Forum: Auto
Abgewürgt: Navi an, Gehirn aus

Was ist schlimmer: Ein vorlautes Navigationssystem oder ein Beifahrer mit Falkplan? GPS-Computer bringen ihren Besitzer meistens ans Ziel - doch sie verwandeln selbstbestimmte Autofahrer in motorisierte Zombies. Thomas Hillenbrand möchte seinen Deutschlandatlas wiederhaben.

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hrcdf 28.08.2009, 11:31
1. nur kein Navi...

Als ich das erste Mal mit NAvi fuhr, stellte ich fest, dass ich trotz Ortskenntnis jede Orientierung verloren hatte.
Das ist offensichtlich das Ziel, die Menschen orientierungslos zu machen, damit man sie beliebig in jede noch so idiotische Ecke schicken kann und das in jeder Beziehung.

Navis lehne ich seit dem ab, denn ich will meine Selbstbestimmung behalten und wenn ich irgendwo hinfahre, dann breite ich mich vor und habe viel mehr davon, als Stundenlang durch die Gegend zu kurven, irgendwann "da" zu sein und nicht zu wissen wo ich bin.

Navis helfen die Menschen zu verdummen, mit dem Argument, ihnen helfen zu wollen.
Wenn man seinen Weg kennt und die Stimme sagt eine andere Variante, dann nervt es nur.
Und der Nato-Gipfel im letztem Jahr hat auch wunderschön gezeigt, wie man mittels GPS die Masse der Leute in bestimmte Räume lenken und sie von bestimmten Bereichen fernhalten kann: da sagt dann die Stimme, nächste Ausfahrt raus...;

obwohl man geradeaus auf freier Autobahn fahren könnte...

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Rainer Girbig 28.08.2009, 11:43
2. Mitdenken

Also zunächst stelle ich befriedigt fest, dass ich über eine Fähigkeit verfüge, die dem Autor abgeht: ich kann mitdenken und das NAVI kontrollieren.
Genau genommen verfüge ich über zwei NAVI's, ein Tomtom one und das bordeigene im Auto. Dieses benutze ich wenn ich mit Stau rechnen muss. Diesen Service bietet Tomtom nur gegen zusätzliche Gebühren. Dafür hat es ein Display, wo das Autogerät wiederum nicht mithalten kann.
Ich habe mal probiert, beide Geräte zugleich laufen zu lassen. Aber das z.T. gegenläufige Geplapper von gleich zwei Frauen war dann doch zuviel.
Jedenfalls gilt beim Gerät mit Display: immer auch mal auf den Bildschirm gucken, das schärft die Sinne ungemein. Und dabei berücksichtigen, dass es praktisch keine absolut aktuelle Software gibt. In irgendeinem Winkel Deutschlands findet sich immer eine Straße oder ein Autobahnabschnitt, den das Navi nicht kennt.

Also wer sich dem Gerät zombiehaft ausliefert, hat selbst Schuld. Kleiner Tipp: eine mehrmals gefahrene Strecke kann man auch schnell selbstständig fahren, das schult die Synapsen. Der Weg ins Büro sollte nach einer Woche "sitzen." Damit reduziert sich der Navi-Gebrauch bald auf ein Minimum.

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axelkli 28.08.2009, 11:45
3. noch schlimmer....

....sind Kartenlesende (oder eher versuchende) BeifahrerINNEN ! ;-D

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***p.k*** 28.08.2009, 11:45
4. Wer braucht das schon?

Ich sehe mir die Strecke vorher auf der Straßenkarte an und schreibe evt. einen kleinen Merkzettel mit den wichtigsten Punkten unterwegs. Reicht vollkommen. Und hat den schönen Nebeneffekt, sich auch mal eine Alternativstrecke ansehen zu können, die vielleicht nicht optimal, aber dafür landschaftlich schön ist.

Ach ja: und bei längeren Urlaubsfahrten dirigiert mich meine Frau optimal - die kann nämlich Karten lesen...

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Prach 28.08.2009, 11:47
5. Na ja...

... irgendwie ganz amüsant zu lesen, aber nicht gerade realitätsnah. Einfach ein brauchbares System mit aktuellen Karten für um die 120 Euro kaufen, und schon wird man sicher ans Ziel geführt. Die geschilderten Probleme hatte ich vielleicht noch mit Uralt-Systemen vor 5 Jahren, heute tritt so etwas nicht mehr auf.

Ich möchte jedenfalls nicht mehr zu den Zeiten zurückkehren, als ich abends im Dunkeln 1 Stunde herumfuhr, weil ich das Hotel nicht mehr fand oder im Gewirr der Ruhrgebiets-Autobahnen in der falschen Richtung unterwegs war. Oder als ich vor Ort erst einmal einen Stadtplan kaufen mußte, weil mein Atlas bzw. meine selbst ausgedruckte Karte viel zu wenig detailliert war.

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henderson2 28.08.2009, 11:50
6. Navi

Moin,
die Stimme im TomTon hört bei uns auf den Namen "Uschi". Und die hat gelegentlich allerlei Späße drauf.
Da kommt, wie einer der Vorredner schreibt, das zweite Navi ins Spiel: Verstand. Trotz TomTom und Co.
Ich kenne noch Zeiten im Außendienst ( Anfang der 90-er), da gab es keine Navi´s, ich habe mir nicht von jedem Nest eine Karte gekauft und bin trotzdem meist pünktlich angekommen.

Von Leipzig nach Cesenatico ohne Altas. Das waren noch Zeiten.

henderson2

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thinktanker 28.08.2009, 11:54
7. mein Gott

Das ist ja alles so schlimm im Leben des Autors. mein Vorschlag: get a life.

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ralphofffm 28.08.2009, 11:55
8. Vorsicht

Also mein Navi lag erstmal ein halbes Jahr in der Verpackung . Ich wollte mich so etwas nicht ausliefern. Da Ich aber nun beruflich gezwungen bin bis in entlegene Winkel zu fahren, kam Ich nicht drumherum.
Ist schon praktisch. Aber da das Navi mich auch schon zweimal in die Falle locken wollte, ( verkehrtherum in die Einbahnstrasse und auf nen Waldweg) hab Ich mir angewöhnt mir den Zielort vorher auf Google anzusehen bzw Snapshots von der Route und vom Ziel auszudrucken und mitzunehmen.

Wenn das alles nich klappt kann Ich noch auf meine altbewährte Methode zurückgreifen: Einfach in die Stadt fahren wo man hinwill, der Beschilderung in die Innenstadt folgen und dann an der nächsten Tanke nen Plan kaufen.. da hat man dann alles gebündelt. So hab Ich das früher gemacht.

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Perelly 28.08.2009, 11:58
9. Klischee an, Hirn aus!

Ich frage mich, wo das Klischee herkommt, das Männer nicht nach dem Weg fragen können. Immer wieder köstlich.

Schlimm ist jedenfalls die Sorte Fahrer, die meint, mit einem Navi wäre der Autoatlas obsolet. Und wenn dann mal der Stau kommt, und keiner weiß, ob eventuelles Abfahren von der Autobahn möglich/sinnvoll/Wahnsinn ist.

Auch egal. Ich hab kein Navi. Bisher bin ich noch überall hingekommen.

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