Forum: Auto
Aggression im Straßenverkehr: Rad ab!?
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g_bec 05.02.2018, 13:52
110. Krux:

Zitat von lupidus
Das ist ja er Knackpunkt: er konnte ihn gar nicht sehen, bzw. viel zu spät. Was hätte er machen sollen, die Kreuzung mit einem Suchscheinwerfer nach getarnten Radlern absuchen ? Nach allem was ich als Rad-/Autofahrer und Fußgänger mit anderen Radfahrern erleben durfte, liegt ......
Das ist ja die Krux daran. Er konnte ihn nicht sehen. Da er aber offensichtlich weiß, dass immer mehr Kampfradler unbeleuchtet unterwegs sind (zumindest legt dies der Artikel nahe:), hätte er aber damit rechnen MÜSSEN, dass an einer Kreuzung ein solcher Kampfradler auftaucht. Und ja, dann hätte er die Kreuzung ganz genau nach unbeleuchteten Radlern absuchen müssen, denn damit muss er rechnen. Suchscheinwerfer hin oder her. Und ob er dies tat oder ob er einfach so losfuhr, lässt der Autor ja ausdrücklich offen.
Ist wie beim Panzerfahren: Ohne die ausdrückliche Bestätigung "Auspuff und Kette frei" geht nichts.

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benmartin70 05.02.2018, 13:54
111.

Zitat von Firefighter FDBC
Kaum ein Autofahrer fährt vorsätzlich über rote Ampeln.
Und genau da hab ich aufgehört zu lesen. Täglich Gegenbeispiele. da wird Gas gegeben das man gerade noch so über die Ampel kommt ohne mit dem losfahrenden, kreuzenden Verkehr zu kollidieren. Und ja da ist schon rot.
Von den Zeitgenossen die die Kreuzung zustellen ganz zu schweigen.

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jim_beam 05.02.2018, 13:58
112.

Zitat von adal_
Warum die Fußgängerampel für ihn relevant gewesen sein könnte? Vielleicht, weil er den zu dieser Ampel gehörigen Fußgängerüberweg benutzt hat? ist aber nur eine Vermutung...
Querungsanlagen sind entweder als Fußgängerampel oder Fußgängerüberweg ("Zebrastreifen") ausgeführt. Ihre Vermutung kann man also ausschliessen.

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kobra21 05.02.2018, 14:03
113. Kennzeichenpflicht!

Kennzeichen- und Versicherungspflicht - dann gehts vielleicht etwas zivilisierter bei den Radfahrern zu.
Natürlich halten sich die Mehrzahl der Radfahrer an die Straßenverkehrsordnung - alleine schon aus eigenem Interesse.
Die Kampfradler legen es aber gerade zu auf eine Konfrontation mit anderen Verkehrsteilnehmern, auch Fußgängern, an.
Genau für diese Gruppe braucht man eine Kennzeichen- und Versicherungspflicht. Sie sind ideologisch völlig verblendet und sehen ihre Fahrweise als "Heldentaten", isnbesondere gegen die Autofahrer an. Erst kürzlich haben wir Verwandte in einer Stadt besucht, wo man Radfahrern gegen jegliche Vernunft gestattet hat, entgegen Einbahnstraße zu fahren - ein Irrsinn! Soviele Beschimpfungen und unflätige Gesten dieser "Priviligierten" hatte ich vorher noch nie erlebt. Schön wieder zu Hause zu sein!

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jujo 05.02.2018, 14:11
114.

Ich war jetzt gerade wieder eine Woche in Berlin. Dort fahre ich extrem vorsichtig und verzichte schon mal auf mein Recht(?) gegenüber unkontrolliert agierende Radfahrer. Trotz aller Vorsicht wäre es zweimal beinahe schiefgegangen. Ich verstehe die Radfahrer nicht, die in Kamikaze Manier durch den Verkehr brettern, ansatzlos die Fahrbahnwechseln oder links abbiegen. Für mich sind da jede Menge potenzielle Selbstmörder unterwegs.

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Speedwing 05.02.2018, 14:12
115. Aha, es gibt da zwei Worte...

Respekt und Toleranz, wenn auch manchmal nicht ausgeglichen zwischen den Kampfhähnen aber einer redet hier von Egoismus und 90% der Beiträge fangen mit ?Ich? an, alles klar, Thema durch.

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der_dan 05.02.2018, 14:15
116.

Nur mal so vorweg: Ich arbeite in der Automobilbranche und fahre ca. 40.00 km pro Jahr mit dem Auto. Dazu kommen ca. 8 - 10.000 km auf dem Rad. In der Stadt fahre ich so gut wie ausschließlich Fahrrad, so es das Wetter zulässt - also nicht bei strömendem Regen oder starkem Schneefall. Und selbst bei klarem Wetter fahre ich immer mit Licht und Warnweste. (Ich wurde übrigens auch schon von Autofahrern bepöbelt, weil sie sich durch meinen modernen Scheinwerfer geblendet fühlten. Und nein, er war korrekt eingestellt...)
Und deshalb muss ich sagen, diese Selbstgefälligkeit, wie sie hier viele Autofahrer zur Schau tragen, widert mich wirklich an. Dieses ganze bla-bla von wegen "kein Fahrradfahrer achtet Gesetze", "Fahrradfahrer sollen Steuern zahlen" und der Gipfel des Schwachsinnss: "Fahrradfahrer müssen zweimal jährlich zum TÜV"...
Sorry, liebe Autofahrer, nicht das Fahrrad, ihr seid das Problem.
- Es sind immer die Autos, die Menschen töten. Die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die durch Fahrradfahrer getötet werden, liegt im Promillebereich
- Ständig dieser Quatsch von wegen "das Automobil bedeutet Freiheit". Das mag seine Berechtigung haben, aber nur außerhalb der Städte. In der Stadt beraubt uns das Automobil der Freiheit. Die Staraßen sind verstopft, die Luft verpestet, jeder freie Platz wird zugeparkt. Der Mensch muss sich dem Auto unterordnen. Wessen perverse Idee war das eigentlich?
- Jeder Autokilometer verursacht einen volkswirtschaftlichen Schaden von 0,16 Ct., während jeder Fahrradkilometer einen volkswirtschaftlichen Ertrag von 0,15 Ct. beisteuert. Heißt im Klartext: Mit jedem Kilometer, der mit dem Fahrrad gefahren wird, spart der Radler volkswirtschaftlich betrachtet 0,31 Ct. Soviel Steuern könnt ihr gar nicht bezahlen, liebe Autofahrer, dass ihr da ins Plus kommt...
- Es gibt KEINEN, ich wiederhole, KEINEN Autofahrer, der sich an Gesetze hält. Parken auf Radwegen, Halten im Halteverbot, permanente Geschwindigkeitsübertretungen, Vorfahrtdelikte, die Liste ließe sich beliebig verlängern. Schon mal in einer deutschen Großstadt in einer 30er Zone genau 30 gefahren? Lichthupe und Mittelfinger sind da noch das geringste Übel... etc. pp.
Die Liste ließe sich beliebig verlängern.
So gerne ich mit dem Auto (auf Langstrecken) unterwegs bin. Was die Städte angeht, gibt es nur einen Weg. Und das Vorbild dafür ist Kopenhagen. Das Autofahren in der Stadt muss sukzessive so unattraktiv werden, dass es irgendwann keinen Spaß mehr macht. Nur dann wird der dümmste Petrolhead merken, dass Fahrrad fahren Spaß macht und die Gesundheit fördert. Die Städte werden wieder lebenswert und die Diskussion um Feinstaub bzw. Stickoxid hat auch ein Ende. Aber hey, solange wir ein Land von Menschen bleiben, deren erbärmliches Selbstwertgefühl über die polierte Karre gepimpt werden muss, wird die Vernunft wohl verlieren...

Übrigens: Ich könnte mir ein Versicherungskennzeichen für Fahrräder nach dem Vorbild der Mofas (Motorfahrräder) durchaus vorstellen. Denn diese Dumpfbacken, die sich im Straßenverkehr permanent daneben benehmen, missfallen mir auch, egal, ob ich im Auto oder auf dem Fahrrad unterwegs bin...

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kuschmucki 05.02.2018, 14:20
117.

Die Ursache liegt in der Unzufriedenheit der Menschen. Es kostet nichts sich rücksichtsvoll und defensiv durchs Leben ( und den Straßenverkehr) zu bewegen. Weder Zeit noch Geld.
Wenn ich jedoch überall Konkurrenten und Gefahren wittere und meine mich gegen diese behaupten und wehren zu müssen, kann ich die anderen Menschen (Verkehrsteilnehmer) nicht als solche wahrnehmen und suche deren Schwächen/ Fehler um besser als sie dazustehen.
Dieser Trend ist leider weder durch Gesetze noch durch Kennzeichen, Strafzettel oder ähnliches aufzuhalten. Jeder muss bei sich selbst anfangen und es seinen Kindern mitgeben.

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Gehalt Endlich 05.02.2018, 14:21
118.

Meines Erachtens nach liegt das Problem der offensichtlich tobenden Auseinandersetzung zwischen Fussgängern/Radfahrern /Autofahrern in der unterschiedlichen Wahrnehmung der zur Verfügung stehenden Fahrspur. Im Gegensatz zu Fussgänger und Autofahrer erwartet der Radfahrer offenbar eine garantiert unterbrechungsfreie Fahrt, die von anderen Gruppen von Verkehrsteilnehmern unbedingt immer absolut frei sein muß, damit der Radfahrer sein Tempo unter allen Umständen und Bedingungen halten kann. Dies ist aber ausdrücklich nicht die definierte Funktion eine Radweges. Alle anderen Verkehrsteilnehmer scheinen sich dessen bewusst zu sein, daß - wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch - auf den für sie vorgesehenen Verkehrsräumen durchaus mit Hindernissen zu rechnen ist. Und es kommt - häufiger als von vielen Radlern vermutet - vor, daß diese Hindernisse durchaus berechtigt sind als solche aufzutreten. So lange ein großer Teil der Radfahrer das Existenzrecht anderer Verkehrsteilnehmer so hartnäckig aberkennt bleibt einem nur fast die Wahl bewusst immer mehr zum Hindernis zu werden um dem Einschlag wenigsten die Kraft zu nehmen.

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asimo 05.02.2018, 14:22
119.

>Fahrradklingel
>Mir ist aufgefallen, das sehr viele Fußgänger sich durch eine Fahrradklingel irgendwie persönlich angegriffen >fühlen und teilweise auch aggressiv darauf reagieren.

Ich hab schon ernsthaft überlegt, mir zwei Klingeln an mein Rad u schrauben, weil die eine sehr laut ist. Das ist als schneller Fahrer notwendig, wenn man in voller Fahrt vorab andere Verkehrsteilnehmer über ein Überholen oder dergleichen informieren will. In anderen Situationen kann diese Klingel sehr laut und aggressiv wirken, da wäge ich häufig ab und klingle lieber auch mal nicht, sondern husche möglichst so vorbei, was wiederum auch erschreckend kann. Manchmal rufe ich auch, womit man sich aber auch nicht nur Freunde macht. Generell habe ich mir beim Überholen aber ein "danke" rufen angewöhnt, damit die anderen Verkehrsteilnehmer merken, dass ich nicht auf ein vermeitliches Recht bestehe und alle mit meiner lauten Klingel aus der Bahn werfen möchte, sondern dass das eine freundliche Aufforderung und ein Sicherheitshinweis ist.
Manche reagieren auch auf heftiges Klingeln wiederum gar nicht...
Verkehr ist schwierig. Man kann sich es natürlich vereinfachen, wenn man stumpf das Motto "Alle doof außer ich" anwedet. Gut für's Ego, aber nicht konstruktiv in der Sache. Leider recht verbreitet.

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