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Alternative zu Elektroautos: Unionsfraktion legt Plan zur Rettung des Verbrennungsmot
DPA

Die Union im Bundestag will Diesel- und Benzinmotoren erhalten. Damit die Antriebe eine Zukunft haben, sollen die Kraftstoffe künftig anders produziert werden.

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se123 24.06.2019, 16:25
50. in diese Richtung könnte es gehen

https://www.synthetische-biologie.mpg.de/17752/kuenstliche-fotosynthese

wir müssen weiter denken als stromgebundene, erneuerbare Energie!!!

Keine Ahnung was Europa aktuell in die E-Mobilität an Fördergeld steckt, aber mit nur mit einem Teil davon könnte man eine solche Technologie weit voran bringen.

Stecken wir doch EU-weit 10 Mrd € in diese Technologie. Klingt jetzt nach enorm viel Geld, sind aber nur 20€ je EU-Bürger

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interessierter Laie 24.06.2019, 16:26
51. @Paliim

diese "Zukunftstechnologie" ist so alt wie der Verbrenner und schon öfter gescheitert - nicht an einer bösen Verschwörung, sondern an sich selbst und an den Kunden. Und das letzte Mal ist knapp 20 Jahre her. BMW hat es übrigens damals versucht und den Versuch mangels Kundeninteresse abgebrochen. Der Elektroantrieb in Pkw scheitert einfach daran, dass es zwar möglich ist, ihm seine Schwächen abzuerziehen, aber erstens sehr teuer und zweitens auf Kosten seiner ökologischen Vorteile. Ist der Akku auf große Reichweiten ausgelegt, ist er zu schwer und benötigt viel zu viele teure Ressourcen. Im Prinzip wäre es gar kein Problem, denn die heutigen Ölexporteure verlieren mit der Abschaffung des Verbrenners ihr wichtigstes Exportgut. Und sie liegen in Regionen, in denen Solarenergie im Übermaß vorhanden ist. Obendrein könnte eine solche Anlage gleichzeitig Meerwasser entsalzen. Eine Zusammenarbeit wäre also für beide Seiten ein von großem Vorteil.

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erlachma 24.06.2019, 16:27
52.

Zitat von JürgenWissenwasser
Das Ganze ist ein Widerspruch in sich: Wenn die Stromkosten an anderen Standorten günstiger sind, gibt es noch weniger Grund einen Verbrennungsmotor einzubauen - bestenfalls bei LKW-Langstrecke ist das sinnvoll und das ist nicht gerade der "Jobmotor" für 10.000e Arbeiter.
Es geht hierbei nicht um andere Standorte in Deutschland oder Europa, sondern der Welt. Stom lässt sich in den zentralafrikanischen Staaten en masse günstig herstellen, aber nur enorm schwierig transportieren. Umgewandelt zu Gas (ob jetzt Wasserstoff oder Methan sei dahingestellt) lässt sich die Energie aber hervorragend transportieren, in vorhandene Infrastruktur einspeisen und weltweit verkaufen.

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fuxboml 24.06.2019, 16:28
53.

Zitat von Korken
Es muss so einfach und kurz wie tanken gehen bei gleicher oder Mehrleistung. Wasserstoff scheint da tatsächlich als sehr gute Alternative. Lässt sich mit der Überstromproduktion der Erneuerbaren herstellen und lagern. Mit LOHC hat ein deutsches Startup sogar die Möglichkeit der Raumtemperaturlagerung ohne Druck Nutzfähig gemacht.
(1) Wieso MUSS es unbedingt genau so laufen wie beim Tanken? Weil man es so gewohnt ist und sich Gewohnheiten niemals ändern? Ein möglicher Vorteil: Wenn das Auto lädt, während es ohnehin herumsteht, spart man sich den Weg zur Tanke und hat jeden Tag einen ausreichend vollen Akku.
(2) Die "Überstromproduktion der Erneuerbaren" reicht gerade mal für ein paar Zehntausend Wasserstoff-Fahrzeuge aus, oder davon die Hälfte, wenn man mit E-Fuels arbeitet.
(3) LOHC muss auch erst mal hergestellt werden, was den Wirkungsgrad des Wasserstoff-Antriebs weiter senkt, und das Zeug verbraucht sich sehr wohl mit der Zeit; es ist eben kein "perfekter" Katalysator. Man spricht so von 5-10 "Befüllungen", die mit 1 Liter LOHC möglich sind. Außerdem kostet das Zeug auch was -- Rohstoff, Produktionsanlagen, Verteilung, Anreicherung mit H2 und Recycling sind nicht gratis. Und das vor dem Hintergrund, dass ein H2-Antrieb bereits höhere Betriebskosten hat als Diesel. Das wird in Zukunft kaum billiger werden, wenn der Bedarf drastisch steigen würde. Als Nischen-Lösung vorstellbar, aber dann die LKW und Loks doch lieber gleich mit H2-Gas druckbetanken...

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missourians 24.06.2019, 16:29
54. Lösung: Erdgas CNG

Die Alternative zu den Verbrennungsmotoren... gibt es schon lange: Erdgas / CNG Gasautos!

Gegenüber Autogas / Flüssiggas / LNG, welches fossil, also nicht besser als Benzin/Diesel ist, ist Erdgas CO2 neutral, da es aus Biomasse hergestellt werden kann. Zusätzlich entstehen bei der Verbrennung hauptsächlich Wasser, 20-25% weniger CO2, kein NO2, kein Feinstaub und Deutschland könnte es u.U. selbst mit Biogasanlagen selbst herstellen, aus Heu, Sägespäne... - regional!

Zudem bleibt der Verbrennungsmotor erhalten, was anscheinend unbedingt alle wollen.

VW AG hat schon eine ganze Serie in allen Tochtergesselschaften, außer vielleicht/bestimmt bei Bugatti und Lamborghini, serienmäßig und erprobt. Die Mehrkosten sind nicht höher gegenüber einem Diesel zum Benziner. Dafür bekommt man Steuervorteile in der KFZ Steuer, Neuwagenkauf und beim Gaspreis!

Das ist für mich DIE Übergangslösung, die sofort erhältlich ist, bezahlbar ist, bis sich die E-Technik etapliert hat und Strom nicht mehr aus Braunkohle und Atomkraft hergestellt wird!

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Draw2001 24.06.2019, 16:29
55. E-Auto: Meines muss bei 100.000 KM zur ersten Inspektion...

Da wird dann die Bremsflüssigkeit kontrolliert oder gewechselt und auch die Scheibenwischerblätter und vielleicht noch der Innenraumfilter. Ende. Dieses dauernde Abkassieren für Zahnriemenwechsel - alle 50.000 KM, Zündkerzen, Glühkerzen, Kühlerfrostschutz, Servoflüssigkeit, Motoröl, Ölfilter, Rußfilter, Automatik-Öl, Getriebe-Öl, dann geht es weiter: Auspuff röhrt, Wasserpumpe defekt, Servopumpe defekt, Ventile verstellt oder defekt, Kopfdichtung durchgebrannt, Kühler zugekalkt, Viskolüfter ausgefallen, Schaltpunkt des Automatikgetriebes verstellt, Wandler defekt - es gibt ja soviele Teile, an denen man noch als Hersteller verdienen kann, wenn der Kunde sein Auto schon gekauft hat und die zwei Jahre Garantie vorbei sind. Ein endloses Geschäft, welches der Hersteller unter allen Umständen auf laufen halten will. Beim E-Mobil verdient er nur ein Mal. Diese Fahrzeug haben kaum mehr Druckknöpfe und besitzen eingentlich nur einen Elektromotor fürs Fahren und Elektromotoren für Lenkung und Klima. Dieses ewige rückwärtsgerichtete Denken koppelt uns noch komplett vom Weltmarkt ab. Irgendwann ist auch der letzte Verbrenner verkauft und davor haben bereits andere Unternehmen mit E-Mobilen den kompletten Markt übernommen. Diese Bundesregierung hat es bis heute nicht einmal geschafft die Mietgesetzgebung und die Zustimmung bei Eigentümerversammlungen so zu regeln, dass sich jeder e-Mobil-Inhaber seinen Anschluss an seinen Stellplatz mit Selbstfinanzierung setzen kann. Jetzt nach diesem Artikel weiß man warum.

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kpfeilst 24.06.2019, 16:29
56. Und saßen da Physiker mit am Tisch....

...denn die sogenannte E-fuel haben ein lausigen Wirkungsgrad (1.) 50 % bei der H2 Erzeugung aus Strom und nochmals 50 % wenn man das H2 in der Brennstoffzelle zu Strom macht, in toto bestenfalls 25% und macht man 2.) den Umweg über Kohlenwasser also H2+CO (also power to x) dann endet man bestenfalls bei vielleicht 35% Wirkingsgrad bei der Erzeugung der e-Fuels und da selbst hochverdichtete Motoren bestenfalls einen Wirkungsgrad von ~30%, in toto bei laisgen 10% ). Beides ist sicher nicht mit erneuerbaren Energie zu schaffen, denn die beste fossile und erneuerbare Energie ist die man nicht braucht.

Irgendwie scheint die deutsche Politik (aber hoffentlich nicht die Automobilindustrie) in einer Art altindischen Affenfalle gefangen, siehe
http://www.rhetorik-seminar-online.com/interessante-fakten/faszinierende-geschichten-10/
oder auch
https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2014/nov/14/how-to-avoid-monkey-trap-oliver-burkeman

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irobot 24.06.2019, 16:31
57.

Zitat von HerrMichaelJ.
China würde die Batterien in E-Autos auf Kosten der Umwelt herstellen. So kommen wir also nicht weiter. Und weil China ca. 90% der seltenen Erden besitzt, würden wir uns unglaublich abhängig machen.
China fördert 90% der seltenen Erden. Besitzen tun sie weniger. So verfügen Brasilien und Vietnam zusammen über genauso viel seltene Erden. Werden nur nicht gefödert, weil China mit Dumpingpreisen den Markt kaputt gemacht hat.

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saarlaender 24.06.2019, 16:32
58. Das gallische Dorf

Da wird ja BRD zum 'kleinen gallischen Dorf' das erbitterten Widerstand leistet gegen das Imperium. Die deutsche Autoindustrie ist eine Exportindustrie. Daher muss man sich auch an dem orientieren was in anderen Ländern in Zukunft noch an PKW-Antriebsarten erlaubt sein wird. Denke China wird sich bei seiner Entscheidung für E-Autos nicht von einer kleinen Horde CDU-Parlamentariern beeinflussen lassen.

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Fred the Frog 24.06.2019, 16:33
59.

Zitat von wire-less
soll mal auf die Autobahn gucken. Womit ist die rechte Spur zu? Die LKWs werden schwieriger auf E-Betrieb umzustellen sein. Die finden schon keinen Parkplatz für die Ruhezeiten. An Ladesäulen + Platz davor ist gar nicht zu denken. Da müsste man den Standstreifen zur Ladezone erklären.
Die LKW lassen sich sogar am leichtesten auf E-Mobilität umstellen. Das Ganze heißt dann Eisenbahn. Allerdings sind Laufzeit und Zuverlässigkeit nicht auf aktuellen Niveau. Statt wie Scheuer aud noch längere Güterzüge zu setzen (die auch länger zum Rangieren brauchen) sollte die Züge kürzer werden, zur Not nur mit einem Waggon. Voraussetzung sind dann führerlose Kleinlokomotiven, Waggons mit IC-Geschwindigkeit und Abkehr von der Blocksicherung zu ETCS oder ähnlichem. Dann sollte sich auch ein verlässlicher Ankunftstermin bestimmen lassen.
Mit Opas Eisenbahn holen wir keinen LKW von der Straße.

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