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Abgasskandal: Kanzlerin Merkel will Hardware-Nachrüstung für alte Dieselautos
DPA

Die Kanzlerin hat sich festgelegt: Sie will Diesel mit Stickoxid-Katalysatoren nachrüsten lassen und hat CSU-Verkehrsminister Scheuer dazu verdonnert, die rechtlichen Lösungen zu schaffen. Am Sonntag muss er liefern.

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ardbeg17 21.09.2018, 19:31
210. noch immer nicht begriffen?

VW hat eine Prüfstanderkennung eingebaut und damit versucht, die amerikanischen Behörden zu verar.... - das fanden die so uncool, dass sie VW zwangen, es öffentlich zuzugeben. Andere Hersteller, deren Abgaswerte ähnlich aussehen, werden bis auf konkrete Einzelfälle (Zafira, mit Abstrichen Fiat 500 ) von den zuständigen Behörden NICHT reglementiert. Sprich, somit entsprechen sie offiziell den Vorschriften und sind legal - auffällige Werte hin oder her. Leider differenzieren weder Medien noch Verwaltung noch Politik nach Realausstoß, denn sonst könnte man Fahrverbote wenigstens effektiv machen. Einen Euro5-Diesel mit 190mg auszusperren und Euro6er mit 800 und mehr fahren zu lassen, ist unsinnig. Schon der Zwang zu einem Softwareupdate bei diesen 10fach Überschreitern von Renault, Suzuki, Hyundai, Nissan, Fiat etc. würde etwas bringen. Wer seinen Euro 5 oder 6 dann auf 6d hochrüsten will, kann dies gerne freiwillig tun - eine feste Zuzahlung durch die Hersteller wäre auch angebracht. Eine Pflicht gibt es aber niemals.

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marcaurel1957 21.09.2018, 19:34
211.

Zitat von pom_muc
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/ Inflation sorgt dafür dass sie automatisch "Rekorde" bekommen. Bei den Gewinnen genauso wie bei den Gehältern. Und dort wo die Inflation am höchsten ist sind die "Gewinne" am größten. Das ganze Gelaber von den Rekordgewinnen ist pure Klassenkampfideologie.
Sorry das ist nonsense....lesen Sie doch mal die Bilanz von VW....die Autos verkaufen sich wie geschnitten Brot und die Gewinne steigen....viel stärker als die Inflationsrate

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interessierter Laie 21.09.2018, 19:34
212. @kraus_adam

kommt darauf an. Wenn sich Sony für die PS3 unter Angabe gefälschter oder manipulierter Werte eine Marktzulassung erschlichen hätte, wäre das ein arglistig verschwieger Mangel. Sie könnten dann auch nach Jahren noch Nachbesserung verlangen - erst Recht wenn der Staat nach Bekanntwerden die Nutzung einschränkt. Sony müsste dafür zahlen. Die Frage ist aber, bei welchen Fahrzeugen das zutrifft. Bei VW vermutlich, weil sie tatsächlich Abschaltvorrichtungen genutzt haben, um die Messung auf dem Prüfstand zu erkennen. Bei anderen Herstellern wurden aber Gesetzeslücken wie das Temperaturfenster ausgenutzt. Da wird es juristisch auf jeden Fall eng.

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fjodormichailowitsch 21.09.2018, 19:36
213. wer's glaubt wird selig

Zitat von sfk15021958
Man glaubt es nicht, schon wieder eine Blitzentscheidung unserer Bundeskanzlerin. Hoffentlich "schlägt" sie besser "ein" als die Energiewende, der Atomausstieg und noch so einige "flops"!
alles nur Ablenkung, vor einigen Monaten war sie, Merkel, noch strickt dagegen.
Jetzt, nach der Maaßen Affäre und vor der CSU Landtagswahl macht sie auf sozial und großzügig.
War sie nie und wird es auch nie, rein Konzernereichtumvermehren ist ihr Weltbild, und Bankenrettung, und am Willen des Volkes vorbeiregieren.

Das gibt nie etwas brauchbares. Nie

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prophet46 21.09.2018, 19:38
214. Lösungsvorschlag

Tolles Bild! Merkel im abgasverseuchten (?) Audi Panzerwagen.

Eine Lösung kann eigentlich nur so aussehen, dass sich Staat, Autoindustrie und Dieselbesitzer die Kosten für eine Nachrüstung einvernehmlich teilen. Der Staat hat zu lasche Vorgaben gemacht und den tatsächlichen Schadstoßausstoß nicht kontrolliert. Gleichzeitig hat der Staat bzw. Brüssel nachträglich überzogene Grenzwerte vorgegeben. Die Industrie hat die staatlichen Vorgaben legal weidlich ausgenutzt (Stichwort Thermofenster). Der Dieselbesitzer erhält nach einer Nachrüstung ein höherwertigeres Fahrzeug. Es ist, als ob man ein altes Nokia Handy auf ein Smartphone hochrüstet.

Wenn die Schätzungen stimmen, würde auf jede der Parteien 1000 € pro Fahrzeug entfallen. Bei 4,5 Millionen Fahrzeugen wären das schlappe 4,5 Mrd. €. Für Staat und Autoindustrie durchaus tragbar. Und dem Dieselbesitzer müsste der Entfall von Fahrverbote ebenso etwas wert sein, vom besseren Wiederverkaufswert ganz zu schweigen.
Es ist nur darauf zu achten, dass die DUH nicht heimlicher Provisionsnehmer bei den Nachrüstfirmen ist.

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lobro 21.09.2018, 19:41
215.

Zitat von kraus_adam
Auf wessen Kosten denn bitte sonst?? Sind wir hier bei "wúnsch Dir was"?? Sind denn alle vollkommen verrückt geworden? Sollen jetzt die Steuerzahler den Fahrern von Euro5-Dieseln tausende Euro bezahlen? Gehts noch??
Natürlich, nur so geht's. Für Schaden, den die Regierung anrichtet, mußte schon immer der Steuerzahler aufkommen. Mein EURO 5 Diesel aus französischer Produktion hat im Jahr 2010 eineordnungsgemäße Zulassung bekommen. Da war keinerlei Betrug im Spiel. Es kann doch nicht sein, daß ich jetzt zahlen soll, nur weil der Gesetzgeber während des Spiels die Spielregeln ändert. Die Stromkonzerne werden ja auch dafür entschädigt, daß sie ihre Atomkraftwerke vorzeitig abschalten müssen, obwohl ihnen kurz vorher die Laufzeit verlängert wurde.

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prophet46 21.09.2018, 19:51
216. Kostenteilung

Tolles Bild! Merkel im Audi Panzerwagen.

Eine Lösung kann eigentlich nur so aussehen, dass sich Staat, Autoindustrie und Dieselbesitzer die Kosten für eine Nachrüstung einvernehmlich teilen. Der Staat hat zu lasche Vorgaben gemacht und den tatsächlichen Schadstoßausstoß nicht kontrolliert. Gleichzeitig hat der Staat bzw. Brüssel nachträglich überzogene Grenzwerte vorgegeben. Die Industrie hat die staatlichen Vorgaben legal ausgenutzt (Stichwort Thermofenster). Der Dieselbesitzer erhält nach einer Nachrüstung ein höherwertigeres Fahrzeug. Es ist, als ob man ein altes Nokia Handy auf ein Smartphone hochrüstet.

Wenn die Schätzungen stimmen, würde auf jede der Parteien 1000 € pro Fahrzeug entfallen. Bei 4,5 Millionen Fahrzeugen wären das schlappe 4,5 Mrd. €. Für Staat und Autoindustrie durchaus tragbar. Und dem Dieselbesitzer müsste der Entfall von Fahrverbote ebenso etwas wert sein, vom besseren Wiederverkaufswert ganz zu schweigen.
Es ist nur darauf zu achten, dass die DUH nicht heimlicher Provisionsnehmer bei den Nachrüstfirmen ist.

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awu 21.09.2018, 19:52
217. Optional

Wenn die Umrüstung von Euro5 Fahrzeugen (unabhängig davon wer letztlich dafür bezahlt) zu einer substanziellen Reduktion des Schadstoffausstoßes führt, können die Fahrverbote aufgehoben werden. Dann kann ich mit meinem Euro4 Diesel endlich wieder in jede Stadt fahren. Nur sollte man sich nicht zu früh freuen. Ich schätze, dass die Onkels von der Deutsche Umwelthilfe (DUH) sich schon längst zu einem Brainstorming zusammengesetzt haben, um sich darüber Gedanken zu machen, wo sie als nächstes angreifen können.

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marcaurel1957 21.09.2018, 19:54
218.

Zitat von interessierter Laie
kommt darauf an. Wenn sich Sony für die PS3 unter Angabe gefälschter oder manipulierter Werte eine Marktzulassung erschlichen hätte, wäre das ein arglistig verschwieger Mangel. Sie könnten dann auch nach Jahren noch Nachbesserung verlangen - erst Recht wenn der Staat nach Bekanntwerden die Nutzung einschränkt. Sony müsste dafür zahlen. Die Frage ist aber, bei welchen Fahrzeugen das zutrifft. Bei VW vermutlich, weil sie tatsächlich Abschaltvorrichtungen genutzt haben, um die Messung auf dem Prüfstand zu erkennen. Bei anderen Herstellern wurden aber Gesetzeslücken wie das Temperaturfenster ausgenutzt. Da wird es juristisch auf jeden Fall eng.
Sie haben korrekt erwähnt, dass VW nachbessern mußte, das hat man getan und damit seine Pflicht erfüllt und die Autos gesetzeskonform gemacht

Hier geht es aber um eine ganz andere Sache, nämlich die Hochrüstung von Produkten von einen Standard, der einige Jahre alt ist auf den heutigen Standard.....das das nicht vom Hersteller verlangt werden kann sollte allen klar sein.

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nsiggelkow 21.09.2018, 19:56
219. Rictige Entscheidung fuer die Umwelt

Endlich eine tragfähige Entscheidung nach all der Augenwischerei mit Software Updates. Die schädlichen Abgase werden mit geringem Aufwand reduziert anstatt die Fahrzeuge in den ausländischen Gebrauchtwagenmarkt zu pumpen wo sie weiterhin die Umwelt belasten. Auch Verschrotten wäre nur eine Belohnung für die Autoindustrie und eine Belastung für die Umwelt, für jedes verschrotte, eigentlich nachrüstbare Fahrzeug muss unter hohem Aufwand an Energie und Resourcen ein Neues produziert werden. Das ist nur zu rechtfertigen wenn das neue Fahrzeug erheblich umweltverträglicher arbeitet, und das ist nach meiner persönlichen Erfahrung eher zu bezweifeln. Die angegebenen Verbrauchswerte neuer Fahrzeuge sind ja auch nur Fantasie.

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