Forum: Auto
Aggression im Straßenverkehr: Rad ab!?
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benmartin70 05.02.2018, 13:23
80.

Zitat von eine Meinung mehr
Wenn es sich so zugetragen hat, wie Her Tanz es beschrieben hat (FUSSGÄNGERAMPER rot), sei ihm der Paragraf 37 Abs. 2 Satz 6 StVO nahegelegt: In der Konsequenz hatte der Fahrradfahrer grün, wenn der Autofahrer auch grün .....
Der Bericht ist imho ohnehin nur bedingt glaubwürdig (hab ich schonmal geschrieben, aber sowas geht offensichtlich eher nicht "durch"). Es ist zu bezweifeln dass der Radler, der sich über die Habe des Verfassers abgerollt hat, noch weiterfahren konnte. Ich denke nicht, dass das Rad nach der Kollision noch so ohne weiteres ein zügiges entfernen erlaubt hätte.

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untitled0 05.02.2018, 13:24
81.

Radfahrer ohne Beleuchtung in falscher Richtung unterwegs und bei Rot über die Ampel ist auf meinem Weg zur Arbeit in Köln leider Alltag. Verschlimmert wird das Ganze seit einer Weile auch noch dadurch, dass die Radfahrer trotz vorhandenem Radfahrweg die Straße benutzen, um schneller zu sein als die langsameren Radfahrer auf dem Radfahrweg. Beim Rechts-Abbiegen werde ich auf meiner Spur rechts überholt von Radfahrern, die sich mit cm-Abstand an meinem Wagen vorbei drängeln und die ich manchmal erst in letzter Sekunde wahrnehme. Dadurch entstehen völlig chaotische Verkehrssituationen, die kaum noch überschaubar sind. Die Situation ist brandgefährlich. Kontrollen sehe ich nie.

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lupidus 05.02.2018, 13:25
82.

Zitat von artur_1
Für Radfahrer gilt seit 1. Januar 2017 die Autoampel, wenn keine Extraregelung für Radfahrer vorhanden ist. Es scheint in diesem Fall der Autofahrer nach der alten Regelung unterwegs gewesen zu sein.
Wieso seit 2017 ? Ich habe das so gelernt: wenn du mit dem Rad auf der Straße fährst, hast du dich auch an diese Ampel zu halten.

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lock_vogell 05.02.2018, 13:26
83.

ich glaube kaum, dass die ordnungswidrigkeiten bei radfahrern höher sind als bei autofahrern...
auch mit 60 in der 50er und mit 40 in der 30er zone fahren sind nämlich ordnungswidrigkeiten, aber das nur am rande.
davon mal ab, gehen mir mittlerweile beide parteien auf die eier... ich fahre so fern möglich jeden tag mit dem rad zur arbeit ca. 9 km eine richtung, dabei fallen mir ständig beide parteien negativ auf.
der notorische "über rot fahren" radler, genauso wie der "ich mache mal eben vor dir die tür auf" autofahrer, oder der "ich nehme dir mal eben die vorfahrt" autofahrer, oder der "ich fahre kamikazemäßig alle langsameren um" radler, oder der "ich biege ab ohne auf die radfahrer/fußgänger zu achten" autofahrer...
ganz ehrlich die gehen mir alle gleichermaßen auf die nerven, dazu kommt aber noch, dass die autofahrerfraktion meine gesundheit extrem gefährdet und ich durch deren unachtsamkeit schon mindestens 3 mal nur durch SEHR beherztes bremsen, einem unfall mit für mich ziemlich ungünstigen ausgang entgangen bin und da waren KEINE roten ampeln, oder von mir mißachtete vorfahrten im spiel, zudem war mein rad immer ordnungsgemäß beleuchtet und ich hatte reflektierende kleider getragen...

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daniel74 05.02.2018, 13:27
84.

Wieder ein text der die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema verhindert.
Absolutes BIldniveau.

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Sharoun 05.02.2018, 13:27
85.

Natürlich ist die Mehrzahl der Deutschen eher Auto- als Radfahrer -- ergo sind die Autofahrer auch - zahlenmäßig und überhaupt - die besseren Menschen als die Radfahrer (die gerüchteweise ohnehin einer anderen Spezies angehören).
Und schon ist der Kleinbürger in seiner Meinung wieder bestätigt!
Die übrigen 'Dreistigkeiten' - daß z.B. mittlerweile auch bei Radfahrern versucht wird, eine logische Infrastruktur - wie bei den Autos selbstverständlich - hinzubekommen -- und damit "die Politik viel zu sehr auf die Radfahrer achtet" - bringen dann nur weiter das Faß zum Überlaufen. Daß man als Radfahrer ständig improvisieren muß und von daher die exakte Regelbefolgung aufgrund der Infrastruktur UNMÖGLICH ist, ist dem gepamperten Autofahrer ohnehin nicht klarzumachen -- egal ist es ihm sowieso (aber daß das Auto dann irgendwo 'fallengelassen' wird, dafür sollen dann wieder alle Verständnis haben - alles Andere wäre ja "Gängelei").
Danke an den Autor für diese subjektiven Klarstellungen.

PS:
wer trägt in der großen Mehrzahl der Unfälle zwischen Auto- und Radfahrern noch mal die Schuld?

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Martinmartin 05.02.2018, 13:28
86.

Ich selbst bin Radler und fahre auch ab und zu über rote Ampeln. Natürlich ist mir bewusst, dass das gegen die Straßenordnung ist, musste auch schonmal Strafe dafür zahlen, aber ich mache das aus folgenden 2 Gründen:
1. Ich komme dadurch etwas schneller vorwärts
2. Viel gewichtiger: Dadurch stecke ich nicht im Mahlstrom der Autos mittendrin, was m.M. nach viel gefährlicher für mich ist.
Ich hab helle Beleuchtung und trage Reflektoren.

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pace335 05.02.2018, 13:28
87.

Ich kann nicht beurteilen ob Radfahrer oder Autofahrer häufiger die Regeln im Straßenverkehr brechen, aber eines ist ganz sicher, wenn dieser Typ mir eine Beule in mein Fahrzeug geschlagen hätte, dann hätte ich den nicht ungeschoren davon kommen lassen. Solch eine Beule sind durchaus 2000€ Sachschaden und Ihr glaubt nicht wie sein Fahrrad danach ausgesehen hätte.

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lupidus 05.02.2018, 13:29
88.

Zitat von eine Meinung mehr
Wenn es sich so zugetragen hat, wie Her Tanz es beschrieben hat (FUSSGÄNGERAMPER rot), sei ihm der Paragraf 37 Abs. 2 Satz 6 StVO nahegelegt: In der Konsequenz hatte der Fahrradfahrer grün, wenn der Autofahrer auch grün hatte (Ausnahme.....
Das ist ja er Knackpunkt: er konnte ihn gar nicht sehen, bzw. viel zu spät. Was hätte er machen sollen, die Kreuzung mit einem Suchscheinwerfer nach getarnten Radlern absuchen ? Nach allem was ich als Rad-/Autofahrer und Fußgänger mit anderen Radfahrern erleben durfte, liegt meine Toleranzgrenze für solche Zweiradrabauken bei null. Wenn von der Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr gesprochen wird, sind diese Lichtgestalten ausdrücklich auch gemeint.

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adal_ 05.02.2018, 13:31
89. Shared Space

Zitat von viwaldi
Einfach die Polizeidichte sowohl für Auto- als auch Radfahrer erhöhen. Solange zu viele machen können was sie wollen im Straßenverkehr, ist es wie überall: rechtsfreie Räume erzeugen rechtsfreies Verhalten.
Keine gute Idee. Und extrem personalintensiv. :-)
Genau das Gegenteil ist effektiv: Weniger Regelungen = weniger Regelverstöße. Und nicht nur das, es gibt dann vor allem auch weniger Verkehrsgefährdungen, weil die Leute, statt auf ihrem eingebildeten oder tatsächlichen Recht zu beharren, besser auf einander achtgeben:
So zumindest die bisherigen Erfahrungen mit dem sogenannten Shared Space-Konzept, dem gemeinsam genutzten Raum für alle Verkehrsteilnehmer.

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