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Abgelenkte Lkw-Fahrer: Wenn das Smartphone den Tod bringt
bernardbodo/ iStockphoto/ Getty Images

Lkw-Fahrer verursachen jedes Jahr Hunderte Auffahrunfälle, viele enden tödlich. Auf der A1 jagen spezielle Polizeistreifen Trucker, die sich mit ihrem Handy ablenken. Die Beamten erleben dabei aber noch mehr.

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hrboedefeld 09.08.2019, 12:59
1. Kontrollen!

ich fahre 80tsd km im Jahr und für mich ergibt sich das Bild, wonach die Überwachung nicht der Sicherheit dient, sondern der Staatskasse!
Auf der A7 gibt es eine Baustelle, in der trotz zwei Spuren Überholverbot für alle gilt. Hält sich natürlich kaum jemand dran. Warum auch? Gibt ja schließlich eine Überholspur. Auf diesem Stück wird massiv durch Zivilpolizisten überwacht und rausgezogen. Ich kann allerdings beim besten Willen keine Gefahr erkennen, die von den Fahrern ausgeht, welche die Überholspur auch als solche nutzen.
Auf der A8 gilt am Albanstieg Überholverbot für LKW, ich bin hier sehr oft unterwegs, das Verbot wird grundsätzlich ignoriert, aber ich habe in den letzten 20 Jahren noch nicht eine Kontrolle erlebt, obwohl durch das rücksichtslose Rausziehen hier wirkliche Gefahrensituationen entstehen!

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dfl49 09.08.2019, 13:03
2.

Hallo Mitpersonen!

Ich habe, auch wegen solcher LKW-Fahrer, ziemliche „Muffe“ mich auf unseren BAB´s zu bewegen.
Unsere echtsstaatlichen Organe betrachten diese Art von Kutschieren ganzer Lagerbestände (40t) als billigen Regelverstoß (ein paar Euro und ein Punkt).
Da bin ich ganz anderer Meinung und zwar ohne Scharfmache.
Es handelt sich bei solcherart Fahrt auf der Autobahn um einen Verstoß gegen die Menschlichkeit, weil das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer willentlich mit Vorsatz als wertlos und nicht zu beachten betrachtet wird.

Das allerdings können nur Menschen tun, hier diese bedauernswerten ausgebeuteten LKW-Fahrer, denen selbst Wert (guter Lohn) und Beachtung (Lob für Ihre Tätigkeit) nicht entgegengebracht wird.

Selbstverständlich finden die Toten dieser Auffahrunfälle lediglich die billige rechtsstaatliche persönliche Beachtung durch ein primitives Schadensersatzrecht für die traurigen Angehörigen eines toten Mitmenschen.

Na, ist doch super alles, oder?

Gruß vom Hintermondrentner

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toliphe 09.08.2019, 14:04
3. Die wahren Gefahren

für unser Leben lauern tatsächlich im Alltag, im eigenen Umgang mit Gesundheit, Ernährung und eben auch im Strassenverkehr.
Das macht mir deutlich mehr Angst als das von besorgten Bürgern gestern wieder viel diskutierte vermeintliche Kriminalitätsproblem mit Migranten.
Ich bin beruflich viel mit dem Auto unterwegs und was man da täglich so erleben kann, lässt einen manchmal voller Verwunderung zurück, dankbar, dass man heil am Ziel angekommen ist. Meistens nur weil man selbst auf Zack war oder es noch ein paar andere aufmerksame, vorausschauende Fahrer um einen herum gab.
Die Situationen mit Beinaheunfällen haben gefühlt mit flächendeckender Verbreitung von Handys und noch viel schlimmer Smartphones mit Messengern und Clips deutlich zugenommen.
In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich alle PKW Fahrer und vor allem Fahrerinnen miteinbeziehen.
Was da zu sehen und erleben ist geht auf keine Kuhhaut mehr.
Die Folgen bei Fehlverhalten in LKWs sind natürlich meist etwas drastischer. Meiner Familie kann es aber egal sein, ob ich von einer chattenden Studentin oder einem fernseguckenden Brummifahrer erlegt werde.
Gegen alle Ablenkungen sollen wir ankämpfen. Da sind moderne Autos mit lauter Bildschirm basierten Bedienelementen auch nur bedingt hilfreich.
Auch eine Freisprecheinrichtung ist da völlige Augenwischerei. Jeder von uns kennt wohl die wild gestkulierenden Mittelstreifenpendler, die keine konstante Geschwindigkeit halten können.
Ich habe für mich schon seit Jahren beschlossen meine professionelle FS nur noch in Ausnahmefällen zu benutzen, auch wenn ich zur Berufsgruppe der permanent Erreichbaren aein sollenden gehöre.
Ein generelles Telefonverbot würde ich sehr begrüssen, ebenso wie einen drastisch verschärften Sanktionskatalog. Fahrverbote halte ich für deutlich wirksamer als Geldstrafen, die ohnehin lächerlich niedrig liegen in Relation zu Gefahrenpotennzial.
Zum Thema Sicherheitstechnik für LKW: bin für eine sofortige Zwangseinführung, koste es was es wolle. Natürlich wäre es ein zu begrüßender Nebeneffekt, das "Transport" deutlich(?) teurer wird. Vielleicht gelingt es dann auch den Verkehr wieder mehr auf Schiffe und Schiene zu verlagern. Bei der Schiene mag es an Angebot und Kapazität mangeln, aber unsere Binnenkanäle besonders der Nord-Ostsee Kanal sind im Vergleich zu früher gähnend leer. LKW Transport von Polen/Baltikum bis nach Rotterdam scheint deutlich günstiger zu sein. Das muss sich ändern. Dann gibt es auch weniger Staus, weniger Notwendigkeit für Strassensanierungen, weniger Emissionen (sauberere Schiffe vorausgesetzt) weniger Baustellen, damit nochmal weniger Staus, weniger Kosten für uns Steuerzahler und - um den Kreis zu schliessen - mehr Sicherheit auf den Strassen.
Da ließe sich einiges Bewegen...
Letztlich muss sich aber jeder auch an die eigene Nase fassen und mitmachen.

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Flari 09.08.2019, 15:34
4.

Zitat von hrboedefeld
ich fahre 80tsd km im Jahr und für mich ergibt sich das Bild, wonach die Überwachung nicht der Sicherheit dient, sondern der Staatskasse! Auf der A7 gibt es eine Baustelle, in der trotz zwei Spuren Überholverbot für alle gilt. Hält sich natürlich kaum jemand dran. Warum auch? Gibt ja schließlich eine Überholspur. Auf diesem Stück wird massiv durch Zivilpolizisten überwacht und rausgezogen. Ich kann allerdings beim besten Willen keine Gefahr erkennen, die von den Fahrern ausgeht, welche die Überholspur auch als solche nutzen. Auf der A8 gilt am Albanstieg Überholverbot für LKW, ich bin hier sehr oft unterwegs, das Verbot wird grundsätzlich ignoriert, aber ich habe in den letzten 20 Jahren noch nicht eine Kontrolle erlebt, obwohl durch das rücksichtslose Rausziehen hier wirkliche Gefahrensituationen entstehen!
Auf der A7 gibt es diverse und lange Baustellen mit einer rechten Fahrspurbreite von nur 3m und links 2,5m.
Dort ist ein generelles Überholverbot fast schon schon üblich, sinnvoll aber in jedem Fall, insb. wenn es dort regelmässig scheppert und dann meist die die gesamte Richtung für längere Zeit dicht ist.
Ggf. auch noch die Gegenrichtung, weil die Hilfsfahrzeuge nur darüber zur Unfallstelle kommen.
Bei insg. 6m Fahrbahnbreite ist eine Rettungsgasse nämlich unmöglich.

FREIWILLIG fährt kein LKW in der Baustelle langsamer, als erlaubt.
Welchen legalen Grund soll es dort geben, zu überholen und die Unfallgefahr gravierend zu erhöhen?

Haben Sie eine Ahnung, was es den Staat und damit den Bürger durchschnittlich kostet, per Providafahrzeug und zwei Beamten ein Fahrzeug auf der BAB "rauszuziehen"?
Wie kommen Sie darauf, dass der Staat damit auch nur einen Cent "verdienen" könnte?

Als 80.000 km/a-Fahrer wollen Sie sich doch nur nicht ausbremsen lassen.
Nicht durch ein Überholverbot, Geschwindigkeitsbeschränkung und erst recht nicht durch einen überholenden LKW..

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dorfdödel 09.08.2019, 16:50
5. 500€,

2 Punkte und 2 Monate Fahrverbot. Wäre mal eine richtige Ansage.

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dr. kaos 10.08.2019, 23:00
6. Schon vor Jahren....

... hat die Karlsruher Autobahnpolizei ein Wohnmobil mit Video-Beamten auf den Autobahnen und mehrspurigen Straßen rund um KA eingesetzt. So wirklich 'neu' ist dieses Pilotprojekt nicht. Aber auf Grund des Föderalismus in diesem unserem Land muss halt 16 mal das Rad neu erfunden werden..... Aber eins ist sicher: das Strafmaß für die Handynutzung am Steuer (ohne Freisprecheinrichtung) muss deutlich erhöht werden, und im Wiederholungsfall sollte die Eignung, ein Fahrzeug zu führen, durch eine MPU nachgeprüft werden. Das Problem würde sich ratzfatz erledigen... :-D

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AndreasLaeuen 11.08.2019, 09:36
7. In der Schweiz fahren sie anders,

da wird der Verkehr besser überwacht und wer sich nicht an die Regeln hält, für den wird's teuer. Damit für unsere Wirtschaft alles schön billig transportiert wird, nimmt die Gesellschaft die vielen Toten auf der Autobahn klag- und tatenlos hin.

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odenkirchener 11.08.2019, 09:40
8. Freisprecheinrichtung

Freisprecheinrichtungen scheinen ja eine höchstkomplizierte und teuere Angelegenheit zu sein.

In meinem alten PKW steckt noch eine für ein altes NOKIA drin. Durch Blauzahn ist das aber dich heute kein Thema mehr. Aber LKW und Fahrer dicker Limousinen, können es sich wohl nicht leisten. Selbst im normalen Stadtverkehr sehe ich das vom hohen Motorrad aus immer wieder. „Tip. Tip. Tot!"

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lanzarot 11.08.2019, 09:49
9.

Was haben die Fahrer denn gegen die Monotonie gemacht, als es noch keine Handys gab? Das Argument des UdV verstehe ich nicht.

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