Forum: Auto
Aggression im Straßenverkehr: Rad ab!?
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DerStaunende 05.02.2018, 12:49
50. Die Lösung: Nummernschildern

Zitat von Alfred Ahrens
Ganz einfache Lösung, alle Fahrräder bekommen ein Nummernschild und Fahrradfahrer müssen Steuern zahlen für ihre Drahtesel, so wie andere Verkehrsteilnehmer auch. Und schon wird die Situation sich entspannen, weil aggressive Fahrrradfahrer dann besser zu identifizieren sind und die Kommunen bekommen zusätzlich Steuern für Radwege etc.
Klar Nummerschilder für Radfahrer sind die Lösung, sieht man daran, dass von Fahrzeugen mit Nummernschildern keine Rechtsverstöße begangen werden.
Versucht man einen ganz dreisten anzuzeigen, heißt es bei der Polizei: Tja, dann steht Aussage gegen Aussage und im Zweifelsfall ..

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reflexxion 05.02.2018, 12:50
51.

Es sind ja nicht nur die Rowdys (überwiegend also Kurierfahrer ohne Hirn, aber mit viel Testosteron im Körper), es sind leider auch viele unaufmerksame Radler unterwegs. die glauben eine grüne Ampel in der Großstadt bedeutet einfach drauflosfahren ohne zu schauen ob überhaupt frei ist.
Eine typische Fahrt von ca. 5 km Länge bietet mir auf der B96 in Tempelhof jedes mal mindestens 3 Radler die offensichtlich mit dem Leben abgeschlossen haben. Wer als Autofahrer für die grünen Traumtänzer nicht mitdenkt der hat hinterher den Ärger.

Grundregel, gehe nie davon aus das ein Radler dich gesehen hat, auch dann nicht wenn du mit Fernlicht direkt vor ihm stehst. Bleib lieber stehen bis er weg ist oder unter einem anderen Auto liegt. Mein Mitleid geht dabei gegen Null oder in den negativen Bereich, etwa "geschieht dem Depp doch recht!"

Erwarte keine Handzeichen vom Radfahrer, denn die gelten wohl als Ausdruck der Schwäche. Rechne also immer mit unmotivierten Spurwechseln des Radler.
Fährt eine Person mit Kind dabei Rad, dann kannst du sowieso alles vergessen, was es an Regeln gibt. Weil die durch das Kind extrem abgelenkt sind. Aus meiner Sicht gehören kleine Kinder auf Rädern verboten.
Warum nehmen die Leute nicht die parallel laufende U-Bahn? Da können sie vor sich hin dösen und stellen wenigstens keine Gefahr für unschuldige dritte dar.
Fahrräder gehören einfach nicht auf die belebten Straßen des 21. Jahrhunderts, es sei denn sie würden autonom fahren.

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Bin_der_Neue 05.02.2018, 12:52
52.

Ganz ehrlich, manchmal ist es einfach gesünder, zurückzustecken, selbst wenn man im Recht sein mag. Im Rollstuhl ist es plötzlich völlig nebensächlich, wer im Recht war, der Autofahrer den Radfahrer trotz Regen und Dämmerung doch hätte sehen müssen etc. - der Verlust des Schadenfreiheitsrabatts dürfte unumstritten das weitaus weniger tragische Schicksal sein.

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benmartin70 05.02.2018, 12:52
53.

Zitat von Iwajlo
Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Als Außendienstler bin ich fast täglich Radfahrern ausgesetzt. In diesem Fall erlaube ich mir den Ordnungshütern einen Vorwurf zu machen. Denn diese Radrowdies werden gar nicht zur Verantwortung gezogen. Es wird Zeit!
Wie auch nahezu alle PKW-Fahrer. Kein Blinker, Vorfahrt missachtet, bei Rot über die Ampel (letzte Woche dreimal) und auf Geh- und Radwegen parkend. Interessiert keinen.

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taglöhner 05.02.2018, 12:53
54. Eigenwahrnehmung oder Ü70

Geradezu mitleiderregend finde ich die StVO-Appelle der wacker-ordentlichen Autofahrer hier. Jeder möge sich fragen, wann er zuletzt eine Fahrt von Anfang bis zum Ende durchgeführt hat, die ihm nicht mindestens eine StVO-Verletzungs-Rüge seines Fahrlehrers eingebracht hätte. Ich jedenfalls würde wohl täglich durch die Prüfung fallen.

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Oskar ist der Beste 05.02.2018, 12:56
55.

ich bin selbst Radfahrer (jeden Tag 55km return zur Arbeit) und ich sehe das Problem darin, daß Fahrrad- und Autofahrer den gleichen Straßenraum nutzen "müssen. Solange beide Verkehrsgruppen nicht getrennt werden, wird sich an den Problemen nichts ändern:
Nur ein paar Bsp.:
- Mit dem Rad kann genauso schnell auf 15km beschleunigen wie mit dem Auto, das ist aber zu vielen Autofahren nicht bewußt.
- Das Lichtraumprofil ist für einen Autofahrer ungewöhnlich. Er übersieht den Radfahrer, weil er mehr auf dreidimensionale Objekte seine Aufmerksamkeit lenkt.
- Für Radfahrer ist das Stoppen (an Ampeln) ein echtes Problem, da es nicht nur anstrengend, sondern auch auch den Fahrtrythmus unterbricht.
- Man muß vom Radfahrer 2 Meter Abstand halten, aber das würde gerade während der Rush hour in Vororten zu erheblichen zusätzlichen Staus führen.
usw, usw.

Die Lösung ist, daß man auch Deutschland ähnlich wie Dänemark Radfahrern eigene Fahrräume baut (und bei denen z.b. auch Kreuzungen unterfahren werden).
Alles andere wird dauerhaft nicht funktionieren.

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Zauberhexe 05.02.2018, 12:58
56.

Radfahrer in dunkler Kleidung, ohne Licht und ohne auf Verkehrszeichen zu achten, begegnen mir morgens auf dem Weg zum Bahnhof ständig. Erschreckend ist, dass darunter viele Schulkinder (10 J. +) sind. Ich verstehe nicht, wie Eltern ihre Kinder so losschicken können. Als Autofahrer habe eine Heidenangst, dass mir bei Dunkelheit mal so ein Radler vor das Auto fährt. - In der Stadt bin ich als Fußgänger unterwegs und es ist an der Tagesordnung, dass Radfahrer versuchen, Fußgänger auf Bürgersteigen "wegzuklingeln", was noch "harmlos" ist. Ich habe schon einige beherzte Sprünge zur Seite hinter mir, um nicht umgefahren zu werden. Auf dem Bürgersteig, wohlgemerkt!

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metastabil 05.02.2018, 13:02
57.

@C-Hochwald: im Fall "bekopfhörerter freihändiger smartphonewischender Radfahrer" muss der Autofahrer allerdings dringend damit rechnen, dass der Radfahrer aufgrund seiner Ablenkung die Vorfahrt des Kfz missachten wird, und dementsprechend selbst durch erhöhte Vorsicht Sorge dafür tragen, dass ein Unfall vermieden wird. Zu den Verkehrsregeln gehört eben auch dazu, dass man zur Vermeidung von Unfällen so oft wie nötig auf seine eigenen Rechte verzichtet. Das bekommt man aber auch in der Fahrschule beigebracht.
Und wenn man das nicht macht, kann man trotz Fremdverschulden eine Teilschuld aufgebrummt bekommen.

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eichenbohle 05.02.2018, 13:02
58.

Mentalitätsfrage?
Diese vielen genannten Beispiele trifft man vor allem in Städten.
Hier im ländlichen Bereich im Großraum Stuttgart läuft das viel entspannter ab. Da hier auch viele Autofahrer Radler sind, wird auch vielleicht mehr Rücksicht genommen. Da werden auch (fast) nie Radfahrer auf der Landstraße mit 100 und 50 cm Abstand überholt. Bei Gegenverkehr wird abgebremst und die Überholvorgänge in reichlich Abstand vorgenommen - bei 100 dann so weit wie möglich auf der linken Spur.

Wie schon vorher gab es die hinweise z.B. Amsterdam. Auch eine Verkehrsreiche Stadt. Aber dort ist auch die Infrastruktur für Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr viel besser organisiert. So gibt es Ampeln für Autos/Straßenbahnen/Busse und für Radfahrer und Fußgänger. Wenn Radler und Fußgänger Grün haben, darf kein Auto abbiegen und wenn Autos abbiegen haben Radler und Fußgänger bei Rot zu warten. Alles eine Frage der DISZIPLIN. Nur einmal habe ich gesehen, dass ein Radler bei Rot die Kreuzung überquert - und wurde von den Radlern auf der anderen Straßenseite mit einer lautstarken Schimpfkanonade empfangen.
Niemand kann einen Unfall ausschließen. Aber wer meint mit 30 Km/h alle Verkehrsregeln und Rücksichtnahmen außer acht lassen zu können, mit dem habe ich bei gebrochenen Knochen kein Mitleid.

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schlüsselkind 05.02.2018, 13:02
59.

Ich radele selbst viel und weiss, dass ich gerade als junger Teenager und Student im Dunkeln gern den Dynamo aus liess, weil er das Radfahren mühsam machte. Heute ist das bei modernen Dynamos keine Ausrede mehr, zumal die Tendenz ja ohnehin zur batteriegetriebenen Lampe geht (wobei ich aus Sicht eines Autofahrers über die blinkenden LED-Funzeln, die man auch kaum sieht, auch wenig begeistert bin). Was Radfahrern (und mir selbst damals) einfach nicht bewusst zu sein scheint, ist der Umstand, wie schlecht bzw. wie spät man sie tatsächlich im Dunkeln sieht, wenn sie keine anständige Beleuchtung haben. Ich habe mal eine Weile, wenn ich hinter unbeleuchteten Radfahrern eine Weile in einer engen Straße herfahren musste und dann an der nächsten Ecke neben ihnen an der Ampel zum Halten kam, ganz freundlich mein Fenster heruntergefahren und nett darauf hingewiesen, dass ihnen wahrscheinlich nicht bewusst sei, wie schlecht man sie sieht, und dass es letztlich lebensgefährlich ist, so ohne Licht zu fahren. Die Reaktionen waren selbst da allerdings im positivsten Falle allenfalls Befremden über meinen offenbar extrem spießigen Vorstoß an Fürsorge, und in den meisten Fällen selbst auf diese freundliche Ansprache direkte Aggression. "Halt die Schnauze, Alter", "Kümmer´ Dich um Deinen Dreck" usw. waren da -leider- noch die harmloseren Varianten. Insoweit kann ich nicht den Mitschreibenden hier zustimmen, die unterstellen, es gehe gleich wieder nur gegen "die Radfahrer". "Die Radfahrer" gibt´s ohnehin nicht - aber meine Erfahrungen der vorstehend genannten Art habe ich ja nunmal gemacht. Leider.

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