Forum: Auto
ADAC kritisiert Preisgestaltung der Ölmultis: Verwirrung mit System
dapd

Wann ist der Sprit am billigsten? Diese Frage beschäftigt die Autofahrer. Der ADAC hat in einer Studie eine Woche lang die Preisänderungen an 33 Tankstellen beobachtet. Ergebnis: Die Schwankungen haben System - und trotzdem gibt es einen optimalen Zeitpunkt zum Tanken.

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HuHa 26.03.2012, 15:48
10. MwSt!

Zitat von lustiger_leser
Korrigieren Sie mich, wenn ich Unsinn schreibe, aber meiner Meinung nach ist es dem Staat wurscht, wie teuer der Sprit ist, weil der Steueranteil unabhängig vom Preis erhoben wird.
Das stimmt nur zum Teil. Die Mineralölsteuer ist fix pro Liter, aber die 19% Mehrwertsteuer kommen ja noch obendrauf - perverserweise auch auf die Mineralöltsteuer (wo liegt bei der bitte ein Mehrwert?).

Der Staat hat massives Interesse, daß Autofahrer so viel wie möglich abgezockt werden. An jedem zuviel bezahlten Cent verdient er 0.19 Cent mit.

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HuHa 26.03.2012, 15:53
11. Schnitzeljagd

Zitat von H21K
Der ADAC propagiert den neuen Allgemeinen Deutschen Volks-Sport (ADVS), eine moderne Variante der Schnitzeljagd. Allerdings verschweigt das Münchener Orakel, wieviel Kraftstoff auf der der Jagd nach Cent-Bruchteilen zusätzlich verbraucht wird.
Quatsch. Auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause kommen die meisten durchaus an mehreren Tankstellen vorbei, und wenn man einen kleinen Schlenker abseits der Hauptverkehrswege in Kauf nimmt, an noch mehr; die sind dann üblicherweise auch günstiger. Auch den Zeitpunkt haben die meisten sehr wohl in der Hand; man muß ja nicht den Tank bis zum letzten Tropfen leerfahren.

Verbraucher können durchaus Marktmacht ausüben; man kann sich z.B. bei Internetportalen wie Benzin Diesel Kraftstoff informieren, wo in der Nähe der Sprit am günstigsten ist.

Und wenn man das Muster eine Zeit lang verfolgt hat, meidet man es halt, am Freitag zu tanken, und verschiebt das auf Sonntagabend bis Montagmittag, wenn es günstiger ist. Das hat in den letzten Monaten durchaus 8-10 Cent pro Liter ausgemacht.

Aber das Bundeskartellamt steht wie immer vor einem Rätsel...
(Warum wird diese komplett inkompetente Behörde nicht schlicht und einfach aufgelöst?)

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Flari 26.03.2012, 15:55
12.

Zitat von diskantus
Der Kunde hätte es in der Hand. Der Kunde, der Autofahrer, macht das Spielchen doch freiwillig mit. Kleinere Autos kaufen? Fehlanzeige: SUVs und Vans beherrschen das Stadtbild. Seltener fahren? Fehlanzeige: der Autofahrer lässt sich sein Vehikel und seine "Freiheit" nicht vermiesen. Noch geht es den Autobesitzern zu gut, noch ist das Limit zum Umdenken nicht erreicht. Die Brieftasche ist immer noch gut genug gefüllt. Dabei hätte der Kunde das Druckmittel in der Hand - bewussterer Autokauf und nur noch notwendige Fahrten (den Rest zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Öffentlichen) unternehmen. Freiwillig auf einen Tag pro Woche ganz aufs Fahren verzichten. Fahrgemeinschaften bilden - auch was den Autokauf betrifft. Nur 1 Auto pro Familie. Würde der Autofahrer diesen Willen besitzen: sehr schnell würden die Benzinpreise wieder fallen.
Haben Sie einmal darüber nachgedacht, was Sie da so geschrieben haben?

Die Zulassungsstatistik für die letzten vier Jahre können Sie kostenlos beim KBA abrufen.
Die Gesamtneuzulassungszahlen sind relativ gleich geblieben..
Die Zulassungszahlen der Kleinwagen hat sich aber vervierfacht!
Die Zulassungszahlen der schweren PKW hat sich mehr als halbiert!

SUVs haben zwar zugenommen, verbrauchen im Stadt- und normalem Landstrassenverkehr aber auch nicht mehr, als gleichschwere Limosienen oder Kombis.
Und viele SUVs wiegen weniger als ein VW-Passat!
Oder sogar weniger als ein Golf!
Und übrigens sehen Sie einem SUV auch hinter einem Polo, den Polo aber nicht hinter einem SUV..
In einer Menschenmasse nehmen Sie aber doch auch nicht an, dass es plötzlich keine oder viel weniger Kinder mehr gibt?

Welchen Tag würden Sie empfehlen, um auf das Auto zu verzichten?
Einen Werktag und da immer frei nehmen?
Oder den Samstag und einfach nicht mehr preiswert einkaufen?
Oder den Sonntag und keine Freunde mehr besuchen oder Ausflüge unternehmen?

Mein "Erst"Auto hat die Mindestgrösse, die ich ab und zu benötige und ist wirklich ganz schön gross...
Viele Fahrten mache ich aber mit dem Kleinwagen oder sogar mit dem Motorroller..
Soll ich Kleinwagen und Roller abschaffen?
Wäre dumm, oder?

Und glauben Sie, dass es den Weltmarktpreis für Rohöl oder auch fertigen Sprit beeinflusst, wenn in D 10% weniger verbraucht werden würde?

Die Mineralölgesellschaften behaupten, dass sie im Schnitt an einem Liter Sprit weniger als einen Cent verdienen.
Das kann man glauben, aber natürlich auch sein lassen.
Aber nehmen wir mal an, die würden tatsächlich 2,3 oder sogar 4 Cent am Liter verdienen und die würden den Gewinn halbieren.
Würde das jemanden bei seiner Tankrechnung nun megamässig entlasten?
Beim Kleinwagen also 10-16 Cent auf 100km?

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CMH 26.03.2012, 15:57
13. Tanken

Zitat von sysop
und trotzdem gibt es einen optimalen Zeitpunkt zum Tanken.
Natürlich gibt es einen optimalen Zeitpunkt zum Tanken. Ich tanke immer, wenn der Tank fast leer ist an der nächsten Tankstelle, an der keine Warteschlange ist. Tanken ist einfach nur Zeitverschwendung - aus dem Grund mache ich das so selten wie nötig und immer dort, wo ich nicht noch warten muss, bis zwei Vorderleute endlich fertig sind.

Ganz sicher kurve ich keine Viertelstunde in der Gegend herum, um zu schauen, ob es irgendwo 5 cent preiswerter ist. Für die 4 Euro (Tankfüllung 80 Liter x 0,05 Euro = 4 Euro) lohnt das nicht.

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dr.edi 26.03.2012, 16:01
14. Schnarch

Zitat von diskantus
Der Kunde, der Autofahrer, macht das Spielchen doch freiwillig mit. Kleinere Autos kaufen? Fehlanzeige: SUVs und Vans beherrschen das Stadtbild. Seltener fahren? Fehlanzeige: der Autofahrer lässt sich sein Vehikel und seine "Freiheit" nicht vermiesen. Noch geht es den Autobesitzern zu gut, noch ist das Limit zum Umdenken nicht erreicht. Die Brieftasche ist immer noch gut genug gefüllt. Dabei hätte der Kunde das Druckmittel in der Hand - bewussterer Autokauf und nur noch notwendige Fahrten (den Rest zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Öffentlichen) unternehmen. Freiwillig auf einen Tag pro Woche ganz aufs Fahren verzichten. Fahrgemeinschaften bilden - auch was den Autokauf betrifft. Nur 1 Auto pro Familie. Würde der Autofahrer diesen Willen besitzen: sehr schnell würden die Benzinpreise wieder fallen.
Anstatt nur irgendwelche möchtegern Phrasen zu dreschen sollten Sie es sein lassen oder mit Zahlen belegen. Über 80% der Oberklasseklitschen und SUV sind Firmenwagen. Soviel zu Ihrem sinnlosen Comment das der Autofahrer selber schuld ist. Und in der Regel liegt diesen Fahrzeugen eine Tankkarte bei. Nun hoffe ich inständig das Sie das kleine eimaleins behrrschen.
Aber so als kleiner Denkanstoss: Firmenwagen+Tankkarte=wieviel Eigenfinanziert?

Aber ich habe da so meine Zweifel. Vor allem bei dem Satz: Würde er...würden die Preise fallen. Ja genau....das wird es sein. Ich brauch jetzt erstmal eine Aspirin. Wird Zeit für eine Fahrradwegesteuer und eine Pflichtversicherung für Fahrräder. damit dieses Klientel auch mal was zum Allgeimeingut beiträgt als nur immer mitzuschmarotzen.

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erlachma 26.03.2012, 16:02
15.

Zitat von diskantus
Der Kunde, der Autofahrer, macht das Spielchen doch freiwillig mit. Kleinere Autos kaufen? Fehlanzeige: SUVs und Vans beherrschen das Stadtbild. Seltener fahren? Fehlanzeige: der Autofahrer lässt sich sein Vehikel und seine "Freiheit" nicht vermiesen. Noch geht es den Autobesitzern zu gut, noch ist das Limit zum Umdenken nicht erreicht. Die Brieftasche ist immer noch gut genug gefüllt. Dabei hätte der Kunde das Druckmittel in der Hand - bewussterer Autokauf und nur noch notwendige Fahrten (den Rest zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Öffentlichen) unternehmen. Freiwillig auf einen Tag pro Woche ganz aufs Fahren verzichten. Fahrgemeinschaften bilden - auch was den Autokauf betrifft. Nur 1 Auto pro Familie. Würde der Autofahrer diesen Willen besitzen: sehr schnell würden die Benzinpreise wieder fallen.
Sie Glückliche(r)!

Bei mir ist das ganz schön schwierig mit 30km Fahrtweg ins Büro, meiner Freundin 45km Fahrtweg in die Klinik in der Pampa (wo um die Zeit (und auch sonst) kein ÖPNV existiert). Und das mit nur einem Auto? Bitte, bitte erklären Sie mir, wie das geht. Oder soll meine Freundin zuhause bleiben am Herd? Meinen Sie das?
Fahrgemeinschaften? DIE Lösung. Besonders, wenn niemand in die gleiche Richtung fährt, von gleichen Zeiten ganz zu schweigen oder festem/planbarem Feierabend.

Freiwillige Fahrten mit dem Auto, so ganz ohne Zweck? Die hab ich noch nie gemacht, auch als Benzin noch 1,90 DM gekostet hat. Unsere Autos verbrauchen 5l im Schnitt, sicher es geht weniger, aber um welchen Preis? Selbstredend fährt niemand von uns einen SUV.
Einkaufen, Kino, etc - alles wird entweder auf dem Fahrtweg gemacht oder zu Fuß.

Und jetzt, bitte, sagen Sie mir Optionen. Danke.

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erlachma 26.03.2012, 16:07
16.

Zitat von marthaimschnee
Ich hatte mal ausgerechnet, daß bei meinem Diesel mit 5l/100km ein zusätzlicher Weg von ca 8km pro Cent Preisunterschied das ökonomische Maximum sind. Ökologisch ist das Suchen nach einer billigen Tankstelle freilich in keiner Weise vertretbar
Und genau deswegen (und damit der Kunde im Sinne der Marktwirtschaft eine Chance hat, Preise zu vergleichen) müssten Preise veröffentlicht und festgelegt werden, und dann Bestand haben. Die Pläne der Regierung bringen nichts, denn hier sollen zwar Preiserhöhungen nur 1x/Tag möglich sein, aber Preissenkungen immer, d.h. der Preis wäre wieder nicht verlässlich. Aber nur mit verlässlichen Preisen kann der Kunde vergleichen (und das am besten vor Fahrtantritt und nicht per aktiver Suche im KFZ).

Optimal wäre natürlich, wenn auch die Preise vom nächsten Tag veröffentlicht werden müssten.

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Flari 26.03.2012, 16:11
17.

Zitat von HuHa
Das stimmt nur zum Teil. Die Mineralölsteuer ist fix pro Liter, aber die 19% Mehrwertsteuer kommen ja noch obendrauf - perverserweise auch auf die Mineralöltsteuer (wo liegt bei der bitte ein Mehrwert?). Der Staat hat massives Interesse, daß Autofahrer so viel wie möglich abgezockt werden. An jedem zuviel bezahlten Cent verdient er 0.19 Cent mit.
Da Sie scheinbar nicht rechnen können:

Der Staat möchte z.B. für Benzin einen festen Steueranteil von rund 78 Cent neben der MwST haben.
Da das aber schwierig in jede Kasse einzuprogrammieren ist, wurden diese 78 Cent eben aufgeteilt in 65,45Cent zzgl MwSt.
An sich also ganz einfach.

Und an einem Cent "Mehrpreis pro Liter verdient der Staat auch nicht 0,19 Cent mehr, sondern knapp 0,16 Cent.

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Deep Thought 26.03.2012, 16:13
18.

Zitat von lustiger_leser
Korrigieren Sie mich, wenn ich Unsinn schreibe, aber meiner Meinung nach ist es dem Staat wurscht, wie teuer der Sprit ist, weil der Steueranteil unabhängig vom Preis erhoben wird. Und nein: als beste Einnahmequelle für den Staat soll der Autofahrer natürlich NICHT verschwinden... Würde der Staat stumpf seine Einnahmemöglichkeit maximieren wollen, wäre er eher für niedrige Preise, damit viel Sprit verkauft wird...
da muss ich Sie gleich mehrfach korrigieren:

Da auf jeden Nettopreis (für den verbraucher nicht sofort ersichtlich, weil er ja nur die Bruttopreise sieht) noch ZUSÄTZLICH die 19% MwST aufgeschlagen werden, ist es tatsächlich so, daß Milliarden mehr ins Steuersäckel fliessen, wenn der Ölpreis steigt.
Es gibt also im Spritpreis sowohl eine unveränderliche KOmponente (Mineralölsteuer) als auch die gleich zweifach progressive MwSt:
Erstens ist sie über die Jahre dramatisch gestiegen (einst 11%, jetzt 19% und sicherlich bald noch höher) und zweitens sind halt 19% auf 1, 65 Euro mehr als auf 1,51 Euro.

Der Unterschied sind Abermilliarden an zusätzlichen Einnahmen an Steuern.

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Tadaa79 26.03.2012, 16:13
19. Kleine, große Autos - Egal

Den Ölkonzernen sind die Autogrößen egal, denn Sie werden ihren Preis immer so anpassen, dass er zuerst die Fixkosten deckt und dann eine geeignete Rendite ermöglicht.

Was würde passieren, wenn wir alle Morgen 1 Liter Autos fahren? Richtig, der Preis würde sich verdoppeln. Nicht sofort, aber sukzessive.

Es ist naiv zu glauben, dass der Verbraucher gegen Oligopole etwas ausrichten kann, zumal das Oligopol sich als Quasi-Monopolist gibt.

Mobilität hat eben seinen Preis.

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