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Alkohol am Steuer: Dänemark nimmt betrunkenen Fahrern das Auto weg
DPA

Mit Alkohol am Steuer gefährden Autofahrer sich und andere. Nicht selten enden Promille-Fahrten tödlich. Dagegen will Dänemark nun vorgehen - und greift zu drastischen Mitteln.

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sads 29.05.2014, 13:16
110.

Zitat von wauz
Man muss nicht alles schriftlich machen, was ein Vertrag werden soll. Die konkludente Willensbekundung reicht. Auch sonst gibt es Haftungsregeln. Das Problem ist ein anderes: was nutzen Schadensersatzansprüche, wenn der andere nichts hat, um sie zu bedienen? Da muss man sich absichern. Und jeder Papa, der Sohnemann das Auto gibt, riskiert ja, dass der das Auto aus der Kurve schmeißt. Auto verleihen ist ein Sachkredit. Ganz einfach.
Auch wenn eine Willenserklärung reicht um einen mündlichen Vertrag zu Stande kommen zu lassen, ist das gerade zwischen zwei Privatpersonen keinerlei Handhabe für eine Verhandlung.

Den Ausdruck Sachkredit sollten Sie lieber nicht nutzen, da Sie sich nicht darüber im Klaren sind, was er bedeutet.

Im übrigen impliziert eigentlich jeder mündlichen Vertrag über eine Leihgabe die Rückgabe der geliehenen Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt und schließt einen Eigentumsübertrag auf einen Dritten aus. Alleine schon deshalb, weil der Besitzer niemals das Eigentum übertragen oder dessen Übertragung erwirken kann.

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bill_dauterive 29.05.2014, 13:17
111.

Zitat von marienkäfer
Tja, dann muss man sich eben vorher überlegen, an welchen Alkoholiker man sein Auto verleiht. Mit dem Charakter eines Kumpels sollte man sich schon auskennen - in der Regel verleiht man sein Auto auch nicht an irgendwelche Kumpels. Ihr Beispiel ist daher schlecht und nur theoretisch.
Klaro. Ich lasse mir natuerlich erstmal einen Wesenstest, ein psychologisches Gutachten und ein Fuehrungszeugnis zeigen bevor ich meinem Nachbarn kurz mal meinen Kombi fuer eine Baumarktfahrt leihe.
Wie weltfremd ist das denn bitte?

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deckergs 29.05.2014, 13:18
112. Wie funktioniert das?

Zitat von wqa
Und wie funktioniert das, wenn der\die Betrunkene mit den Wagen der Ehefrau, der Firma oder im Fall des Bundestrainers mit dem des Sponsors unterwegs ist. Wird dann der\die Täter\in zum\zur Schludner\in des\der Eigentümers\in und der\die darf dann hinter dem Geld herlaufen? Auf so etwas blödsinniges kann man doch nur im Vollrausch kommen. Das hilft. Zwingend Bau und den Führerschein lebenslang weg.
Der Eigentümer, das kann auch ein Mietwagenunternehmer sein, holt sich sein Geld von dem zurück, dem er sein Auto verliehen hat.
Denn der ist für den Verlust verantwortlich.
Das ist schon lange geltendes Recht.

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wauz 29.05.2014, 13:18
113. Statussymbol

Zitat von bill_dauterive
Kann ich mir absolut nicht vorstellen. Leute die sich betrunken ans Steuer setzen setzen doch sowieso ihr halbes Leben aufs Spiel. Da wird Arbeitslosigkeit, hohe Strafen, Unfaelle und ein "wahnsinns-Stress" in Kauf genommen. Sie glauben wirklich, dass es solche Leute irgendwie interessiert wenn zusaetzlich noch das Auto beschlagnahmt wird?
Für viele ist das Auto selbst dann ein Statussymbol, wenn sie es selbst nicht mehr fahren dürfen. Und natürlich ist der wirtschaftliche Schaden für den Straftäter so höher. Er kann so nicht mehr vom Erlös seines Fahrzeugs eine Strafe bezahlen. Außerdem steigt so der soziale Druck, mit fremden Autos vorsichtiger umzugehen. Wenn der Dienstwagen beschlagnahmt wird, weil der Fahrer besoffen war, wird er kaum noch Nachsicht von seinem Arbeitgeber erwarten können.
Die Erfahrungen it Promille-Grenzen bisher haben gezeigt, dass es zwar eine kleine Minderheit völlig Uneinsichtiger gibt, aber die Mehrheit der potentiellen Täter sich tatsächlich abschrecken lässt. Mit jeder Verschärfung sanken die Fallzahlen. Bei den Unfällen.

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pr8kerl 29.05.2014, 13:19
114. Bravo

In der Schweiz ist das auch schon so. Der Fußballer Raul Bobadilla oder jetzt grad Jan Ullrich waren als Raser oder Alko-Lenker in der Schweiz unterwegs. Auto Beschlagnahmt, Führerschein weg. Manche lernen es nur auf die brutale Methode.

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wauz 29.05.2014, 13:21
115. Versuchen Sie mal

Zitat von bill_dauterive
Klaro. Dann muss ich wenn ich mir bei der Autovermietung schnell einen Transporter fuer 2 Stunden leihe um ein Sofa abzuholen vorher zur Bank und zum Notar. Super Idee.
einen Pkw zu mieten! Erste Frage: welche Kreditkarte haben Sie? Keine Kreditkarte? Kein Auto!
Bei Transportern sind die Vermietfirmen nicht ganz so streng, aber die schauen sich auch an, wem sie ein Auto geben.

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bill_dauterive 29.05.2014, 13:22
116.

Zitat von marienkäfer
Ganz ehrlich? Ich kann diese Gelaber von der angeblich eingeschränken Freiheit einfach nicht mehr hören!
Sehen Sie, ich werde irre mit der ganzen Verordnungs- und Regelungswut.
Betrunken Autofahren wird in Deutschland seit jeher sehr schwer bestraft. Besonders wenn etwas passiert.
Diese "Autobeschlagnahmerei" ist eine reine Showveranstaltung.

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arkon_de 29.05.2014, 13:23
117.

Zitat von deckergs
Ein normaler Mensch kann mit zwei Promille nicht mehr stehen, geschweige denn noch laufen. Wer das noch schafft, der hat ein anderes Problem, und sollte dagegen etwas unternehmen. Der Verlust des Autos kann die Motivation erhöhen.
Ich hab das mal gerade für mich nachgeschaut. Ich müsste 25 Bier trinken um diesen Alkoholgehalt überhaupt zu bekommen. Selbst mit normalgewicht müsste ich noch 15 trinken (innerhalb einer Stunde).
Nein, ds bekommt man auf einer normalen Grillpartie wohl eher nicht hin.
Und nein2 damit könnte ich auch nicht mehr fahren, selbst wenn ich das Auto fände.
An so einen Pegel muss man sich wohl eher monatelang rantasten.

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ph.latundan 29.05.2014, 13:23
118. wer durch .......

Zitat von interessierter Laie
Man kann nicht jedes Risiko ausschliessen, wenn man die Menschen nicht sämtlich in Plexiglas-kapseln einschliesst.
wer durch verantwortungsloses verhalten (alkohol am steuer) fuer den tod eines menschen verantwortlich ist, dem MUSS man das auto wegnehmen und wie einen moerder bestrafen. aber auch diese strafe ist in deutschland ja nicht besonders schlimm.

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wauz 29.05.2014, 13:24
119. Das gilt nicht

Zitat von sads
A(...)schließt einen Eigentumsübertrag auf einen Dritten aus. Alleine schon deshalb, weil der Besitzer niemals das Eigentum übertragen oder dessen Übertragung erwirken kann.
für eine Beschlagnahme/Einziehung durch den Staat. Zumal wenn richterlich verfügt.

Der Staat darf alles. Besonderheiten regelt die Verfassung.

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