Forum: Auto
Alltag im Elektroauto: Stress mit Strom
MIchael Specht

Blockierte Ladesäulen, freies Parken, Denunzianten. Wer wie unser Autor Michael Specht mit einem E-Auto in der Großstadt unterwegs ist, erlebt bisweilen Eigenartiges. Doch wie lauten die Regeln wirklich?

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j1958 17.08.2018, 05:07
1. Natur ist grausam

Nur so am Rande, auch Norwegen hat ein trockenes Jahr, da ist nix mit Wasserkraft. Das Land hängt zum Grosteiil an den sechs schwedischen Atomkraftwerken, die Volllast fahren weil Dänemark mangels Wind auch noch aufgepäppelt werden muss.

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dbgollum 17.08.2018, 05:19
2. danke für diesen sehr guten Artikel!

danke für diesen sehr guten Artikel! Hab das meiste nicht gewusst.

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Schnorschel 17.08.2018, 06:16
3. Elektro-und-Umwelt Märchen

Warum wird nur immer wieder in Artikeln davon ausgegangen, daß Fahrer von Elektroautos besonders umweltbewußt seien?

Ich fahre seit vier Jahren elektrisch und mir ist die Umwelt herzlich egal. Elektrisch fahren ist billig, da quasi keine Wartung anfällt, die Ladung zu Hause bei 11c pro Kilowattstunde spottbillig und das Fahren die reinste Freude ist. Es ist reines Kalkül. Elektrisch fahren ist billiger.

Gut 1000 Meilen bin ich im Mai letzten Jahres gefahren, um mir mein Traumauto, einen Chevrolet Spark EV von Maryland nach Florida zu holen. Per Autotrain von Virginia nach Sanford, FL verfrachtet.

Ein Wolf im Schafspelz. Soviel Pepp habe ich selten bei einem Jahreswagen für $13.000 gesehen. Für meine tägliche Strecke von 45 Meilen zur Arbeit und zurück mehr als ausreichend. Wenn ich denn mal Langstrecke fahren will, gibt es diverse Schnelllader zu Hauf. Tampa - Daytona, Tampa - Miami alles kein Problem.

Schreibt nur nicht immer so viele Artikel über Elektroautos, damit ist keinem geholfen. Keine Aufklärung den Ignoranten. Wir lachen uns ins Fäustchen. Laß die anderen Geld für Ölwechsel ausgeben. Wir wissen wie man Geld spart.

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boffyflow 17.08.2018, 06:22
4. Es geht auch anders

Hier in Vancouver, Kanada, ist das taegliche Fahren und Laden von E-Fahrzeugen wesentlich entspannter als hier im Beitrag beschrieben. Hier haelt die Ladeinfrastruktur fuer E-Autos (Benzin ist sehr teuer und Strom ist sehr guenstig da ueber 90% aus Wasserkraft gewonnen wird) sehr gut mit den schnell wachsenden Anzahl von E-Autos mit. Als ich mir vor knapp 3 Jahren einen Leaf zulegte gab es schon 3 oeffentlich Ladestationen, die in Fussnaehe und umsonst sind. Zu der Zeit sah ich auf meinen halbstuendigen Arbeitsweg etwa 1 oder 2 E-Autos woechentlich, inzwischen sind es mindestens ein Dutzend am Tag. Grundsaetzlich findet man an den meisten oeffentlichen Behoerden, privaten Parkgaragen und Einkaufsmalls Moeglichkeit zum Laden. Oft ist man hier auch recht pragmatisch und findet handgeschriebene Schilder an normalen Steckdosen in Tiefgaragen. Es muss nicht immer ein Hightech Schnelllader sein, sondern ein einfacher Stromanschluss tuts oft auch.

Ich habe noch keine Probleme mit der Etiquette and Ladeparkplaetzen gehabt. Es kommt sehr selten vor das ein Benziner auf ein E-Parkplatz steht. Ich bin mir relativ sicher das es keine rechtliche Grundlage fuer einen Strafzettel und Abschleppen gibt. Aber es ist schon so, das E-Autofahrer ein wenig snobbig sind und sich gegenueber normalen Fahrer ueberlegen fuehlen ;-) Andererseits ist der Zusammenhalt unter E-Fahrern sehr gut, z.B. teilen sich oft zwei Stellplaezte ein Ladekabel; dabei ist es ueblich dass man einfach seine Ladeklappe am Auto aufmacht und wenn man sein Auto wegfaehrt das Kabel in das Nachbarauto steckt.

Grundsaetzlich habe ich sehr gute Erfahrungen mit meinen E-Auto im Alltag gemacht und werde sicher nicht mehr ein Benziner im meinem Leben erwerben. Mit ein bisschen Planung und Ruecksicht kann es gut klappen - wenn natuerlich auch die Politik, insbesondere auf kommunaler Ebene, auch mitzieht.

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PRAN1974 17.08.2018, 06:37
5.

Böse Absicht sollte man bei Falschparkern nicht unterstellen. Das Problem ist einfach der allgemeine Parkplatzmangel in den Städten. In dieser Hinsicht finde ich auch bezeichnend, dass sich der Autor später im Artikel darüber beschwert, dass er mit seinem Auto nur parken darf, wenn er auch tatsächlich laden kann. Dass er mit seinem Elektroauto ebenfalls eine Ladesäule für andere Ladewillige blockieren könnte, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Das wird den Autor auch noch härter treffen, falls hier tatsächlich einmal ein relevanter Anteil der Autos elektrisch fährt. Dann sind es nicht mehr die Falschparker, die seine Ladesäule blockieren, sondern andere Elektroautos, die auch laden müssen.

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noch_ein_forenposter 17.08.2018, 06:49
6. Fazit

Die Ladeinfrastruktur taugt nichts. Das ist das große Problem von E-Autos. Und würde man die flächendeckend ausbauen (also auch für "Laternenparker"), müsste man die ganzen Straßen aufreißen und viel dickere Kabel verlegen. E-Autos sind momentan nur für Vermögende mit eigenem Häuschen. Gerade in der Stadt mit vielen Mietwohnungen ohne Garage (und schon gar nicht mit E-Anschluss) wird da auch in 10 Jahren nichts laufen.

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varphi 17.08.2018, 07:03
7. Eigentlich ein Armutszeugnis

Es gibt immernoch zu wenig Ladesäulen. Dabei ist das Stromnetz bestimmt 100000x mehr verbreitet als das von Benzin. DAS finde ich stinkt nach Ignoranz. Es sollten Gesetze geschaffen werden, die es jedem erlauben sein Netz sei es am Haus oder wo auch immer für E Autos auszubauen. So kann jeder zum Anbieter werden.

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Plasmabruzzler 17.08.2018, 07:07
8. Artikel liest sich schwer

Könnte man bitte die richtigen Begriffe "Bußgeldbescheid" bzw. "Verwarnung" nutzen statt des angelsächsischen Einheitsbegriffs "Ticket"? Hier ist ja auch bspw. von "Parkplatz" die Rede statt "Parking Lot".

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In Vino Veritas 17.08.2018, 07:12
9. Der Hype ums Elektroauto

So jetzt stellen wir uns mal vor, alle Verbrenner würden von heute auf morgen verschwinden. Dann hätte der werte Herr nicht mehr die ignoranten Verbrennungsmotor-Besitzer im Blick, sondern die anderen E-Autobesitzer. Es ist völlig egal, ob pseudo-umweltfreundich mit E-Auto oder so altmodisch mit Verbrenner. Das Problem ist, dass es zu viele Menschen in Ballungsräumen gibt, bei immer weniger Platz. Die Autos werden immer fetter (auch ein Tesla). Somit ist BMW I3 die wohl noch sinnvollste Antwort auf Smog und Stau in Innenstädten. Nur bezweiflich ich, dass der normale Mensch sich so ein teures Auto leisten mag, in den man kaum etwas transportieren kann. Vor allem, wenn man von ausserhalb in die Stadt pendelt und somit eher in der ländlichen Gegend wohnt.

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