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Alternative zu Elektroautos: Unionsfraktion legt Plan zur Rettung des Verbrennungsmot
DPA

Die Union im Bundestag will Diesel- und Benzinmotoren erhalten. Damit die Antriebe eine Zukunft haben, sollen die Kraftstoffe künftig anders produziert werden.

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thomas_linz 24.06.2019, 23:13
160. Pepe-B

Zitat von pepe-b
Sorry, aber gerade Toyota priorisiert die Brennstoffzelle statt Akkuautos. Und gerade BYD wird sich auch etwas einfallen lassen müssen, wenn die Förderung für Akkuautos nächstes Jahr auf null sinkt. Der Punkt, warum Akkuatos gerade so im Fokus stehen ist schlicht, dass die Brennstoffzellen vor zehn Jahren noch nicht ausgereift waren. Das ist mittlerweile deutlich anders. Ich bin sehr sicher, dass wenn sich die Brennstoffzelle erstmal durchsetzt - und sei es erstmal nur im Lieferverkehr - sich jeder Private fragt, warum er eigentlich noch ewig laden und Kabel rollen soll und stattdessen sehr viel lieber wieder zum alten, bekannten und deutlich schnelleren und flexibleren Tank-Verhaltensmuster zurück kehren möchte. https://www.automobilwoche.de/article/20190323/AGENTURMELDUNGEN/303239988/andere-strategie-als-vw-toyota-setzt-auf-die-brennstoffzelle
Ich will Ihnen nicht Ihre Illusion rauben, aber Toyota hat seine neue Liebe zum Batterieauto im Juni verkündet und Sie verlinken einen Artikel vom Maerz. Was soll ich dazu sagen? Das heißt nicht, dass Toyota seine Brennstoffzellenforschung einstellt. Man hat nur erkannt, dass eine einseitige Fokussierung auf Brennstoffzellen eine Sackgasse ist und man die Autos nicht rechtzeitig reif fuer die Grossserie bekommt. Da Toyota Erfahrung mit Akkus hat, ist es nur logisch, dass man reine E-Autos forciert. Was BYD anbelangt, warum sollen die sich was einfallen lassen? Die liefern schon E-LkW’s und E-Busse nach Amerika. Die sind teils weiter als Tesla. Dass die Foerderungen fuer EV’s auslaufen, finde ich sehr gut. So erzeugt man Entwicklungsdruck. Im Gegenzug erwarte ich eine Besteuerung des Individualverkehrs nach Verursacherprinzip im Umweltbereich und nach Energieeffizienz.

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thomas_linz 24.06.2019, 23:23
161. Ghp2

Zitat von ghp2
"... schneidet ein Elektroauto ungefähr gleich wie ein herkömmliches Auto ab. Wegen des gewaltigen Energieaufwands bei der Herstellung von Lithium-Akkus allerdings nur dann, wenn das Elektroauto max. 150 km Reichweite hat (damit es keinen großen Akku braucht) und mindestens 100 000 km mit dem gleichen Akku gefahren wird." Steht und fällt alles mit dem Akku. Man geht von ca. 1000 Ladezyklen aus, macht im Schnitt 100.000 km und dann brauchst ne'n neuen. Nach Alternativen zu suchen macht also richtig Sinn.
1000 Ladezyklen gleich 100.000km und dann brauchste nen neuen. Ich frag mich, was das fuer Elektrofahrzeuge sind, die 2-3-400.000km auf der Uhr haben, oder alternativ nur 100km weit kommen. Und dieser gewaltige Energiebedarf fuer den Akku. Ich kann’s bald nimmer hoeren. Ein Verbrenner faellt CO2 neutral vom Himmel und Benzin und Diesel kommen aus der Zapfsäule. Solange Sie sich kein E-Fuel an der Haustankstelle selber herstellen, brauchen Sie nicht mal im Traum daran denken, dass ein Verbrenner irgendwo in die Naehe der CO2 Bilanz eines EV’s kommt.

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John.Moredread 25.06.2019, 00:43
162.

Zitat von scsimodo
Das ist völlig richtig, allerdings gehört die Zukunft nicht den Lithium-Akkus. Bis selbst ein kleines E-Auto den "CO2-Nachteil" aufgeholt hat, braucht man schon wieder neue Akkus, die aber bisher nur zu 50% recycelt werden können. Kann man noch als Zwischernspeicher verwenden, der "Dreck" bleibt aber. Von den Umweltzerstörungen in den Lithium-Abbaugebieten ganz zu schweigen. Von Kobalt, Coltan etc. rede ich nicht gar nicht mal. Entweder die Akku-Technologie wird, wie vielversprechende Versuche mit Silizium zeigen, umgestellt oder es muß die Brennstoffzelle her. Alles andere ist ökologischer Wahnsinn! Wo soll das ganze Lithium herkommen? Woher der Strom? Welche Stromstrassen braucht man, wenn 5 Millionen E-Autos abends zum Schnellaufladen angeschlossen werden? Vielleicht sollte man solche Fragen zuerst mal beantworten bevor man einfach nur "E-Mobilität" rumkrakeelt.
Gerne beanworte ich ihre Fragen!

Lithiumabbau ist dreckig, keine Frage. Da aber die Energiedichte der Akkus immer weiter steigt (so 15 - 20 % pro Jahr) sinkt logischerweise die Menge Lithium pro kWh Akkuleistung. Der führende Produzent ist übrigens Australien. Was derzeit an elektrischen Fahrzeugen rumfährt ist völlig unbedeutend; interessant wird das in etwa 10 Jahren - bei dann etwa vierfacher Energiedichte der Akkus.

Akkus lassen sich übrigens recyclen; es gibt verschiedene Ansätze, die derzeit (auch in Deutschland) in Betrieben zum Einsatz kommen. Fahrzeug-Akkus werden dort allerdings noch nicht großartig recyclet; dafür sind zu wenige Fahrzeuge auf dem Markt. Außerdem halten die Akkus sehr lange.

Was ihre Stromtrasse angeht, kann ich entgegnen: Was passiert denn, wenn 5 Millionen Fahrzeuge an die Tankstelle fahren? Dann bräche auch alles zusammen. Es sind nämlich gerade einmal 14.500 (Quelle: Statista). Das wären dann 344 Fahrzeuge pro Tankstelle. Schonmal gesehen?

Wenn es ausreichend viele Fahrzeuge gibt, dann wird es auch Tankstellen geben, die ein Fahrzeug in einer Minute wieder aufladen. Wieso um alles in der Welt sollte jemand, der ein solches Fahrzeug besitzt, nicht einfach dann aufladen, wenn der Tank leer ist? Abends ans Stromnetz hängen vor allem die Fahrzeuge, die nicht schnell aufladen. Da dort dann im Schnitt für 40 km aufgeladen wird ist die Belastung für das Stromnetz vernachlässigbar. Und falls sie sich Sorgen machen wegen der Stromleitungen für die Tankstellen - kein Problem. Zum Schnelltanken brauchen die ebenfalls Akkus. Flüssigakkus, in Großbauweise. Da kann jedes Bauteil ausgetauscht werden, auch die Flüssigkeit, die chemisch wiederaufbereitet wird für die nächste Verwendung.

Noch Fragen offen?

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schwaebischehausfrau 25.06.2019, 01:39
163. @Shardan: Wer's glaubt...

Zitat: "Halb Europa verbietet in 11 Jahren die Verbrenner". Wird die Politiker freuen, dass es doch noch jemanden gibt, der ihre politischen Absichtserklärungen für bare Münze nimmt. Das mit dem "Verbrenner-Verbot" ist wie mit den "CO2-Zielen", zu denen sich ebenfalls dutzende Staaten mehr oder wenig verbindlich schon seit vielen Jahren verpflichten und doch nie einhalten. Wenn man bei Batterie-Autos bis dahin alle heute noch bestehenden gravierenden Nachteile (umweltschädliche Herstellung, mangelnde Alltagstauglichkeit aufgrund niedriger Reichweiten und langer Ladezeiten , unerschwinglich teuer für Millionen Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind) ausräumt, dann wird man den Verkauf neuer Verbrenner 2030 vielleicht verbieten können. Wenn nicht, wird man dieses Absichtserklärung eben wieder einkassieren. Jedenfalls wird es sich kaum ein anderes Land neben dem super-reichen Ölstaat Norwegen leisten können, nicht nur ein paar hunderttausend E-Autos großzügig als "Anschubfinanzierung" zu subventionieren, sondern den kompletten Ersatz aller Verbrenner durch Batterie-Autos (das sind in Deutschland fast 50 Millionen PKW) großzügig mit Steuergeldern zu subventionieren oder den den Ladestrom . Weder Deutschland noch Frankreich, Italien oder UK und schon gar nicht die ganzen osteuropäischen Länder etc.
Dass man dann nicht alles auf eine Karte setzt und auch die Entwicklungen anderer Konzepte weiter fördert, ist absolut vernünftig.

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schwaebischehausfrau 25.06.2019, 01:40
164. @Shardan: Wer's glaubt...

Zitat von shardan
sind wir wieder bei Super E10 - eine der genialst gemachten Mogelpackungen unserer Zeit. Geringe Ersparnis beim Tanken, deutlich höherer Verbrauch. Teilweise motorschädigend.. aber dann kann ich ja einen der neuen alten politisch subventionierten Verbrenner kaufen.. Sagt mal, liebe CDUler, wie lange wollt ihr der Realität der Welt noch hinterherlaufen? Halb Europa verbietet in 11 Jahren die Verbrenner. Dann ist ohnehin Ende mit den meisten der betroffenen Arbeitsplätze, denn auch die Autoindustrie hierzulande lebt in weiten Teilen vom Export. ........
Zitat: "Halb Europa verbietet in 11 Jahren die Verbrenner". Wird die Politiker freuen, dass es doch noch jemanden gibt, der ihre politischen Absichtserklärungen für bare Münze nimmt. Das mit dem "Verbrenner-Verbot" ist wie mit den "CO2-Zielen", zu denen sich ebenfalls dutzende Staaten mehr oder wenig verbindlich schon seit vielen Jahren verpflichten und doch nie einhalten. Wenn man bei Batterie-Autos bis dahin alle heute noch bestehenden gravierenden Nachteile (umweltschädliche Herstellung, mangelnde Alltagstauglichkeit aufgrund niedriger Reichweiten und langer Ladezeiten , unerschwinglich teuer für Millionen Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind) ausräumt, dann wird man den Verkauf neuer Verbrenner 2030 vielleicht verbieten können. Wenn nicht, wird man dieses Absichtserklärung eben wieder einkassieren. Jedenfalls wird es sich kaum ein anderes Land neben dem super-reichen Ölstaat Norwegen leisten können, nicht nur ein paar hunderttausend E-Autos großzügig als "Anschubfinanzierung" zu subventionieren, sondern den kompletten Ersatz aller Verbrenner durch Batterie-Autos (das sind in Deutschland fast 50 Millionen PKW) großzügig mit Steuergeldern zu subventionieren oder den den Ladestrom . Weder Deutschland noch Frankreich, Italien oder UK und schon gar nicht die ganzen osteuropäischen Länder etc.
Dass man dann nicht alles auf eine Karte setzt und auch die Entwicklungen anderer Konzepte weiter fördert, ist absolut vernünftig.

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schwaebischehausfrau 25.06.2019, 01:58
165. @ardbeg17: Sagen auch seriöse Forscher...

Zitat von ardbeg17
Die Schätzung mit den 7 Millionen Fahrzeugen hätte ich gern mal genauer belegt nachgelesen. Bezieht sich das auf Europa oder die ganze Welt? Ich schätze Ihre Beiträge sehr, aber hier haben Sie sich dem Anschein nach von vorlauten Lobbyisten auf´s Glatteis führen lassen. Aus ihrem link: ""In Deutschland stehen ungefähr 12 Millionen Tonnen ungenutztes Getreidestroh zur Verfügung. Daraus könnte man genügend Biomethan produzieren, um 7 Millionen Mittelklasse PKW zu betreiben." (Klaus Sauter, Vorstandsvorsitzender Verbio AG)". Wo sollen die Millionen Tonnen stehen? In welche Biogasanlagen sollen die gefüllt werden - und warum wird das denn nicht schon gemacht (die Betreiber müssten ja den teuren und bösen Mais nicht mehr bezahlen)?! Sorry, das ist genauso oberflächliche Schönfärberei wie bei den Grünen auch.
Auch seriöse Forschungs-Institute wie das Helmholtz-Zentrum für Umwelt-Technik geht von diesen Zahlen aus (8 bis 13 Mio. Tonnen Sroh, die man "nachhaltig zur Strom oder Kraftstoff-Produktion nutzen könnte und " Mit diesem Potenzial könnte man zum Beispiel 1,7 bis 2,8 Millionen Durchschnittshaushalte mit Strom und gleichzeitig 2,8 bis 4,5 Millionen Haushalte mit Wärme versorgen".

https://www.ufz.de/index.php?de=35346

Und in Dänemark nutzt man das schon seit Jahren für die Erzeugung von mehr als 5 Milliarden Kilowatt Strom jährlich.

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Quetzal2012 25.06.2019, 07:34
166.

Zitat von zaphof
Nein, der Anteil Chinas an der weltweiten Förderung seltener Erden liegt zur Zeit bei über 90%. Bei den (geschätzten) weltweiten Vorkommen ist Chinas Anteil nur etwa 35%. Große Vorkommen gibt es in Nordamerika, Rußland, Grönland, Australien, Südafrika und am Boden des Pazifik.
Und so kann man seinen Anteil wieder erhöhen.
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rohstoffe/china-baut-ab-2019-seltene-erden-meeresboden-ab/

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konservativer1987 25.06.2019, 08:00
167.

Zitat von torsten_
Haben die Leute sich das Video von Rezo angesehen? Haben sie die Botschaft verstanden? Nebenbei: warum eine Energiequelle (Strom) in eine Andere (Wasserstoff) umwandeln, wenn die erste Energie direkt genutzt werden kann? Antwort: um irgendwelchen Leuten staatliche Förderungen zukommen zu lassen. REZO lässt grüßen!!!
Antwort: Um nicht Milliarden in neue Infrastrukturen investieren zu müssen und damit die Menschen nicht "umerzogen" werden müssen.
Meine Kleinstadt hat nicht mal Geld, um die Fußwege aus den 60ern zu sanieren, soll aber alle 5m Ladesäulen aufstellen?! Super Idee!

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konservativer1987 25.06.2019, 08:06
168.

Zitat von fuxboml
(1) Wieso MUSS es unbedingt genau so laufen wie beim Tanken? Weil man es so gewohnt ist und sich Gewohnheiten niemals ändern? Ein möglicher Vorteil: Wenn das Auto lädt, während es ohnehin herumsteht, spart man sich den Weg zur Tanke und hat jeden Tag einen ausreichend vollen Akku.
Tanken ist nun einmal besser als Laden. Man braucht nicht planen, nichts einstöpseln etc. einfach für 5 Minuten an die Tanke und schon kann man wieder 700-1000km fahren.
Und immer dieses Argument "Wenn das Auto lädt, während es ohnehin herumsteht" .... Wo sind denn die tollen Ladesäulen alle 5m an den Straßen, damit alle selbiges tun können?!
Meine (chronisch verschuldete) Kleinstadt hat nicht mal Geld, die Fußwege aus den 60ern zu sanieren, soll dann aber in den nächsten 20 Jahren überall Ladesäulen bauen, was auch sicherlich den Austausch der alten Stromleitungen erforderlich macht... klasse Idee.... spenden Sie das Geld dafür?

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MtSchiara 25.06.2019, 08:14
169. Kernenergie macht das Bild rund

Wenn die CDU jetzt dieses Konzept noch um die Kernenergie ergänzt, dann wird das Bild rund und der Weg in die Zukunft kann endlich beschritten werden:
Neue, hochmoderne Kernreaktoren der Generation IV können der chemischen Industrie 1000 Grad Prozeßwärme zur Verfügung stellen, die daraus alle benötigten Treibstoffe, zB Ammoniak, Hydrazin, Wasserstoff, Methan, Synthesediesel und Silane zu produzieren. Daraus läßt sich auch Stahl, Beton herstellen, Müll sauber verbrennen und Wasser entsalzen.

Die beiden wichtigsten Rahmendaten lauten:
1) wir werden mehr als 10 Milliarden Menschen auf der Erde sein
2) die Spaltung eines Atomes setzt 100.000.000 Mal so viel Energie frei wie die Verbrennung eines Atoms

Diese beiden Realitäten werden darüber entscheiden, was in der Zukunft passieren wird. Je früher wir diesen Weg in die Zukunft beschreiten werden, um so besser für uns.

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