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Abgasaffäre: VW wirft seine Rückrufstrategie über den Haufen
REUTERS

Seit Wochen stockt die Rückrufaktion von VW im Zuge des Abgasskandals: Die Behörden befürchten unerwünschte Nebenwirkungen des Motor-Updates beim Passat. Um Zeit zu gewinnen, will der Hersteller jetzt andere Modelle vorziehen.

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leoneo 09.04.2016, 15:43
40. Mir egal.

Was hier VW veranstaltet, oder besser nicht veranstaltet, spottet jeglicher Beschreibung. Jetzt mögen VW noch viele die Treue schwören, aber auch das wird sich ändern, so wie das Ansehen des gesamten Konzerns.

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rathat 09.04.2016, 19:22
41. @marcaurel1957

Die grüne Plakette hat hauptsächlich mit dem Stickoxidausstoß zu tun! Mit was denn sonst? Es geht darum, Schadstoffe aus Großstädten fernzuhalten - was unter anderem darum nicht gelingt, weil Fahrzeuge, insbesondere von VW, mit illegalen Mitteln mehr davon emittieren, als sie bei der Zulassung vorgeben. Die Einführung der blauen Plakette wird an diesem Umstand nichts ändern, da mit dieser 'nur' noch Euro 6 Diesel zugelassen, die aber allesamt deutlich mehr als 80mg/km ausstoßen. Speziell sei hier der neue Passat erwähnt, der nicht unter 800mg/km NOx über die Straße fährt und nur noch von einem Fahrzeug französischer Herstellung übertroffen wird. Ein generelles Verbot von Verbrennungsmotoren, wie beispielsweise in London, wäre ein wirklich innovativer Ansatz gewesen, aber da werden die Lobbyisten der Automobilwirtschaft, allen voran von VW, wieder bessere Arbeit geleistet haben, als ihre Ingenieure.

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Stefan_G 09.04.2016, 20:11
42. zu #42

Zitat von rathat
Die grüne Plakette hat hauptsächlich mit dem Stickoxidausstoß zu tun! Mit was denn sonst? Es geht darum, Schadstoffe aus Großstädten fernzuhalten - was unter anderem darum nicht gelingt, weil Fahrzeuge, insbesondere von VW, mit illegalen Mitteln mehr davon emittieren, als sie bei der Zulassung vorgeben. Die Einführung der blauen Plakette wird an diesem Umstand nichts ändern, da mit dieser 'nur' noch Euro 6 Diesel zugelassen, die aber allesamt deutlich mehr als 80mg/km ausstoßen. Speziell sei hier der neue Passat erwähnt, der nicht unter 800mg/km NOx über die Straße fährt und nur noch von einem Fahrzeug französischer Herstellung übertroffen wird. Ein generelles Verbot von Verbrennungsmotoren, wie beispielsweise in London, wäre ein wirklich innovativer Ansatz gewesen, aber da werden die Lobbyisten der Automobilwirtschaft, allen voran von VW, wieder bessere Arbeit geleistet haben, als ihre Ingenieure.
Das ist der aktuelle Stand der Diskussion um die Umweltplakette. Tatsache ist aber, dass die Plaketten "rot, gelb, grün" ursprünglich als "Feinstaubplaketten" eingeführt wurden, was auch (noch) ihre Hauptbedeutung ist.
So ist es bis dato möglich, durch Nachrüstung mit einem Partikelfilter die Plakettenfarbe zu ändern. Was aber praktisch bedeutungslos wurde, da (bis auf wenige Ausnahmen) keine Nachrüstung auf "grün" möglich ist und gleichzeitig inzwischen überall "grün" gefordert ist.

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yc4 09.04.2016, 22:14
43. Es klingt schlicht, aber

aus Sch.. lassen sich nach wie vor keine Rosinen
backen.
Nicht nur die untauglichen Motoren, auch nahezu alles
andere versagt ständig.
Unsere ( freie ) Werkstatt darf sich seit einiger Zeit
ständig mit irgendwo gebrochenen Kabelbäumen an
verschiedenen Modellen herum plagen.
Ich glaube nicht an Besserung.
Einziges Interess ist das billige, schnelle zusammen-
stecken und verkaufen dieser eigentlich Restposten-
markt Ware!

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jasper366 09.04.2016, 22:47
44.

Zitat von rathat
Die grüne Plakette hat hauptsächlich mit dem Stickoxidausstoß zu tun! Mit was denn sonst?
Genau, und weil die hauptsächlich mit Stickoxid zu tun hat, heißt die Plakette deswegen 'Feinstaubplakette'. :-/

http://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge/feinstaub-plakette

http://www.dekra.de/feinstaub/

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rathat 10.04.2016, 23:45
45.

Wer übrigens immer noch der Meinung ist, es gäbe bei VW die 'bösen Manager' und die 'fleißigen Bandarbeiter', der sollte sich mal einen entsprechenden Artikel in der aktuellen ZEIT zu Gemüte führen, der sich mit der Verstrickung der IG Metall im Konzern und der Mitschuld am 'System VW', welches sich auf streng hierarchische Strukturen, aber nicht primär dem Management, sondern der Gewerkschaft gegenüber, stützt, befasst.

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mazzmazz 10.04.2016, 07:25
46. Viel Lärm um nichts....

Die Politik gibt Grenzwerte vor, die zuvor mit EU und Fahrzeugherstellern ausgehandelt worden sind.
Diese Grenzwerte sind technisch durchaus erreichbar, auch im realen Betrieb.
Sogar VW hatte mal Modelle im Programm, mit denen das möglich war. Z.B. die ersten "Blue Motion" Modelle von Golf und Passat.
Der Passat, Modell 2009, verfügte über 2 L Hubraum und 110 PS. 5-Gang-Schaltgetriebe, 195er (schmal) Leichtlaufreifen und eine Verkleidung des Unterbodens sowie eine leichte Tieferlegung der Karosserie. Mit diesem Auto konnte man zügig faren und real um die 5 L / 100 Km verbrauchen. Es wäre sicher auch mit Ad Blue auf Euro 6 zu bringen gewesen.
Nur wollte es niemand. Das Modell wurde nach 1 Jahr wieder eingestellt und durch den übeforderten 1,6 L mit 105 PS ersetzt, der real mehr Diesel verbrauchte.
Von 130 PS vor 15 Jahren wurde der Top-Diesel im Passat bis heute auf m.W. 200 PS aufeblasen. Wozu?
Das Problem hier sind nicht die bösen Autohersteller, sondern die Verbraucher, die immer mehr Spielzeug, Motorleistung und Größe wollen. Wenn der Familienvan einen 180 PS Diesel und eine Ausrüstung wie eine S-Klasse vor 10 Jahren haben muss, geht das eben nicht mit 1,2 Tonnen und 4 L / 100 Km. Und es geht auch nicht mit Technik, die im Familienbetrieb werkstattkostengünstig 180.000 Km durchhält.
Würde der Verbraucher einen soliden, relativ sparsamen und ausreichend kräftigen Familienvan mit sinnvoller Ausstattung fordern, wäre noch heute der erste Opel Zafira mit 1.8 L Saugbenziner und 125 PS, 7 Sitzen, einfacher Klimaanlage und mechanisch verstellbaren Stoffsitzen das Maß der Dinge. Dieses Auto lief bei uns 200.000 Km problemlos, brauchte 7-8 L Superbenzin, kostete ca. 300 Eur in der Inspektion und lief dann bei einem Freund nochmal 100.000 Km, bis dieser einen Unfall damit baute.
Da aber der Verbraucher heute für seine 15.000 Km p.a. einen hochaufwendigen Spardiesel fordert und 800 Eur pro Inspektion klaglos hinnimmt, bekommt er eben, was er verlangt.
Sie als Kunden müssen vernünftige Autos verlangen. Dann bekommen Sie diese auch. Die Hersteller können das. Auch VW. Man betrachte den Passat 2.0 Benzin aus 2000. 500.000 Km kein Problem. Bei 7-8 L / 100 Km.

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rathat 10.04.2016, 10:19
47. @mazzmazz

Sie verwechseln Schastoffausstoß, dh Feinstaub und NOx, mit dem CO2-Ausstoß. Damit ist Ihr Einwand rein sachlich falsch.

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blueshift774 10.04.2016, 13:20
48. Grundgesetzwidrige Handlungen der Politik...

Die Abgasproblematik bei VW ist weder ein Skandal noch eine Affäre. Es ist ein multi-milliardenschwerer Betrug, den Politik, staatliche Behörden in vorauseilendem Gehorsam, Autolobby und Autohersteller gemeinsam gegen die Kunden und Steuerzahler in Deutschland begangen haben! Und es betrifft alle Fahrzeuge in Deutschland, nicht nur VW. Denn Käufer wurden mit gezielt gefälschten Angaben zum Neuwagenkauf gesetzlich genötigt oder per Steuer abgezockt. Das ist dasselbe Vorgehen, wie bei der "Grünen Plakette" und der geplanten "Blauen Plakette", die Bürgern den (gleichwertigen) Zugang zu Städten (per Auto) einschränkt. Beide Modelle sind grundgesetzwidrig, weil sie die Rechte der Bürger unterschiedlich einschränken. Das ist vom Grundgesetz verboten. Wer wenig Budget hat und sich kein neues Auto nach Euro-6 Norm leisten kann, ist gezwungen, zusätzlich für den Transport in öffentliche Verkehrmittel zu zahlen und ggf. im Transport von Waren eingeschränkt. Wer mehr Geld hat, kann seine Stadt nutzen, wer wenig hat wird ausgeschlossen oder gezwungen, den öffentlichen Nahverkehr mitzubezahlen, obwohl er als Besitzer eines ggf. Euro-4 oder Euro-5 Fahrzeuges bereits Steuern für Transport bezahlt. Alle diese Modelle sind falsch. Das Versagen der staatlichen Behörden und des Verkehrsministeriums bei diesem Abgasbetrug hat gezeigt, dass wir ein anderes Modell benötigen: Wir benötigen in Deutschland eine ARB, wie das (Californian) Air Resource Board in den USA und ein Gesetz, nach dem jedes Jahr alle Fahrzeugserien der Hersteller nur eine Betriebserlaubnis erhalten, wenn sie die von der ARB vorgeschriebenen Normen erfüllen, d.h. alle technischen Innovationszyklen werden jährlich nach neusten Anforderungen neu lizensiert. Die Prüfungen werden von der ARB an Subcontractor vergeben. Bei Manipulation drohen hohe Strafen für den Hersteller über die sich diese "Behörde" finanzieren muss. Damit sind politische Klüngelei und Korruption ausgeschlossen, weil dieses Konstrukt eine Behörde gegen den Staat und die Autolobby installiert. Es muss in Deutschland endlich ein generelles Umdenken einsetzen. Fehlerhafte Verbrauchs- und Abgaswerte sind ein Designfehler des Herstellers. Der Kunde oder Endverbraucher darf dafür nicht finanziell zur Rechenschaft gezogen werden, weil es nicht in seiner Macht liegt, dies technisch zu ändern. Endbesteuerungsmodelle, die sich auf den Verbraucher beziehen, enden daher immer in einem diskriminierenden oder unübersichtlichen Gesetzesmodell. Erworbene Fahrzeuge können bis zur Verschrottung betrieben werden, die der Kunde entscheidet. Der Staat ist verantwortlich für die Erzwingung umweltfreundlicher technischer Innovation - nicht der Kunde oder Bürger! Die kommende "Blaue Plakette" ist daher wieder eine neue Form der Automobil-Neukaufnötigung durch den Staat - ein klarer Missbrauch!

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harleyfahn 11.04.2016, 09:59
49. Nein Nachbar ignoriert die

VW - Rückrufpost und fährt sein gut laufendes, sparsames Auto einfach weiter. Die einzig richtige Reaktion!

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