Forum: Auto
Absurde Verkehrswege: Es fährt ein Rad nach nirgendwo
Christoph Rönn

Viel zu schmal, kurvig oder blockiert: Manche Radwege sind einfach nur irre. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben weitere Beispiele aus ihrem Alltag gesammelt.

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Bastich 09.05.2019, 12:11
10. Autos raus

aus der Stadt ist eigentlich die richtige Konsequenz. Gerade in den Metropolen braucht man nicht wirklich ein Auto. Wenn ich morgens auf dem Rad zur Arbeit fahre, sehe ich fast ausschliesslich nur eine Person pro PKW. Warum wechseln die nicht auf den ÖPNV? Bitte jetzt nicht mit dem Pendlerargument kommen! Es gibt genug P+R Plätze. Für Lieferverkehr und Handwerker sehe ich das natürlich ein, aber warum muss man 3 - 5 km mit dem Auto in der Stadt fahren? Auch das Argument, das ich etwas zu transportieren habe, lasse ich nicht zu! Auch dafür gibt es kostenlose oder günstige Lieferanten (Supermärkte liefern inzwischen auch, nicht nur Lieferando)

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plutinowski 09.05.2019, 12:47
11. Fahrräder unerwünscht

Die ADFC-Sprecherin meint, mehr Radfahren sei politisch hoch erwünscht? Ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Ein CDU-Politiker aus Düsseldorf will Parkgebühren für Fahrräder. Das Auto wird allen Lippenbekenntnissen zum Trotz immer attraktiver gemacht, auch in der Stadt. Auch der ÖPNV wird ja immer teurer.

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hm_do_fu 09.05.2019, 12:53
12. Eingeschränkter Blickwinkel

Das ist das Problem was mich an dieser Diskussion am meisten stört.
Hätte Herr Thomas Schenk (Fotograph des 2. Bildes) die Verkehrsschilder mit fotografiert, oder hätte der Autor, der das Bild Verlinkt hat einfach mal auf Google Maps geschaut, würde sich nicht sofort wieder der Vorwurf des gewollten schlecht Redens aufdrängen oder gar der der der bewussten Manipulation von Informationen. https://www.google.de/maps/@53.7784669,13.2687074,147m/data=!3m1!1e3?hl=de
Es ist gut zu erkennen, dass mit dem Radweg dem Fahrradfahrer die Möglichkeit gegeben wird, sichere(er) die Straße zu queren und die im Hintergrund sichtbaren Kreuzung zu umfahren und somit die Gefahren dort zu minimieren. Im Übrigen ist für rechts abbiegende Radfahrer ein separater Radweg vorhanden, um im Kreuzungsbereich sicher zu sein. Dieses Beispiel zeigt, dass der Fotograph bewusst falsche Informationen verbreiten möchte, oder was nicht viel besser ist, schlichtweg zu dämlich ist komplexes Verkehrsgeschehen mit den dazugehörigen Beschilderungen zu verstehen und sich dementsprechend zu verhalten.
Vielleicht sollten einfach alle mal wieder darüber nachdenken, ob es immer ne Aufzeichnung auf der Straße braucht, oder ob gegenseitige Rücksicht und ein bisschen Menschenverstand nicht der bessere Weg ist.

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observerlbg 09.05.2019, 12:54
13. Deutsche Realität

Es werden demokratische Beschlüsse gefasst. Und die Umsetzung wird maximal verhindert, oder besser sabotiert durch Unterstützer der Autolobby. Die PKWs werden immer größer und immer mehr und der höhere Raumbedarf wird den anderen Verkehrsteilnehmern geraubt. Denn der Autofahrer begreift nicht, dass sein größter Feind... der andere Autofahrer ist. Nicht der Fußgänger, Rollerfahrer, Radfahrer...nein, Seinesgleichen machen ihn das Straßenleben zur Hölle.

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severus1985 09.05.2019, 13:15
14. Fahrradwege schrumpfen

Real schrumpfen bestehende Radwege immer weiter zusammen, da die rechts neben dem Radweg parkenden Autos dank SUV-Überbreite nicht mehr in den Parkstreifen passen. Ich fahre jeden Tag 8km pro Weg mit dem Rad zur Arbeit und es ist einfach zum Heulen. Jeden Tag habe ich ca. 3 brenzliche Situationen, 2 davon durch schlechte Infrastruktur und 1 davon durch schlechte Autofahrer (z.B. Parken auf dem Radweg) hervorgerufen. Es ist halt ein Riesenproblem, wenn man jahrzehntelang Verkehrsminister hat, die das letzte mal im Kindesalter auf einem Fahrrad gesessen haben.

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c.PAF 09.05.2019, 13:19
15.

Zitat von Bastich
Auch das Argument, das ich etwas zu transportieren habe, lasse ich nicht zu! Auch dafür gibt es kostenlose oder günstige Lieferanten (Supermärkte liefern inzwischen auch, nicht nur Lieferando)
Und wie liefern die? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, oder dem ÖPNV?

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spontanistin 09.05.2019, 13:29
16. Konzeptlose Verkehrspolitik!

Wenn Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr gelten würden, müßten gleiche Sicherheitskonzepte für Zweirad wie für PKWs gelten. Zwar schreibt die StVO adäquate Bremsen und Beleuchtung vor. Aber bei Blinker (Radfahren bei Dunkelheit) und Hupe haben die schlauen Konzeptersteller nicht weiter gedacht. Oft bräuchten Radfahrer eine Sirene wie LKWs, um unaufmerksame Autofahrer und Schwerhörige auf sich aufmerksam zu machen. Auf Vorfahrt oder Recht zu pochen ist lebensgefährlich, also gibt der Klügere nach und fördert das rücksichtslose Verhalten der Anderen - da ausreichende Überwachung nicht stattfindet.

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meursault242 09.05.2019, 13:43
17. Ludwigsburg

Bild Nummer 9, das Teaserbild mit dem weißen Kleinlaster führt (soweit ich weiß) in eine freigegeben Einbahnstraße. Das macht es zumindest etwas plausibler. Abgesehen von einigen Absurditäten muss ich meine Heimatstadtadt Ludwigsburg hier in Schutz nehmen. Gemessen am nahegelegen Stuttgart ist die Radinfrastruktur in Ludwigsburg traumhaft. Neben dem bereits bestehenden Wegenetz wird darüber hinaus seit zwei Jahren ein umfassendes Radverkehrskonzept umgesetzt, welches nach Fertigstellung die komplette Stadt auf ernstzunehmenden Radwegen erschließt. Verzögert wird das ganze nur durch die reaktionären Verhinderungsversuche der Freien Wähler (bei uns leider keine Splitterpartei) und teilen der CDU.
Also Augen auf bei der anstehenden Wahl des Gemeinderats...

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charlybird 09.05.2019, 14:04
18. Wenn Sie

Zitat von c.PAF
Und wie liefern die? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, oder dem ÖPNV?
den Kommentar durchgelesen hätten und nicht beim ersten Satz, wahrscheinlich sofort verärgert, hängengeblieben wären, wäre Ihnen aufgefallen, dass ''Bastich'' den Lieferverkehr ausgenommen hat.
Übrigens UPS liefert in ''engen'' Stadtvierteln mit Lastenfahrrad und einige Lieferanten und Dienstleister steigen auch schon recht erfolgreich aufs Velociped um.

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Freier.Buerger 09.05.2019, 14:25
19. Radlos

Eine Industriegesellschaft ohne Fahrrad ist halt eine ohne Fahrrad. Eine Industriegesellschaft ohne Auto gibt es nicht.
Darum muss Verkehrspolitik sich auch heute das Funktionieren des Verkehrs für Autos garantieren. Radfahren ist Luxus und akzeptabel, wenn dadurch der Verkehrsfluss verbessert oder zumindest nicht verschlechtert wird..

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