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Alternative Antriebe: "Die Brennstoffzelle wird sich durchsetzen": Interview mit eine
Toyota

Noch gibt es nur wenige Wagen, kaum Tankstellen - trotzdem wird die Brennstoffzelle das Batterieauto einholen, sagt Toyota-Motorentwickler Gerald Killmann. Hier erklärt er, wann das passiert - und wie lange es den Diesel noch gibt.

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misterknowitall2 10.12.2018, 11:51
180. Aber,...

Zitat von knuty
Der Strom für eine Wasserstoffelektrolyse würde aus denselben Quellen kommen wie der Ladestrom für E-Autos und würde dieselben Produktions- und Transportverluste haben. Die Wasserstoff-Elektrolyse mit bestenfalls 30% Verlusten kommt dann noch hinzu und die Umwandlung in der Brennstoffzelle hat ebenfalls nochmals Verluste von 40 - 50%. Insgesamt ist ein Brennstoffzellenauto in etwa so effizient wie ein Diesel-Auto. Und die Kosten für Lagerung und Transport von H2 sind wesentlich höher als bei Benzin und Diesel.
es gibt einen Faktor, der deutlich für den Wasserstoff spricht. Und zwar, dass Strom direkt erzeugt und verbraucht werden muss. Mit dem Wasserstoff kann man Überproduktionen nutzen, um damit H2 zu erzeugen, die wir dann nutzen können, wenn die EE grade mal nicht so viel hergeben. (Besonders Nachts, da kein PV möglich)Ähnlich also, wie mit Power-To-Gas-Prinzip. Wenn sie ihr Auto über Nacht tanken, wie sich das e-Auto Freunde so vorstellen und haben sie keine Batterie, die sie tagsüber aufgeladen haben, tanken sie Kohlestrom. Toll!

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hansglück 10.12.2018, 11:51
181.

Zitat von mbb209
Wenn Sie mit Physik aus der achten Klasse argumentieren, dann kennen Sie auch den miserablen durchschnittlichen Wirkungsgrad von Verbrennungskraftmaschinen in Autos - dazu muss man sich nur die Motorkennfelder ansehen. Die Stromerzeugung in Großkraftwerken ist mehr als doppelt so effizient, da spielen die Transportverluste nur noch eine untergeordnete Rolle - und das gilt schon bei Großkraftwerken ohne Kraftwärmekoppelung. Wenn Sie den Energieverbrauch des Verkehrssektors halbieren wollen, müssen Sie nur Diesel in Großkraftwerken statt in Autos verbrennen und den gewonnen Strom als Fahrstrom für Autos verwenden.
stimmt genau. Dies würde den Energieverbrauch vermutlich weit mehr reduzieren als nur die Hälfte.

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Edgard 10.12.2018, 11:51
182. Man kann erkennen...

Zitat von harald441
wurde schon geforscht, als ich noch studierte, und das ist über 45 Jahre her. Wenn sie sich bis heute nicht durchgesetzt hat, dann wird sie es auch die nächsten 45 Jahre nicht tun. Verwendet wird sie bisher lediglich in der Raumfahrt und meines Wissens auch bei U-Booten. Und das war's dann auch schon. Freier Wasserstoff und Sauerstoff wachsen halt nicht auf Bäumen und sind nicht einfach wie Rohöl aus der Erde zu fördern, sondern sie müssen aufwendig durch Elektrolyse aus Wasser abgespalten werden, um hinterher im Auto wieder in umgekehrter Richtung zu antreibendem Strom zu werden. Das aber sind zwei Umwandlungsprozesse, deren energetischer WIrkungsgrad deutlich unter 1 liegt, was bedeutet, daß für das System z. B. zehn Kilowatt Energie verbraucht werden, damit zwei Kilowatt ein Auto antreiben können. Idiotisch.
.. daß Ihr Wissen wohl nach dem Studium (was für ein Studium denn?) in dieser Beziehung nicht auf dem Stand der Technik ist. Aber da sind Sie hier nicht alleine.
Neben dem stationären Einsatz werden Brennstoffzellen in Flurfördergeräten eingebaut.
Im Jahr 2017 wurden weltweit über 3.300 Personenkraftwagen mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb verkauft: über 2.600 Toyota Mirai, über 500 Honda Clarity FCEV und knapp 200 Hyundai ix35/Tucson FCEV. Dazu kommen inzwischen die ersten Stadtbusse.Weiterhin werden Brennstoffzellen in der Luftfahrt, im Schienenverkehr und auf Schiffen eingesetzt.
Und - von Wirkungsgrad haben Sie auch nicht viel Ahnung; ebensowenig wie von Fahrzeuggeschichte...
"Wenn sie sich bis heute nicht durchgesetzt hat, dann wird sie es auch die nächsten 45 Jahre nicht tun." Das erste Batterieauto wurde 1888 gebaut - was sagt uns das über die Qualität Ihrer Einschätzung?

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Edgard 10.12.2018, 11:54
183. Erstens - woher stammt Ihre Zahl?

Zitat von twike-fahrer
Die Brennstoffzelle erzeugt beim Betrieb mit Erdgas genauso viel CO2 wie ein Verbrenner. Was soll dieser Quatsch?
Zweitens - wieviel erneuerbare Energie kann ein Verbrenner verarbeiten?
Drittens - bei der H2-Erzeugung durch EE beträgt die CO-Emission und anderer Schadstoffe im Betrieb ziemlich genau Null.
Sorry, aber Ihr Kommentar ist Quatsch.

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gangnamstyle 10.12.2018, 11:55
184. Dutzende Gründe dagegen

Es gibt viele Gründe, warum Brennstoffzellentechnolgie im Auto nicht durchsetzen wird. Ein Grund ist die Lernkurve der Lithiumbatterie. Die Brennstoffzellentechnologie muss erst die Preisentwicklung der Lithiumbatterie überholen. Warum ist Samsung wohl aus Brennstoffzellenentwicklung ausgestiegen?
Zudem muss eine immens teuere Infrastruktur für Wasserstoffwirtschaft geschaffen werden. Wer will das denn finanzieren? Die Autoindustrie?

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hansglück 10.12.2018, 11:55
185.

Zitat von misterknowitall2
wollen sie uns weismachen, dass sich der Experte für Motorentwicklung und Fachmann im Automobilsektor nicht so besonders gut auskennt, in einem Interview mit SPON nicht Bescheid weiß und mal einfach irgendeinen Quatsch erzählt, den sie mit ihrem Sachverstand sofort als Unsinn entlarven? Glauben sie nicht, dass man sich bei der Brennstoffzelle über diese Dinge Gedanken gemacht hat? Die Technik ist serienreif. Dass sie selber nur so halb Bescheid wissen, sieht man an ihrer Angst vor der "fahrenden Bombe". Ich sitze lieber in einem Auto mit Wasserstoff, dass im Falle eines Unfalles schlagartig entweicht (nein, das Auto explodiert nicht in tausend Teile), als dass sich eine brennbare Flüssigkeit entzündet oder eine Batterie überhitzt und brennt.
Er kennt sich tatsächlich nicht gut aus, wenn er am Beispiel von Elektro Taxis von Ladezeiten über 8 Stunden spricht. Tut mir leid, das ist einfach falsch, fragen Sie einen der hunderttausenden von Tesla Fahrern, wie lange man an einem Supercharger lädt oder gehen Sie auf die Webseite. Gerne auch auf die Seite von Porsche, um dort über deren Produkte in etwas über einem Jahr nach zu lesen. Solche Ladezeiten sind selbst 2009 schon weit unterboten worden, Damals hatte der alte Tesla Roadster bereits an einem HPC in unter 4 Stunden geladen.

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alan.ito 10.12.2018, 11:55
186.

Zitat von Bibs1980
"Denn dann werden batterieelektrische Autos, aber auch die mit einer Brennstoffzelle, immer noch recht teuer sein." Wenn der Gute da mal nicht irrt. Nehmen wir den Audi e-Tron, der in Kürze auf unseren Strassen fahren wird. Der hat eine 95kwH-Batterie. Auf dem Stanford Global Energy Forum letzten Monat hat Lei Zhang, der CEO von Envision Energy, einem Hersteller für Turbinen und Energiemanagement-Software den aktuellen Preis für Standard-Batteriezellen für E-Autos auf $145/kwH geschätzt. Macht also beim Audi allein $13.775 für den Speicher. Zhang prognostizierte aber für 2020 einen Preis von unter $100/kwH und für 2025 von unter $50/kwh. Das heisst: mit gleich großer Batterie kann der selbe Audi in 2025 geschlagene $9.000 Dollar billiger hergestellt werden, ohne auf irgendwas zu verzichten.
Zwischen dem Sparen beim Kunden und Verbraucher steckt immer noch die Gier der Hersteller. Nehmen wir Audi, eine zutiefst korrupte Firma im Volkswagen-Konzern. Überheblich bis dorthinaus. Oder nehmen wir Tesla. Erst kündigen die den Tesla3 für ca. 35.000 Dolalr an, das wären 30.000 EU gewesen. darüber kann man ja mal nachdenken. Heraus kommt das Ding aber ca. 3 Jahre später, und es kostet nahezu das Doppelte.

Das behauptete „Billigere“ des E-Antriebes sehe ich nicht. Eigentlich müsste sich aufgrund minderer Komplexität des E-Autos dieses um 30 - 35% billiger herstellen lassen. Was aber ist die Tatsache? Es wird den Kunden 30 - 35 % teurer angeboten. Lassen wir Tesla mal beiseite. Gucken wir bei Autos hin, die es bereits gibt, oder gab. Da macht eine Bunderegierung den ca. 4713. Autogipfel oder Dieselgipfel oder Abgasgipfel, es kommt immer nur das heraus, was die Lobbys wollen, was ihnen in die Karten spielt, was dem Staat die Mehrwertsteuer in die Kassen spült, und was dem Bürger und Verbraucher schadet. Da hatte man mal vor ca. 2-3 Jahren einen Gipfel, der die Förderung von E-Autos mit 6.000 Euro beschloss. Und was war? Anderen Tags war der Preis des E-Golfs um 6.000 EU höher gehängt. ...

Da fragt man sich doch nicht mehr, zu welchen Zwecken politische, und wirtschaftspolitische Entscheidungen gefällt weden – da ist glasklar, was gespielt wird.

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Promethium 10.12.2018, 11:57
187.

Japan will in naher Zukunft Methanhydrate fördern. Das wäre natürlich eine gute Quelle für Wasserstoff.

Ich denke aber das es zur Zeit schwieriger denn je ist, Vorhersagen zu machen.

Vieles befindet sich im Umbruch. Vielleicht werden wir in naher Zukunft eher selbstfahrende Taxis benutzen und weitere Strecken praktisch ausschließlich fliegen. Die ständig verstopften Straßen sind ja auch ein Problem.

Und das eine beeinflusst das andere. Solange man im eigenen Auto hauptsächlich Kurzstrecken fährt sind ganz andere Antriebskonzepte sinnvoll als bei selbstfahrenden Taxis.

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Bibs1980 10.12.2018, 11:57
188.

Zitat von durchsichtig
sagt klingt sehr klug und ist von Sachkenntnis geprägt. Es dauert nicht lange, bis wieder ein Elektrojünger (Bibs1980) zu lamentieren beginnt. Die Erkenntnis, das in der Fläche ein E-Antrieb komplett unrealistisch ist, verschliessen sich einige mit grosser Verve. Das ist was für Eigenheimbesitzer (Stromanschluss! ) mit geringer Fahrleistung. Einr Nische halt. Das macht das Interview sehr deutlich. Warum kann man das nicht akzeptieren?
"Die Erkenntnis, das in der Fläche ein E-Antrieb komplett unrealistisch ist"
Woher kommt denn diese unumstößliche Erkenntnis? GERADE auf dem Land sind sogar die Lademöglichkeiten für ein Batterieauto gegeben. Eher noch als in den Mietskasernen der Großstädte. Jeder zweite Landwirt hat sich PV-Anlagen auf seine Dächer gepackt und könnte eigenproduzierten Strom in sein Auto leiten. Und selbst wenn nicht - Strom haben die Menschen auf dem Land für Gewöhnlich auch.

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naklar261 10.12.2018, 11:57
189. Taxi fährt 24h am Tag...

...weil der Fahrer Gewinn machen will? Bedeutet das dass der Fahrer einfach nicht mehr schläft oder werden Taxis grundsätzlich von mehreren Fahrern genutzt?

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