Forum: Auto
Abgasskandal: Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt erstes Nachrüstsystem für VW-Diesel
Julian Stratenschulte/DPA

Die Technik könnte ein Ausweg für VW-Besitzer sein, die von Fahrverboten betroffen sind: Für 60 Modelle mit den Skandal-Dieselmotoren gibt es nun das erste zugelassene Abgasfilterset zum nachträglichen Einbau.

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ardbeg17 22.08.2019, 17:48
60. @rosinenzüchterin

Unseren Passat 3bg Benziner, BJ 2002, haben wir vor gut zwei Jahren in Zahlung gegeben (also gut 14 Jahre alt). Anlass war anstehender TÜV sowie die fällige Reifen- und Bremsenerneuerung und vor allem, dass er kurz zuvor mit verschlammtem Ölfilter liegengeblieben war (da erwies sich mein Schnäppchenöl aus dem Internet als Bumerang). Wir entschieden uns für ein aktuelles Modell als Jahreswagen.
Frage an Sie: Unser Alter war ungepflegt und im Alter von 14 dennoch immer noch ein sehr angenehm zu fahrendes Auto. Es stammte aus derselben Generation wie der besagte Golf IV. Die Nachfolger beider Modelle sind haufenweise auf unseren Straßen unterwegs. Was veranlasst Sie vorauszusehen, dass diese Modelle weniger haltbar seien? Wo sind die Berichte über massiven Rostbefall, Fahrwerksschäden, durchgescheuerten Sitze, Elektrik-Versagen oder sonst etwas, das einem nahelegen würde, eine alte Möhre zu fahren, die man dringend loswerden muss? Es gab Ärger mit gerissenen Steuerketten und defekten DSG - die Autos fahren nach Reparatur aber zumeist bis heute. Und - welche Hersteller sind nicht vom Preisverfall bei ihren E5-Dieseln betroffen? Im Übrigen habe ich - überwiegend dienstlich, vereinzelt auch privat - schon verschiedene Opel, Mercedes, Ford, Renault, Mazda, Mitsubishi, VW und einen Subaru gefahren. Von allen bietet VW am zuverlässigsten Modelle an, die mich in der Summe der Eigenschaften am meisten überzeugen (es gibt auch VW, die ich grässlich finde). Sie mögen selbstverständlich anders gewichten und zu anderen Ergebnissen kommen. Käufern einer bestimmten Marke wahlweise Ahnungslosigkeit oder Blödheit zu unterstellen, ist arrogant und weltfremd.

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k70-ingo 22.08.2019, 21:32
61.

Zitat von rosinenzuechterin
Schöne Idee, aber die wird sich nicht durchsetzen. Wenn Sie an etwas glauben (so ganz doll meine ich), dann geben sie das doch nicht für ein Spielzeug her. VW-Kunde zu sein hat etwas Religiöses, etwas Unerklärbares, über jeden Zweifel Erhabenes, wo Sie als Außenstehender mit Fakten und Argumenten gar nicht erst anfangen brauchen. Stellen Sie sich vor, Sie sind seit Jahrzehnten tiefgläubiger Katholik, so richtig mit jeden Sonntag in die Kirche, Fasten, Beichte, Ablassbriefe, Kirchenzehnt, Pilgerreisen, Papstaudienzen etc., wofür Sie im Laufe der Jahre Hunderttausende Euros ausgegeben haben. Und dann kommt ein Atheist daher und erklärt Ihnen, das sei alles Quatsch und unnötig, Sie bräuchten nur die neue Bibelübersetzung als E-Book auf Ihr Tablet runterladen. Keine Gottesdienste mehr, keine Beichte, keine Gebete, kein Geld mehr zahlen, nix. Alles abgegolten mit der E-Bibel. Da brechen Weltbilder zusammen. Das geht nicht, genauso wenig wie bei einem VW-Fahrer. Der lässt sich lieber irgendwelche Strömungshomogenisiergitter ins Autos schrauben oder gleich den nächsten Betrugswagen andrehen, als Ihr E-Scooter-Angebot anzunehmen. Was meinen Sie, warum ausgerechnet VW mit MOIA die Leute vom Autokauf abhalten will? Da kann man prima mit einem Bruchteil an Fahrzeugen den Leuten das gleiche Geld aus der Tasche ziehen, aber niemand wird dagegen klagen, mit einem Abgasbetrugsbus herumkutschiert worden zu sein, der ihm schließlich gar nicht gehört.
Sind Sie sich sicher, daß Sie sich in automobilen Belangen auskennen?
Die geschilderten Auffassungen und Verhaltensweisen sind jedenfalls jenseits der Realitäten. Quasireligiöse Automarkenverehrer gibt es heute nicht mehr. Vor 50, 60 Jahren mag das noch anders gewesen sein.
Es gibt bei uns in der Oldtimerszene ein paar Freaks dieser Art, aber deren Markenliebe bezieht sich meist nur auf die Klassiker, mit der Wahl des Alltagsautos besteht kein Zusammenhang.

Es ist übrigens möglich, Liebhaber von Autos einer Marke zu sein, ohne gleichzeitig Kunde des Herstellerunternehmens zu sein.

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siegwart-kk 24.08.2019, 07:58
62. rosinenzüchterin ist kompetent

Unsere Rosinenzüchterin ist kompetent. Sie spricht mir aus dem Herzen wenn Sie sagt, dass VW eine Art Religion ist. Da kommt man mit guten Gründen und Argumenten nicht gegen an. Die Leute wollen veräppelt werden. Es soll ja Menschen geben die ihren VW jedes Wochenende waschen. Das ist dann genau so wie eine Religion. Ob jeden Sonntag in die Kirche oder jeden Samstag Auto waschen unterscheidet sich kaum. Aber ich als annerkannter Experte für Mobilität sehe das VW Mantra kritisch den es könnte zu Kreuzzug artigen Auswüchsen kommen.

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siegwart-kk 24.08.2019, 08:45
63. rosinenzüchterin ist kompetent

Unsere Rosinenzüchterin ist kompetent. Sie spricht mir aus dem Herzen wenn Sie sagt, dass VW eine Art Religion ist. Da kommt man mit guten Gründen und Argumenten nicht gegen an. Die Leute wollen veräppelt werden. Es soll ja Menschen geben die ihren VW jedes Wochenende waschen. Das ist dann genau so wie eine Religion. Ob jeden Sonntag in die Kirche oder jeden Samstag Auto waschen unterscheidet sich kaum. Aber ich als annerkannter Experte für Mobilität sehe das VW Mantra kritisch den es könnte zu Kreuzzug artigen Auswüchsen kommen.

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ardbeg17 24.08.2019, 13:46
64. @siegwart-kk

sorry, das hat mit "Auskennen" nichts zu tun, sondern macht sich nur polemisch darüber lustig, dass Menschen für Werbung und Markenimiges empfänglich sind. Ebenso könnte man über Apple-Kunden oder Konsumenten von Coca-Cola oder Krombacher herziehen. Dass VW im Gegensatz zu vielen anderen überhaupt ein emotional besetztes Markenimage hat, ist nicht Schuld, sondern Verdienst von VW und ein Versäumnis der anderen. In den 90ern hiess es überall, ein Auto müsse nur zuverlässig von A nach B bringen und dies möglichst preisgünstig. Viele Hersteller haben dann nur versucht, möglichst günstig zu bauen. Bei VW hat Piech auf die technische Herausforderung gesetzt und und großspurig angekündigt, die besten Karosserien bauen zu wollen. Wenn man den Golf IV mit der damaligen Konkurrenten vergleicht (incl. Mercedes), hat er geliefert. Die Konkurrenz hat viele Jahre gebraucht, um dieses Niveau zu egalisieren. Heute sind die Autos von Design, Ergonomie und Qualität sehr ähnlich geworden (der Designer von Golf IV und Audi TT ist heute bei Hyundai) und die Marken auch unwichtiger. Eine gewisse Markentreue (hat auch mit Gewohnheit zu tun) gibt es natürlich noch, religiöse Verehrung aber kann ich z.B. hier im Forum nur vereinzelt bei Toyota und Tesla finden. Wenn man allerdings VW-Fahrer für doof erklärt, weil sie nicht den viiiiel billigeren und zuverlässigeren x oder y fahren, wird man durchaus Widerspruch ernten. Aktuell macht z.B. bei den Autos, die man hinsichtlich Ergonomie, Fahrverhalten und Nutzwert absolut mit VW vergleichen kann, Ford absolute Kampfpreise, besonders bei den höherwertigen Ausstattungen. Ein Mondeo anstelle eines Passat wäre absolut überlegenswert, ein Focus oder Kuga hingegen sieht gegenüber dem VW-Pendant schon wieder sehr gewöhnungsbedürftig aus - für viele (auch für mich) schnell ein k.o.-Kriterium (gilt auch für viele Asiaten). Da relativieren sich 4000 Euro Preisvorteil, wenn ich das Auto über zehn Jahre zu nutzen gedenke. Dann eher einen Citroen... aber wie sieht´s da mit der Haltbarkeit aus, Händlernetz etc.? Die Dieselmotoren von PSA sind super, aber haben sie die Elektrik und die Verarbeitung inzwischen wirklich im Griff? Also keinen Focus, sondern vielleicht doch wieder Golf oder Octavia. Oder Touran. Und dann bin ich religiöser Eiferer?!
Was mich auch noch interessieren würde, ist das Geschwafel davon, dass VW früher mal gute Qualität gebaut habe und heute Schrott, der schnell kaputtginge. Welche Autos sollen das denn sein? Die erste unter Piech entwickelte Generation sieht heute noch ordentlich aus, die danach ebenfalls. Damals wie heute gibt es bei Zulieferteilen bestimmter Chargen Probleme, die aber nicht das Auto insgesamt betreffen. Und wenn bekannt ist, dass die stärkste Motorisierung oder das DSG in bestimmten Kombinationen zu Problemen neigt, kann ich auch die Finger davonlassen. Und wer behauptet, dass die Konkurrenz bei Neuentwicklungen von Zuverlässigkeitsproblemen verschont bliebe, erzählt Märchen. Siehe Mazda: Den Zuverlässigkeitsweltmeister 626 hatte ich als Dienstwagen - solide, mager ausgestattet und langweilig. Heute sind sie technisch up to date und den Zuverlässigkeitstitel los.

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k70-ingo 24.08.2019, 14:47
65.

Zitat von siegwart-kk
Unsere Rosinenzüchterin ist kompetent. Sie spricht mir aus dem Herzen wenn Sie sagt, dass VW eine Art Religion ist. Da kommt man mit guten Gründen und Argumenten nicht gegen an. Die Leute wollen veräppelt werden. Es soll ja Menschen geben die ihren VW jedes Wochenende waschen. Das ist dann genau so wie eine Religion. Ob jeden Sonntag in die Kirche oder jeden Samstag Auto waschen unterscheidet sich kaum. Aber ich als annerkannter Experte für Mobilität sehe das VW Mantra kritisch den es könnte zu Kreuzzug artigen Auswüchsen kommen.
Da sind sowohl Sie als auch die rosinenzuechterin aber für gut 50 Jahre in der Zeile verrutscht.
Quasireligiöse VW-Verehrung mit dem rituellen Waschgang jeden Samstag ist sowas von 50er Jahre, sowas gibt es heute nicht mehr.

Solche Verhaltensweisen gibt es heutzutage vereinzelt noch -bzw. wieder-, aber davon betroffen sind Tesla-Eigner, gefolgt von anderen E-Auto-Fanatikern - aber keine VW-Besitzer.

Die einzigen VW-Besitzer, die einen Kult um ihr Auto machen, sind die Käfer-Freaks, gelegentlich auch Bulli-Fans - aber das bezieht sich nur auf das Modell, nicht auf die Firma Volkswagen oder gar deren aktueller Befindlichkeiten.
Wer einen klassischen VW besitzt, hat null Berührungs- und Bezugspunkte zur Volkswagen AG.
Und der Diesel"skandal" geht diesen Leuten sowas von am Gesäß vorbei. Was sollten wir auch damit zu tun haben?

Ich bin selber seit 30 Jahren auf mein VW-Modell fokussiert - ohne nur das Geringste mit der Firma Volkswagen zu tun zu haben (müssen).

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rosinenzuechterin 25.08.2019, 21:34
66.

Zitat von k70-ingo
Sind Sie sich sicher, daß Sie sich in automobilen Belangen auskennen? Die geschilderten Auffassungen und Verhaltensweisen sind jedenfalls jenseits der Realitäten. Quasireligiöse Automarkenverehrer gibt es heute nicht mehr. Vor 50, 60 Jahren mag das noch anders gewesen sein. Es gibt bei uns in der Oldtimerszene ein paar Freaks dieser Art, aber deren Markenliebe bezieht sich meist nur auf die Klassiker, mit der Wahl des Alltagsautos besteht kein Zusammenhang. Es ist übrigens möglich, Liebhaber von Autos einer Marke zu sein, ohne gleichzeitig Kunde des Herstellerunternehmens zu sein.
Natürlich kenne ich mich nicht so gut aus wie Sie, Sie vertreten immerhin einen kleinen Automobilclub, ich kann nur offene Augen und Ohren in die Waagschale werfen. Wenn VW so toll ist, warum "verehren" Sie dann den K70 und nicht den Passat B8? Warum zitieren alle den Golf IV, obwohl es schon den Golf VII (bald VIII) gibt? Ich kenne viele VW-Verbohrte, die allein deswegen VW fahren, um sich deutsch zu fühlen, und ich kenne auch viele Leute, die nach einem Markenwechsel weg von VW oder Audi erstaunt waren, wie wenig Ärger man mit Autos haben kann. Manch einer ist heute mit Fiat (!) glücklicher als mit VW. In der Firma haben wir das auch durch. Die VWs haben regelmäßig ein Loch in die Kasse gerissen und wir mussten Auslieferungen verschieben, weil die Kisten mal wieder in der Werkstatt standen. Heute sind wir wesentlich zuverlässiger und damit auch billiger unterwegs. Bei vielen Kunden und Nachbarn sehe ich aber, dass sich VW nicht geändert hat. Und auch nicht die "Anbetung" dieser Marke, auch wenn Sie uns hier einreden wollen, das gehöre der Vergangenheit an.

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