Forum: Auto
Abgasskandal: Hersteller sollen Diesel-Nachrüstungen anbieten müssen
DPA

Jetzt also doch: Dieselautos sollen nicht nur ein Software-Update erhalten, sondern nach SPIEGEL-Informationen gegebenenfalls sogar nachgerüstet werden. Dabei könnten auch die Kunden zur Kasse gebeten werden.

Seite 8 von 13
whocaresbutyou 07.10.2017, 19:25
70. Emulatoren

Zitat von Grummelchen321
Dann müssten die sogenannten AdBlue Emulatoren gleichzeitig als illegal gelten. Alle Ost LKW sind damit ausgerüstet und begehen damit Maut und Steuerbetrug.
AdBlue-Emulatoren SIND illegal und wenn sie bei Kontrollen mit einem derartigen Ding erwischt werden, bewegen sie ein Fahrzeug ohne Betriebserlaubnis, da diese an den einwandfreien baulichen Zustand selbigens geknüpft ist.

Beitrag melden
whocaresbutyou 07.10.2017, 19:40
71. des Deutschen Glaube an das eigene Genie...

Zitat von techass
... Sollte es zu einer Lösung kommen, die mich als Betrogenen mehr in Regress nimmt, als den Autobauer oder die Aufsichtsbehörden muss man dazu übergehen Einzelanzeigen der betroffenen Personen (KBA-Chef, Verkehrsminister und die Vorstände von VW, Audi, Skoda, Seat) wegen Betruges, Erpressung und Bandenbildung zu platzieren. Mal sehen, wie häufig man dann die Staatsanwälte wegen Untätigkeit im Amt vor den Kadi zitieren muss. Das wird ein Spass!
wenn sie wüssten, wie viele derartige Anzeigen bereits jetzt täglich wegen völlig blödsinniger Begründungen und Vorwürfe in die Tonne wandern, würden sie vermutlich peinlich berührt ihre Spucke sparen...

Die entsprechenden Konzerne sind längst Gegenstand von Ermittlungen und die ermittelnden Behörden stehen von allen Seiten unter Beobachtung und Kritik. Aber die Bezeichnung "Gericht" kommt nun mal von "richten", nicht von "gerecht".

Das einzige, was sie mit derart hirnrissigen "Spaß"-Aktionen erreichen, ist ein Rauswurf aus ihrer Rechtschutzversicherung und ein Haufen Kosten in der Justiz.

Und raten sie mal wer die letzten Endes wieder zahlt...

Beitrag melden
Oberleerer 07.10.2017, 19:53
72.

Zitat von mhwse
die Innenstadt blockieren will, braucht also entweder Elektro-Antrieb, oder löhnt ordentlich für den Benzinverbrenner.. Das ist doch schön. (OK man kann die genetisch beim Übergang zum Landlebewesen erworbenen Fortbewegungsorgane verwenden.
Da haben Sie die ganze Zeit gewartet, nur im richtigen Moment diese Polemik im ersten Beitrag abzusondern ?


Die Autofahrer fahren nicht aus Spaß zur Rushhour in die Ballungszentren. Das NOx-Problem ist das Ergebnis organisierter Kriminalität in Wirtschaft, Politik und im Amt. Ein Skandal, daß nun erst zögerlich die Hersteller belangt werden.

Es ist bekannt, wie viele Fahrzeuge über 10 Jahre die Euro-Norm nicht eingehalten haben. Es ist neben Betrug auch Steuerhinterziehung. Aber Schäuble interessiert das offenbar auch nicht.

10 Jahre ist man mit modernen Antrieben in Rückstand geraten.Die Verantwortlichen werden nur zögerlich verfolgt und nur dann eingelocht, wenn keine verwandschaftliche Beziehung zu den Eigentümern besteht. Als Aktionär sollte man den Vernichtern von Anlagevermögen den Prozeß machen.

Wenn es nicht derartige Hürden für eine Betriebserlaubnis gäbe, wäre es sicher auch kein Problem Motoren gegen moderne Versionen zu tauschen oder Hybrid-Antriebe nachzurüsten. Der Kunde darf nur dann beteiligt werden, wenn sich ein Mehrwert einstellt, wie z.B. eine verlängerte Betriebszeit oder geringerer Verbrauch. Auch eine Verbesserung der Abgaswerte macht der Kunde gerne mit, ich habe damals z.B. einen DPF nachgerüstet.

Beitrag melden
whocaresbutyou 07.10.2017, 20:03
73. Polemik statt Fakten

Zitat von gantenbein3
Die Betrüger nebst ihren Komplizen (Dobrindt, Merkel, Wissmann) bestimmen Art und Umfang des Schadensersatzes - das gab's noch nie!
Egal wie man diese Aussage auch dreht, sie enthält immer mindestens zwei Fehler...

Die Konzerne bestimmen gar nichts, sie verweigern sich lediglich einer außergerichtlichen Einigung, die sie für unvorteilhaft halten.
Das ist ihr Recht und völlig normal, für die Geschädigten aber in keinster Weise anspruchsmindernd.

Fakt ist: Wenn sie einen Gegenstand kaufen, der zum Zeitpunkt des Kaufs zugesicherte Eigenschaften nicht aufweist, ist das ein Mangel, zu dessen Behebung der Hersteller gesetzlich verpflichtet ist.
Diese Nachbesserung können sie als Geschädigter einklagen.
Ist eine Nachbesserung nicht möglich, können sie auch eine dadurch eventuell entstehende Wertminderung einklagen.

Eine Eigenschaft, die sie zum Zeitpunkt des Kaufs nicht erwarten konnten, können sie dagegen niemals nachträglich einfordern.

Und daran kann auch kein Politiker oder sonstiger "Komplize" irgend etwas ändern.

Beitrag melden
lothar.thuermer 07.10.2017, 20:26
74. Katze aus dem Sack!

Jetzt, nach der Wahl, kommt die Stunde der Wahrheit: Sollen Dieselfahrer für eine Hardware-Nachrüstung zahlen, um drohenden Fahrverboten zu entgehen? Das wäre ein rabenschwarzer Start für die nächste Bundesregierung. Mit Langzeitwirkung. Denn Dieselfahrer haben ein Elefantengedächtnis.

Beitrag melden
Zündkerze 07.10.2017, 20:28
75. jeder/e Diesel Besitzer ist gut beraten

wenn nicht schon geschehen, dann jetzt eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Sollte das wirklich so kommen, dann müsste §437 BGB in diesem Fall ohne Zweifel eingeklagt werden können. Das wäre schon ein starkes Stück, so Dreist das es ich mir nicht vorstellen kann.

Beitrag melden
g-tech 07.10.2017, 20:59
76. Warum eigentlich nur Deutschland?

Was ich mich frage: haben denn alle anderen Länder in Europa nicht ähnliche Probleme? Gibt es denn dort keine großen Städte mit erhöhten Stickoxidwerten?
Irgendwie scheint diese Diskussion nur in Deutschland statt zu finden. Oder sind die anderen vielleicht einfach nur still bei der Sache? Oder sind nur wir Deutschen so doof und stellen unsere eigene Kernindustrie öffentlich an den Pranger?

Beitrag melden
g-tech 07.10.2017, 21:12
77. Betrogen hat nur VW

Alle anderen sind zwar abgastechnisch nicht besser, jedoch entsprechen deren Abschaltvorrichtungen den gesetzlichen Vorgaben und sind demnach legal. Davon hat die Umwelt natürlich nichts, aber für die Justiz ist es ein wesentlicher Punkt, denn man kann dagegen schlicht und einfach nichts machen. Ich gebe jenseits von VW sämtlichen Klageversuchen wenig Chancen.
Und Fahrverbote für Fahrzeuge, die noch bis September 2019 legal als Neuwagen zugelassen werden können – erst dann wird Euro 6d-TEMP verpflichtend, widersprechen dem Bestandsschutz.
Eine ziemlich hakelige Lage, die jetzt wohl viel Einfallsreichtum verlangt. Juristisch ist es womöglich am einfachsten, die Grenzwerte in den Städten einfach hoch zu setzen.

Beitrag melden
lab61 07.10.2017, 21:27
78.

Zitat von burlei
Der Autokäufer hat es in der Hand. VW hat betrogen. Das war schon Anfang 2016 bekannt. Und? Hat es jemanden interessiert? Natürlich nicht. Der Deutsche VW-Fahrer kauft auch weiterhin VW.
Was sollen die VW-Käufer den sonst kaufen?
Einen Opel, der auch manipuliert ist?
Es haben doch quasi alle mehr oder weniger betrogen. Auch französische Hersteller z.B.
Glauben Sie wirklich, dass BOSCH seine Betrugssoftware nur an VW verkauft hat?

Beitrag melden
lab61 07.10.2017, 21:31
79.

Zitat von whocaresbutyou
Um Anspruch auf Entschädigung zu haben, müssen sie erst mal einen Schaden vorweisen können. Bisher haben sie keinerlei bezifferbare Nachteile erlitten.
Aber da das Fahrzeug nicht die im Prospekt und vom Verkäufer versicherten technischen Eigenschaften aufweist, kann der Kunde Nachbesserung, Wandlung oder Rückabwicklung verlangen.

Wenn ich ein Auto kaufe, das vom Verkäufer zugeischert bestimmte Abgaswerte einhält, ebenso wie bestimmte Verbrauchswerte, und diese dann nicht eingehalten werden, entspricht der Verkaufsgegenstand nicht der Produktbeschreibung des Verkäufers und des Herstellers.

Dann habe ich bei allen anderen Produkten die von mir o.g. Rechte.
Nachbesserung, Wandlung, Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Und auch im sog. Dieselskandal schwenken deutsche Gerichte mehr und mehr auf diese Linie um.

Beitrag melden
Seite 8 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!