinen Hybridakkus (P3 = 1,3kWh, wovon nur die Hälfte genutzt wird "Ladefenster", Gewicht 39kg - die Mindestgröße wird durch die Strombelastbarkeit vorgegeben.

Sie sind LEISTUNGSVERZEIGTE Hybride, was den Vorteil hat, dass der ganze Schnickschnack wie Kupplung, Schalt- oder Automatikgetriebe entfallen kann. Das hat Kostenvorteile - und den Effekt, dass der Motor IMMER mit der Optimaldrehzahl, passend zur geforderten Leistung drehen kann. Damit wird erst der Einsatz einer Maschine mit Atkinson-Zyklus sinnvoll - einen Wirkungsgradvorteil haben diese Maschinen nur in einem kleinen Drehzahlbereich.

Den Vorteil dieser Hybride auf die Rekuperation zu reduzieren, ist nur die halbe Wahrheit - der Motor mit Atkinsonzyklus hat eine mechanische Verdichtung von 13:1 - (Wikungsgrad = 42%) auch auf der AB ist der Hybrid sparsamer als andere, vergleichbare Benziner.

In der Stadt ist der Vorsprung nur gravierender, da dort die Rekuperation mehr zur Geltung koomt.

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BenSei 12.06.2016, 00:54
45. und wieder rostig...

...da ist es wieder, das Bild vom gammeligen Opel Schriftzug. kann mich immer noch nicht dran erinnern, sowas bei VW hier gesehen zu haben. So kann m natürlich auch eine Wertung vornehmen. traurig.

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Jan P. 12.06.2016, 08:41
46. Full Speed...

Zitat von kojak2010
nur noch peinlich das ganze Thema um den Diesel... Wer täglich am Stück 300 KM fährt, sollte einen Diesel kaufen. nur schade das max. 2 Prozent der Zulassungen diesen Aspekt erfüllen. also dürfen wir uns nicht über sinnbefreiten Lärm, Gestank und lungengängen Feinststaub ärgern...
Ich hatte schon immer das Gefühl, dass Dieselfahrer weniger ans Sparen denken, als an ihr tolles Drehmoment!
Was hinten raus kam, betraf nur andere...

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7eggert 12.06.2016, 17:19
47.

Zitat von Grübler
Die Hersteller erfüllen in den Abgastests die Grenzwerte, sonst hätten sie auch keine Typzulassung erhalten. So einfach ist das.
Und der gedopete Spitzensportler lief als Erster über die Ziellinie, sonst hätte er keine Medallie bekommen. Trotzdem war die B-Probe positiv, die Voraussetzung insgesamt also nicht erfüllt, die Medallie gehört aberkannt.

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von_zittzewitz 12.06.2016, 20:25
48. Der arme Fahrer hinter mir-

der meine Opel-Diesel Abgase einatmen muss. Ich glaube ich führe die Abgase über einen Schlauch zurück ins Fahrzeug-Innere. (wirksame AGR) Schließlich bin ich ja auch der Verursacher...

Mal im Ernst es ging hier um mehrere Aussagen von Opel, wovon jetzt die Mehrzahl (4:2) nach dem Vergleich so belassen werden kann. Also hat hier wohl kaum der Dödel-Resch Verein gewonnen.

Gibts das nette Aufmacher Bild mit dem abgelösten Opel Schriftzug rein zufällig auch mit "Spiegel"- das könnte mein DesktopWallpaper werden.

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reflexxion 13.06.2016, 12:40
49. der sauberste Diesel ist einer der nur parkt

Wir haben in der Familie einen Corsa C CDTI 1,3l. Der bekam schon als er neu war die grüne Plakette, obwohl er keinen Rußfilter hat. Von den ersten Kilometern an rußte er stark, wenn er bei grüner Ampel wieder losfuhr. Mit 69PS ist das ja nun kein PS-Monster, aber sauber ist anders.

OK, schwarze Auspuffgase sind sicher kein Feinstaub - das ist eindeutig Grobstaub, aber warum reicht das dann für eine grüne Plakette? Und wer sagt mir denn, das zwischen dem starken Ruß im Abgas nicht auch unsichtbarer Feinstaub ist?

Und hört mit der Lobhudelei auf Toyota auf, die haben die meisten Rückrufaktionen weltweit. Gute Autos muss man nicht zurückrufen.

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