Forum: Auto
Aggression im Straßenverkehr: Rad ab!?
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razer 05.02.2018, 13:31
90.

Zitat von marcus_71
Es ist Rücksicht auf beiden Seiten gefragt. Ich fahre auch sehr ungern auf der Straße mit dem Rad. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es eher ein klein wenig Selbstmordversuch. Zum Glück fahren viele Autofahrer sehr Rücksichtsvoll. Doch, wie bei den Radlern gibt es auch hier das 10% Idioten, welches es wohl immer geben wird.
Erstmal haben Sie natürlich Recht, volle Zustimmung.
Das auf der Straße fahren ist aber manchmal sogar sinnvoll, weil oftmals sicherer als auf vielen Radwegen, die sehr oft für Autofahrer nur sehr schlecht einsehbar sind. Funktionierende Beleuchtung, vorne wie hinten beim Rad, sind natürlich Pflicht-möglichst noch mit reflektierender Schutzkleidung. Das Thema relativ schnelle Pedelecs wird uns in den nächsten Jahren, wie man schon an aktuellen Unfallzahlen sehen kann, mit Sicherheit noch mehr beschäftigen.

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investor3000 05.02.2018, 13:32
91.

Radfahrerampeln haben nun mal keine Gelbphase und dementsprechend wird und muss es immer wieder vorkommen, dass Radfahrer auch über Rot fahren. Das Grundproblem ist das die meisten Städte von den Sozis regiert sind und das sind einfach keine Macher, die Gestalten können und für eine gute Verkehrsführung nebeneinander sorgen können.

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rennflosse 05.02.2018, 13:32
92. Rotlichtviertel

Zitat von watch15
Rotlichtverstöße an der Ampel sind für Radfahrer anscheinend immer noch Kavaliersdelikte. Das beobachte ich als Radfahrer tagtäglich selbst. Dann noch ohne Licht in der Nacht oder Dämmerung unterwegs ... selbstmörderisch! Ich kann nur sagen ... mehr Polizeikontrollen an der Ampel! Wer bei dunkelrot drüberfährt ... gleich ordentlich abkassieren dass es wehtut und im Wiederholungsfall den Führerschein für ein paar Monate abnehmen! Nur so lernen Rowdys (im Auto oder auf dem Rad) vielleicht dazu.
Ich schwanke bei solchen Mitteilungen immer zwischen Zustimmung und klammheimlichem Verständnis.
Rotlichtampeln sind nicht zum Regulieren des Verkehrs bzw. zum Erzeugen des bestmöglichen Verkehrsflusses aufgestellt. Sondern sie dienen dazu, den Autoverkehr einzubremsen und das autofahren möglichst unattraktiv zu machen.
Radfahrer sind die unschuldig Leidtragenden an diesem Kampf der Ämter gegen die Autos. Denn sie müssen ja per Muskelkraft bewegt werden und da ist das ständige Stop and Go wirklich unangenehm. Der Radler bleibt ja lieber am Rollen und in Schwung.
Was fehlt, sind angepasste Verkehrswege für Räder. In Berlin hat der Senat ja eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Die gehen natürlich zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer. Der Erfolg bleibt abzuwarten. Aber das Leben könnte dann für Radfahrer leichter werden und vielleicht nehmen dann auch die Verstöße ab.

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Hans58 05.02.2018, 13:36
93.

Zitat von pidenick
Vorab: das entschuldigt natürlich weder die fehlende Beleuchtung noch die Aggresivität. Aber für Fahrräder gilt nicht die Fußgängerampel, sondern die Fahrbahnampel
Jetzt ist mir klar, warum so viele Radfahrer den Fußgängerübergang nutzen, selbst wenn für Fußgänger die Ampel rot zeigt....

Radfahrer sind offenbar auch der Auffassung, wenn eine Fußgängerampel grün zeigt, dass sie radelnd die Straße queren dürfen...Absteigen und Schieben heißt die Zauberformel.

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adal_ 05.02.2018, 13:37
94. Korinthenkacker

Zitat von jim_beam
Sie schreiben, der Radfahrer fuhr über eine rote Fußgängerampel. Jetzt frage ich mich - hat der Radfahrer sein Rad gegen Ihr Auto geschoben oder warum sollte die Fußgängerampel für ihn relevant sein?...
Warum die Fußgängerampel für ihn relevant gewesen sein könnte? Vielleicht, weil er den zu dieser Ampel gehörigen Fußgängerüberweg benutzt hat? ist aber nur eine Vermutung...

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aberhalloja 05.02.2018, 13:39
95. Ähnlich erging es mir

doch dieses Mal mit einem Fußgänger. Ich versuchte mich gerade wieder in den fließenden Verkehr ein zu ordnen, war aus der Parkbucht einer Sparkasse bereits bis auf die vorderste Kante des Bürgersteigs vor gefahren, als sich mit lautem Krachen beim Anfahren (mein Blick ging in diesem Moment auf den von Links kommenden Verkehr) ein Fußgänger von der Seite auf meine Motorhaube fallen ließ.
Total erschrocken stoppte ich mein gerade noch anrollendes Fahrzeug mit den Räden soeben vom Bortstein auf die Straße gerollt um mich sogleich übel beschimpfen zu lassen. Ich habe noch Sätze im Ohr wie ...übern Fuß gefahren...
Da ich natürlich total in der Defensive war rutschte mir sofort eine Entschuldigung mit der Frage heraus ob der gute sich verletzt habe. Als Autofahrer ist man schliesslich mit Fußgängerkontakt immer Schuld wie es heißt...
Der vermeintlich Verletzte zog da aber schon weiter beleidigend und schimpfend weiter während sein Begleiter ihn beruhigte. Derweil fragte ich mich noch was ich falsch gemacht habe und ob ich nun in der Gefahr bin wegen Fahrerflucht an gezeigt zu werden wenn der Fußgänger nebst seiner Begleitung nun doch noch gedenken Anzeige zu erstatten. Da waren die beiden aber schon aus der Sicht.
Erst viel Später fragte ich mich was den Menschen dazu veranlaßte sich überhaupt auf mein Fahrzeug fallen zu lassen. Sollte das evtl. eine der beliebten pädagogisch wertvollen Provokationen sein? Ein SUV Hasser? Um Ihn über den Fuß fahren zu können hätte er wohl eine Blutgrätsche bei meinem Fahrzeug anwenden müssen...

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Hans58 05.02.2018, 13:39
96.

Zitat von fredderfarmer
Mir ist aufgefallen, das sehr viele Fußgänger sich durch eine Fahrradklingel irgendwie persönlich angegriffen fühlen und teilweise auch aggressiv darauf reagieren.
Besonders, wenn die Klingel in einer Fußgängerzone mit Fahrradverbot ertönt. Standard zu meiner Zeit in der Innenstadt von Bonn

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Hans58 05.02.2018, 13:40
97.

Zitat von ctwalt
Bitte nicht vergessen: Wie viele Autofahrer wurden im letzten Jahr durch Radfahrer verletzt/getötet ?
Bitte nicht vergessen, dass die Frage zu nichts führt.

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Firefighter FDBC 05.02.2018, 13:41
98. In der Großstadt der Horror!

Zitat von konib
Oh ja bitte! Jetzt geht hier gleich wieder die Diskussion los über Kapfradler und rücksichtslosen Autofahren. Alle werden reflexartig die Schuld beim anderen suchen, wie schon so oft in diesem Forum. Man sollte vielleicht als erstes feststellen, dass die meisten Auto- und Radfahrer sich an Verkehrsregeln halten.
Das ist nicht zutreffend. Die Anzahl der sich nicht an Verkehrsregeln haltende Radfahrer ist deutlich höher. Kaum ein Autofahrer fährt vorsätzlich über rote Ampeln. Fahrradfahrer machen dies in einer Tour.

Es ist ja auch relativ einfach, wenn man kaum mit Konsequenzen zu rechnen hat, es sei denn, man wird direkt von der Polizei angehalten und gestellt. Kein Fahrradfahrer ist identifizierbar, wie der Autofahrer über sein KFZ Kennzeichen.
Ich weiß nicht wohler Sie kommen. Möglicherweise kennen Sie das mehr als schäbige, unverantwortliche Verhalten der Großstadt Fahrradfahrer nicht. Aber ich versichere Ihnen als Großstadtauto und ehemals (mittlerweile ist die Strecke zu weit zur Arbeit) gelegentlich Fahrradfahrer, der sich an alle Verkehrsregeln haltende Fahrradfahrer ist leider die seltene Ausnahme und nicht die Regel.

Ich habe auch schon Dinge erlebt, wenn ich Fahrradfahrer durchs Fenster auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht oder angehupt habe, nachdem sie, wie in dem Artikel beschrieben, wie die Irren bei rot ohne zu schauen auf die Straße geschossen kamen (gerne auch mal Fußgängerüberwege, die mit Fahrrädern ausschließliich schiebend oder langsam rollend zu überqueren sind). Mir wurde schon mit der Faust gegen die Seitenscheibe auf der Fahrerseite geschlagen. Danach hatte der elektrische Fensterheber einen Knacks weg. Ein anderer Radfahrer ist um mein stehendes Auto herumgefahren und hat mir, damit ich nicht weiterfahren konnte, auf der Beifahrerseite die Tür aufgerissen.

Es gibt gewiss auch völlig durchgeknallte Autofahrer. Aber die Tatsache, dass man im Prinzip von jedem angezeigt werden kann und mit Konsequenzen durch sein Handeln zu rechnen hat, sorgt überwiegend schon dafür, dass sich kaum ein Autofahrer so im Straßenverkehr verhält, wie leider ein Großteil der Radfahrer in Großstädten.

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jim_beam 05.02.2018, 13:42
99.

Zitat von lupidus
Wieso seit 2017 ? Ich habe das so gelernt: wenn du mit dem Rad auf der Straße fährst, hast du dich auch an diese Ampel zu halten.
Dann haben Sie falsch gelernt (oder jedenfalls nicht getreu der Vorschrift). Vor 2017 galt bei wortgetreuer Auslegen: Wenn Radwegfurt and Fußgängerfurt grenzte, dann galt die Fußgängerampel, auch wenn man auf der Fahrbahn fuhr. Die Absurdität dieser Vorschrift ist offenkundig und ich habe mich auch nie dran gehalten.

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