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Abgasskandal: Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt erstes Nachrüstsystem für VW-Diesel
Julian Stratenschulte/DPA

Die Technik könnte ein Ausweg für VW-Besitzer sein, die von Fahrverboten betroffen sind: Für 60 Modelle mit den Skandal-Dieselmotoren gibt es nun das erste zugelassene Abgasfilterset zum nachträglichen Einbau.

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kenterziege 15.08.2019, 18:29
1. Das Thema ist doch durch.....

Es gibt nur ganz wenig Strecken in Deutschland die für Diesel unter Euro 6 gesperrt sind. Da durch den gesamten Flottentausch die Luft immer besser wird, sind weitere Streckensperrungen nicht zu erwarten.
Die Euro 5 Diesel sind entweder ins Ausland verkauft oder sie werden von Streckensperrungen nicht betroffen sein.
Damit kommen die Umrüstsätze zu spät. Das Ding ist im wesentlichen durch! Die aktuellen Fahrzeugpreise rechtfertigen die Umrüstung nicht!

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alexnoe 15.08.2019, 18:47
2. Auch Kleinwagen

Schaut man sich die Liste beim KBA genau an, dann fällt auf, dass auch die Kleinwagen Ibiza, Polo, Fabia und A1 nachgerüstet werden können. Soviel zur Behauptung von VW, da sei gar kein Platz, weil Kleinwagen ja so klein sind.

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tatsache2011 15.08.2019, 19:13
3. Wo Diesel-Fahrverbote gelten oder drohen

23.7.2019 Wo Diesel-Fahrverbote gelten oder drohen

https://www.sueddeutsche.de/wirtscha...lick-1.4220563

Wenn der Grenzwert 40 μg/m³ durch die Nachrüstung der Euro 5 Diesel unterschritten wird, entfallen die Fahrverbote und dann können auch Euro 4 Diesel fahren.
Aber vielleicht wird der Grenzwert verschärft auf den Wert in der Schweiz 30 μg/m³.

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horkini 15.08.2019, 19:43
4. Warum redet keiner

mehr von der Nachrüstmöglichkeit aller VW- und Audimodelle, die auch für den Export in die USA entwickelt wurden und damit von vornherein den notwendigen Platz und Raum für ausreichend große AdBlue-Behälter reinkonstruiert hatten? Die passenden Teile liegen immer noch bei VW im Lager.
Volkswagen (und das KBA!) haben es tatsächlich geschafft, dieses Thema unter den Tisch zu kehren!
Außerdem ist (seit 2015!) so viel Zeit vergangen, daß die meisten betroffenen Fahrzeuge längst im Osten oder in Afrika die Luft verpesten.
Jeder, der weiter VW kauft, hat nichts verstanden und nichts gelernt!

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schnubbeldu 15.08.2019, 20:00
5. Viel zu spät!

Ehrlich? Lohnt sich dies noch?

Es sind nun knapp 4 Jahre her nach der Veröffentlichung des Skandals her. Was soll dies? Es sind Diesel-Fahrzeuge, die im Schnitt in diesem Zeitraum 60 bis 80tkm mehr als zur Entdeckung des Skandals auf dem Zähler haben.

"Man" hat nun lang genug dieses Problem ausgesessen, es fragt sich nur wer der "man" ist. Politik? Hersteller?

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alexnoe 15.08.2019, 20:02
6. @3: Wird aber dauern

Zitat von tatsache2011
23.7.2019 Wo Diesel-Fahrverbote gelten oder drohen https://www.sueddeutsche.de/wirtscha...lick-1.4220563 Wenn der Grenzwert 40 μg/m³ durch die Nachrüstung der Euro 5 Diesel unterschritten wird, entfallen die Fahrverbote und dann können auch Euro 4 Diesel fahren. Aber vielleicht wird der Grenzwert verschärft auf den Wert in der Schweiz 30 μg/m³.
Im Prinzip ist das richtig. Allerdings 2 Punkte:
- Die Nachrüst-Richtlinie erlaubt auch, Nachrüstungen für Euro 4 - Fahrzeuge zuzulassen. Die Frage ist nur, ob Baumot das tun wird.
- Die Verringerung des erlaubten Grenzwertes für NO2 in Stadtluft würde Jahre dauern: Momentan arbeitet eine Arbeitsgruppe der EU daran, epidemiologische Studien auszuwerten. Es wird erwartet, dass sie Ende 2020 neue Grenzwerte vorschlagen (für NO2, für Feinstaub und erstmals auch für Ultrafeinstaub! Bei Ultrafeinstaub geht es dann Benzindirekteinspritzern ohne Partikelfilter an den Kragen). Dann diskutieren Politiker 1-2 Jahre darüber, ob sie den vorgeschlagenen Grenzwert übernehmen oder nicht. Anschließend beginnt ein Gesetzgebungsverfahren für eine neue Richtlinie. Da wird dann beschlossen, dass der neue Grenzwerte ab 2 Jahre nach Beginn des Gesetzgebungsverfahrens gelten soll etc., und dann gibt es normalerweise noch eine Übergangszeit für Städte, in denen es objektiv unmöglich ist, den Grenzwert schnell zu erreichen.
=> nachgerüstete Fahrzeuge sollten schon für mind. 5 Jahre Sicherheit haben, eher mehr. Gefahr droht nur in Stuttgart direkt am Neckartor, weil dort auch 40µg/m³ kaum erreichbar sind.

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alexnoe 15.08.2019, 20:08
7. @5: "man" ist Politik

Zitat von schnubbeldu
Ehrlich? Lohnt sich dies noch? Es sind nun knapp 4 Jahre her nach der Veröffentlichung des Skandals her. Was soll dies? Es sind Diesel-Fahrzeuge, die im Schnitt in diesem Zeitraum 60 bis 80tkm mehr als zur Entdeckung des Skandals auf dem Zähler haben. "Man" hat nun lang genug dieses Problem ausgesessen, es fragt sich nur wer der "man" ist. Politik? Hersteller?
"Man" ist Politik. Dobrindt und Scheuer haben ganz offiziell behauptet, dass Nachrüstungen technisch unmöglich sind, lange nachdem Baumot einen funktionierenden Prototyp am VW Passat demonstriert hat. Dobrindt und Scheuer haben also wider besseren Wissens die Machbarkeit abgestritten. Die Blockade kam auch von dort: Es lag beim Bundesverkehrsministerium, die technische Vorschrift für Nachrüstungen zu schreiben. Die kam erst am 28.12.2018 raus. Erst da wussten Firmen wie Baumot, welche rechtlichen Rahmenbedingungen sie genau einhalten müssen. Die Fahrzeughersteller hätten keine Möglichkeit gehabt, die Nachrüst-Richtlinie zu blockieren, wenn das Verkehrsministerium sie 2 Jahre eher hätte veröffentlichen wollen.

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tatsache2011 15.08.2019, 20:18
8. Kostenfrage oder Alternative

Zitat von schnubbeldu
Ehrlich? Lohnt sich dies noch? Es sind nun knapp 4 Jahre her nach der Veröffentlichung des Skandals her. Was soll dies? Es sind Diesel-Fahrzeuge, die im Schnitt in diesem Zeitraum 60 bis 80tkm mehr als zur Entdeckung des Skandals auf dem Zähler haben. "Man" hat nun lang genug dieses Problem ausgesessen, es fragt sich nur wer der "man" ist. Politik? Hersteller?
Bewohner oder Pendler, die in der Fahrverbotszone fahren müssen, rechnen sicherlich:
Noch 150.000 bis 200.000 km mit der Nachrüstung fahren
oder alternativ Fahrzeug verkaufen bei dem Preisverfall durch die "Diesel-Thematik".

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Theo Meggendorfer 15.08.2019, 20:34
9. The M

Warum hat Amminex von Faurecia noch keinen Antrag auf Zulassung gestellt? Sein Weg über Bluefit erscheint vielversprechend. Hierbei wird Ammoniak gasförmig aus einem Salz-Feststoff freigesetzt. Unabhängige Tests der TU Graz bescheinigem dem System einen hohen Wirkungsgrad. Vorteil: Man braucht kein flüssiges Adblue nachzutanken, sondern läßt die Kartuschen nach ca 15.000 km in 2 min austauschen. Laut Kraftfahrtbundes-amt liegt noch kein Antrag vor.

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