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Abgasskandal: VW lenkt im Streit um Diesel-Nachrüstungen ein
DPA

Durchbruch im Dieselskandal: Bislang wehrten sich deutsche Autobauer gegen Hardware-Nachrüstungen. Nun hat Volkswagen nach SPIEGEL-Informationen zugesagt, manipulierte Diesel mit besseren Katalysatoren auszustatten.

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azigomon 27.09.2018, 17:42
60. Chance für die GroKo

Die Große Koalition hat jetzt die Möglichkeit, Vertrauen beim Bürger zu gewinnen, indem sie die Automobilkonzerne vollständig für die Umrüstungen zahlen lässt. Noch ist ja nicht bestätigt, dass man ihnen die 20% Ermäßigung wirklich durchwinkt.
Auch ich erwarte aber eher, dass das Thema noch bis zu den Landtagswahlen in Bayern und Hessen "verhandelt" wird, um die Konzerne dann schlussendlich zu "entlasten".

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poetdale 27.09.2018, 17:47
61. 20%

zahlt der betrogenen Kunde, 2400€ werden von VW steuerlich geltend gemacht.
Die 3000€ sind keine Fantasie sondern vermutlich genau die Summe, die VW aufrufen muss, damit Abschreibung + Zuzahlung die tatsächlichen Kosten der Nachrüstung decken.

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bertholdgross 27.09.2018, 17:51
62.

Zitat von Christoph
Vielleicht sollten nun mal langsam die Letzten kapieren, dass es rechtlich gar keine Möglichkeit gibt, die Hersteller zu einer Hardwarenachrüstung auf deren Kosten zu zwingen, weil alle Fahrzeuge - auch die bereits software-nachgerüsteten VWs - den Abgasnormen entsprechen, die zum Zeitpunkt der Zulassung des jeweiligen Fahrzeugtyps gültig waren. Es gab nämlich in den früheren Normen gar keine Abgashöchstwerte für den Alltagsbetrieb, sondern nur für den Test im Prüfstand. Oder werden neuerdings neue Regeln eingeführt und deren Anwendung auch rückwirkend verlangt? Davon mögen wir in einem Rechtsstaat hoffentlich verschont bleiben, auch wenn ich als Fahrer eines betroffenen Dieselautos von einer Kostenübernahme durch die Hersteller profitieren würde.
Ganz genau so ist es.
Ein Beispiel:
Der Spritverbrauch steigt quadratisch mit der Fahrzeuggeschwindigkeit. Wenn ein Fahrzeug 200 km/h fährt, verbraucht es 4mal so viel Kraftstoff (pro Zeit) wie das Fahrzeug bei 100 km/h und stößt entsprechen die vierfache Menge Schadstoffe aus.
Diese Tatsachen sind in den alten Zulassungsvorschriften nicht berücksichtigt.
Man kann jetzt also vom Hersteller nicht verlangen, dass er au seine Kosten eine Abgasreinigungsanlage nachrüsten muss, damit das Fahrzeug auch bei 200km/h die Abgasgrenzwerte einhält.
Das wäre völliger Irrsinn.

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spiegelleser987 27.09.2018, 17:54
63.

Zitat von De facto
Unser Luft den wir jeden Tag atmen ist verpestet! Wie viel ist ein Lebensjahr wert und wie viele frühzeitige Tote müssen wir uns beklagen.
Über 0 frühzeitige Tote müssen wir uns beklagen. Und was heißt "verpestet"?

Informieren Sie sich mal über Stickstoffmonoxid in der Medizin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffmonoxid#Medizinisch

Ohne Stickstoffmonoxid hätten Sie ein anderes Problem. Ihre Frau würde sich beschwerenund Sie müssten sich die Kinder im Krankenhaus herstellen lassen.

http://www.stronggeneration.com/erektionen-natuerlich-verbessern-stickstoffmonoxid-erhoehen/

Wenn Sie weniger Feinstaub wollen, müssten Sie an erster Stelle Straßenbahnen, U-Bahnen und S-Bahn verbieten:

https://diepresse.com/home/panorama/welt/317909/Schienenverkehr-ist-FeinstaubMuehle

https://derstandard.at/1363707654173/Mehr-Feinstaub-in-U-Bahn-als-auf-der-Strasse

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selbst_denkend 27.09.2018, 17:59
64. Ungeheuerlich!

Es ist schlicht ungeheuerlich, dass gewerbsmäßige Betrüger (nichts anderes ist hier geschehen!) nun eine Kostenbeteiligung durch den Betrogenen verlangen um den eigentlich zugesagten Leistungsumfang zumindest annähernd zu erreichen!

Man lege dieses Anspruchsdenken einmal auf andere Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens an:
Angenommen ich hinterziehe in voller Absicht Steuern, werde des Steuerbetrugs überführt und erwarte dann von unseren staatlichen Behörden einen Nachlass auf die ausstehenden Beträge... Was würde wohl geschehen, wenn ich dem Finanzamt in großzügiger Geste anbiete, dass ich 80% der hinterzogenen Summe mehr oder weniger gerne überweise, die restlichen 20% aber doch bitte zu Lasten des Finanzamtes, bzw. der anderen Steuerzahler zu finanzieren sind?!

Das ist an Frechheit und Unverfrorenheit nicht zu überbieten!
Und bevor jetzt wieder die Keule ‚Arbeitsplätze‘ und Bedeutung der dt. Automobilindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland gezogen wird: Eben diese Industrie steht for radikalen und bereits lange verschleppten Paradigmenwechseln, die ohnehin, ähnlich wie vor einigen Jahrzehnten im Bereich Kohlebergbau, in massiven Reduktionen von Arbeitsplätzen enden wird.
Glaubt hier auch nur ein Mensch ernsthaft, dass die Automobilhersteller aus Liebe zum Wirtschaftsstandort Deutschland, oder aus Liebe zu den eigenen Mitarbeitern, darauf verzichten wird Arbeitsplätze zu reduzieren, wenn dies wirtschaftlich notwendig ist, bzw. der Gewinnmaximierung dient?

Die betroffenen Konzerne haben am Betrug und am anschließenden ‚Ausgleich‘ bisher ausgesprochen gut verdient. Es wird Zeit politisch endlich eine harten Kurs zu vertreten:
- Kosten der Hardware-Nachrüstung sind komplett vom betroffenen Hersteller zu tragen.
- Keine Differenzierung nach ‚Wohnort‘ des Betrogenen! (Wieso hat ein betrogener Bürger aus einer ‚Metropolregion‘ andere rechtliche Ansprüche and den Betrüger, als ein Betrogener vom Land???)

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genugistgenug 27.09.2018, 18:02
65. 300,- US/Wagen durch diesen Betrug eingespart

so wurde es in der 1. Dokumentation zu diesem VW Betrug berichtet.
Damals haben wir grob gerechnet: Schätzkosten 1.800,- für Umrüstung, diese gedrittelt zwischen Betrüger, Staat und betrogenen Kunden - macht für jeden 600,- - also zahlt der Kunde schon mal doppelt so viel wie die Amis sagten. Dazu zahlt er auch noch die 600,- über die Steuerrn und das Unetrnehmen setzt die Kosten ab. Alle sind damit angeschmiert, außer VW.
Aber erst man die Bayern/Hessenwahl abwarten und dann werden die Verhandlungen verschoben auf den ????? egal irgendwann nach Silvester, also Verjährung.
Dann ist auch dieser Ex-Dr. Scheuer in Sicherheit, denn dann braucht er ncioht mehr die Strafe von den ausländischen Firmen einzufordern - würde er das tun, dann müsste er auch gleichzeitig die deutschen Betrügerfirmen abkassieren.

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Realist111 27.09.2018, 18:08
66. Aber ...

Zitat von Christoph
Vielleicht sollten nun mal langsam die Letzten kapieren, dass es rechtlich gar keine Möglichkeit gibt, die Hersteller zu einer Hardwarenachrüstung auf deren Kosten zu zwingen, weil alle Fahrzeuge - auch die bereits software-nachgerüsteten VWs - den Abgasnormen entsprechen, die zum Zeitpunkt der Zulassung des jeweiligen Fahrzeugtyps gültig waren. Es gab nämlich in den früheren Normen gar keine Abgashöchstwerte für den Alltagsbetrieb, sondern nur für den Test im Prüfstand. Oder werden neuerdings neue Regeln eingeführt und deren Anwendung auch rückwirkend verlangt? Davon mögen wir in einem Rechtsstaat hoffentlich verschont bleiben, auch wenn ich als Fahrer eines betroffenen Dieselautos von einer Kostenübernahme durch die Hersteller profitieren würde.
... die Software-Nachrüstung konnte rückwirkend verlangt werden, obwohl "die Fahrzeuge den Abgasnormen entsprachen, die zum Zeitpunkt der Zulassung gültig waren"?
Bei Verweigerung Stilllegung des Fahrzeugs??? Das entspricht dem, was man von einem Rechtsstaat erwartet, besser???

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loom_de 27.09.2018, 18:08
67. Na, geht doch!

In Anbetracht dessen, dass wir für den Verbraucher keine glückliche Rechtslage in diesem Fall haben, scheint zumindest der gesellschaftliche Druck auf die Autobauer zu wirken. Eine Beteiligung der Verbraucher mit 20% klingt nicht super, ist aber dennoch ein vernünftiger Kompromiss, um endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

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burgundy 27.09.2018, 18:09
68.

Zitat von jogola
der bekannten Zigarettenmarke (die mit dem Cowboy) sagen , die glaubten, sie kauften den Geschmack von Freiheit und Abenteuer (oder so ähnlich).
Na ja, ist nicht ganz dasselbe. Beim Zigarettenrauchen gibt es einen Kausalzusammenhang. Und selbst da klagen die Krankenkassen nicht. Betrogen wurden beim Autokauf die Käufer, und zwar mit gefaketen Testwerten, die Umweltverträglichkeit vorgaukelten. Und gleichfalls der Staat, der nun zu Recht gegen die Autohersteller vorgeht, wenngleich auch nur mit einem faulen Kompromiss, so dass am Ende wieder der Kunde als der Dumme dasteht. Das scheint allerdings zur modernen Wertegemeinschaft zu gehören.

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ardbeg17 27.09.2018, 18:09
69. ein bisschen spät

Richtig hätte ich gefunden, wenn VW sich mit der Regierung abgestimmt hätte , als die Firma twintec mit der Nachrüstlösung für angeblich 2000 Euro durch die Lande zog. VW 1500 Euro, der Staat eine kleine Prämie und den Rest rechnet twintec mit dem Kunden ab. Für 300 - 500 Euro einen alten Euro5 auf 6dTEMP hochrüsten und keine Fahrverbote riskieren - wäre doch was. Angeblich sind die Autos ja tausende Euro im Wert deswegen gefallen, also gewinnen sie durch die Nachrüstung auch tausende an Wert. Sprich, aus 500 mach 3000. Damit hätte VW vor zwei Jahren antreten sollen, dann wäre Ruhe gewesen. Warum VW erst jetzt reagiert, kann ich nicht nachvollziehen, zumal die prinzipielle technische Umsetzbarkeit intern für fast 70% der Fahrzeuge erprüft wurde (https://www.zeit.de/2018/12/marcus-hausser-dieselautos-volkswagen-fahrverbote/komplettansicht). Die Marketingabteilung von VW ist offenbar von Schwa......n dominiert.
Ach übrigens, elementar wichtig: Dazu gibt es eine Plakette entsprechend RDE-Test. Ohne die Plakette keine Durchfahrt. Gilt für ALLE Fahrzeuge incl Euro6 und incl. Benziner. Nur dann werden wir eine messbare Verbesserung der Luft bekommen. Wenn wir nicht so ehrlich und konsequent sind, können wir´s auch gleich lassen.

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