Forum: Auto
Abgasskandal: Einigung beim Diesel-Gipfel vertagt
DPA

Angesichts flächendeckend drohender Fahrverbote kamen in Berlin Regierung und Autokonzerne zusammen. Eine Einigung gab es nicht - aber interessante Einsichten.

Seite 7 von 15
apfelmännchen 24.09.2018, 08:58
60.

Zitat von ardbeg17
Wer behauptet, die Nachrüstung wäre problemlos für 2000 Euro zu machen, sollte in die Lage versetzt werden, dies zu beweisen. Allen voran twintec. Also bitte die entsprechenden Gesetzesgrundlagen für Prüfungen und Hochstufung derzsbgadnorm schaffen. Dann geben die Hersteller noch 1000 Euro dazu, den Rest teilen sich Staat und Besitzer (ähnlich wie bei der Filternachrüstung). Die Nachrüster kümmern sich um Einbau und Garantie. Jede Wette, dass twintec und Co schnell auffallen wird, dass es a) komplizierter und b) deutlich teurer als behauptet ist?
Hmm, wenn sie tatsächlich sicher sind, eine tatsächlich funktionierende Abgasreinigung sei für 2000 Euro nicht zu machen, woher kommt dann ihr Optimismus, das Diesel-Neuwagen mit einer funktionierenden Abgasreinigung überhaupt noch zu konkurrenzfähigen Preisen herstellbar sind? - Oder meinen sie etwa auch, der Diesel ist praktisch schon tot - weil er damit zu teuer wird?

Natürlich müssen die Hersteller für die Kosten für die von ihnen angerichteten Sauerei aufkommen - es wäre ein unglaublicher Vorgang, wenn die Steuerzahler und Betroffenen der Abgase an den vielbefahrenen Straßen, auch noch finanziell zur Behebung dieser Sauerei mit herangezogen würden.
Im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Auto-Herstellers könnte man evtl. die Mineralölsteuer für Dieselkraftstoff erhöhen.
Damit wäre der Diesel endgültig tot...

Beitrag melden
Normalbürger18 24.09.2018, 08:59
61. Der nächste Betrug

Verkehrsminister Scheuer und die Automobilhersteller wollten und wollen uns mit einer sogenannten "Umweltprämie" die sogenannte "Erneuerung der Flotte" schmackhaft machen. Aber nach Schätzung der Uni Duisburg-Essen weisen etwa 80 Prozent der neuen Euro-6-Diesel auf Deutschlands Straßen ebenfalls deutlich zu schlechte Stickoxidwerte auf. Sie lägen im normalen Fahrbetrieb zum Teil weit über den gesetzlichen Vorgaben von 80 Milligramm pro Kilometer. Das gelte aktuell für 3,7 Millionen zugelassene neuere Diesel-Pkw.

Beitrag melden
ardbeg17 24.09.2018, 09:00
62.

"(...)Tatsächlich kommt der Cruze in Deutschland allenfalls in homöopathischen Dosen vor - er ist also nicht das Problem der deutschen Innenstädte.(...)"
Liebe Autoren, dann belesen sie sich doch mal zu den Abgaswerten der ganzen Renault, Nissan, Fiat, Suzuki - alle über 1000 mg selbst bei Euro6. Hyundai kaum besser. Der hier ständig gebashte Cayenne liegt bei 180mg. Kann man bei der DUH nachfragen.
Wissen Sie das alles wirklich nicht?

Beitrag melden
alterknacker54 24.09.2018, 09:09
63. Tja, wo hängt er denn?

Zitat von flaps25
Die einzige Lösung ist: die Hersteller müssen verpflichtet werden zu 100% auf ihre Kosten Hardware-Nachrüstungen zu realisieren. Es stellt jedes Rechtsverständnis auf den Kopf, dass die Betrüger nicht für ihre Taten haften, sondern die Opfer (Autokäufer) oder der Steuerzahler den Schaden bezahlen sollen. Und je länger über solche sonnenklaren Sachverhalte diskutiert wird, umso schlechter... es wird Zeit, dass den Autokonzernen mal klar gesagt wird wo der Hammer hängt.
Eigentlich muss den Wählerinnen und Wählern langsam mal klar (gesagt) werden, wo der Hammer hängt:
Nicht bei den von ihnen gewählten Volksvertretern! Wir sind zwar eine sog. "repräsentative Demokratie", aber das ist schon seit Langem Schmierentheater und Augenwischerei in diesem Land.
Vielmehr hängt "der Hammer" bei den Versicherungen, Banken und Industriekonzernen, gerne auch bei den multinationalen Konzernen - überall eben - nur nicht bei den gewählten Volksvertretern! Diese sind schon lange Befehls- und Zahlungsempfänger der o.a. institutionen. Wer das immer noch nicht gemerkt hat, dem/der ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Beitrag melden
jupp78 24.09.2018, 09:45
64.

Zitat von apfelmännchen
Hmm, wenn sie tatsächlich sicher sind, eine tatsächlich funktionierende Abgasreinigung sei für 2000 Euro nicht zu machen, woher kommt dann ihr Optimismus, das Diesel-Neuwagen mit einer funktionierenden Abgasreinigung überhaupt noch zu konkurrenzfähigen Preisen herstellbar sind? - Oder meinen sie etwa auch, der Diesel ist praktisch schon tot - weil er damit zu teuer wird?
Naja, Nachrüsten ist immer um ein Vielfaches teurer als direkt ab Werk so etwas einzubauen. Und dazu ist Nachrüsten meist auch noch ineffizienter.
Von daher ist durchaus davon auszugehen, dass das was ab Werk ein paar hundert Euro kostet, nachgerüstet ein paar tausend Euro kostet. Und ein paar hundert Euro sind bei einem Neuwagen sicher kein Genickbruch, ein paar tausend Euro bei einem Fahrzeug, welches vielleicht schon 3/4 seiner Lebensdauer hinter sich hat hingegen schon.

Beitrag melden
kraus_adam 24.09.2018, 09:57
65.

Wie macht das Ausland das denn eigentlich?
Wird in den Ländern die ebenso von der EU verklagt werden wegen Schadstoffen denn auch auf den Titelseiten aller Nachrichtenportale, anstatt über wirkliche Probleme, über "Diesel-Nachrüstungen" diskutiert?
Oder ist das mal wieder ein typisch deutsches "Spezialproblem"?

Beitrag melden
shardan 24.09.2018, 10:23
66. Vertagt...

Einigung vertagt. Bedeutet im Klartext: Es hat sich kein Weg gefunden, wie man die Konzerne ungeschoren lassen und die ganze Misere dem Steuerzahler und dem Autofahrer auf's Auge drücken kann. Genau darum geht es Scheuer und Merkel.

Beitrag melden
mborevi 24.09.2018, 10:35
67. Ich verstehe nicht, wieso ...

... man sich bei einem Gespräch zwischen Kanzleramt und Autofirmen "einigen" muss. Schließlich ist die Politik gewählt und arbeitet im Auftrag des Volkes. Hat sie auch nur ein Bisschen Rückgrat, dann verordnet sie. Besonders gegenüber Personen mit so viel krimineller Energie wie den Autobossen. Oder werden wir in Zukunft mit Räubern und Dieben über die Rückgabe des Diebesgutes eine Einigung zu erzielen versuchen? Wo sind wir inzwischen hingekommen!

Beitrag melden
guema 24.09.2018, 10:55
68. An Jupp...

Der durchschnittliche Euro 5 Diesel ist heute schon 7-8 Jahre alt und hat 150.000km auf der Uhr. Da will nur noch der viel Geld rein stecken, dessen Geld es nicht ist.

Ich weiß nicht, warum Sie das so sehen. Mein EURO 5 Auto hat 2013 60.000 EUR gekostet und wird nun gebasht. Er hat, weil Vielfahrer mit Transportaufgaben (Anhänger bis 3,5t), knapp 100.000 km drauf und wird locker 300.000 km laufen. Warum soll ich den nicht für 2.500 EUR „heilen“ dürfen? Evtl. mit staatlicher Unterstützung? Alles andere wäre ökonomischer und ökologischer Unsinn.

Beitrag melden
jupp78 24.09.2018, 11:05
69.

Zitat von shardan
Einigung vertagt. Bedeutet im Klartext: Es hat sich kein Weg gefunden, wie man die Konzerne ungeschoren lassen und die ganze Misere dem Steuerzahler und dem Autofahrer auf's Auge drücken kann. Genau darum geht es Scheuer und Merkel.
Nein, Einigung vertagt bedeutet, dass die Regierung darum gewinselt hat, dass die Autokonzerne was zahlen und diese haben denen den Stinkefinger gezeigt.
Denn auch wenn manch einer hier der Meinung ist, dass unsere Regierung einfach anordnen kann wie in einer Diktatur ... nein, da liegen diejenigen einfach mal daneben. Ohne massive Grundgesetzänderungen würden solche Anordnungen von Gerichten sofort gekippt werden.

Beitrag melden
Seite 7 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!