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Alternativen zu Lederausstattung: Das vegane Auto
LAND ROVER

Die Autoindustrie verbrauche etwa 20 Prozent der weltweit verfügbaren Tierhäute für die Innenausstattung, kritisiert Frank Schmidt von der Tierrechtsorganisation Peta. Doch immer mehr Hersteller denken um.

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Beijinger 04.03.2019, 05:20
1. Mein neuer Audi Q5L

hat komplette Stoffausstattung, allerdings würde ich auf das Lederlenkrad nicht verzichten wollen, welches er hat.

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sandras84 04.03.2019, 06:20
2. Vegane Produkte benötigen ebenfalls Energie in ihrer Herstellung!

Die gesamte Argumentation von Herrn Schmidt geht am Thema vorbei. Die benutzten Argumente gelten für die Fleischproduktion. Rinder werden gehalten, um sie zu essen. Ich gehe mit, dass man die Fleischproduktion extrem reduzieren sollte, eben aus den genannten Gründen. ABER: Die Haut des Rindes ist ein Abfallprodukt. Das Rind wird ja nicht gehalten, weil ich die Haut will, sondern aufgrund des Fleisches. Dann ist es für mich nachhaltiger, den anfallenden "MÜLL"- also die Haut- auch noch zu nutzen, anstatt die Haut wegzuwerfen. Und das Giftstoffargument in Leder ist auch überholt- es gibt bereits vegetativ gegerbtes Leder und andere Methoden.

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JueLue 04.03.2019, 06:38
3. Sehr oberflächliche Betrachtung

Mit keinem Wort wird im Artikel erwähnt, dass vermutlich nicht ein Rind weniger gehalten wird, wenn wir auf Leder verzichten. Und zwar ganz einfach deshalb, weil die Rinder nicht wegen des Leders, sondern wegen der Milch bzw. ihres Fleisches gehalten werden. Würde man auf Leder verzichten, fänden dafür entsprechend mehr Erdölprodukte als Sitzbezüge ihren Weg ins Auto (siehe Tesla).
Wer vegan leben möchte, für den ist der Verzicht auf Leder logisch, aber für alle anderen ist die Tierhaut eine Ressource, die einfach da ist, solange Milch getrunken und Fleisch gegessen wird.
Genauso wie alle Milchtrinker damit leben müssen, dass es Schlachtkühe gibt.
Die Lederdiskussion geht meiner Meinung nach am Kern der Problematik weit vorbei und würde sich von selber erledigen, wenn alle Vegan leben würden (was ich nie werde).
JueLue

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schneidp 04.03.2019, 07:07
4. Peta bla bla

Als ob die Kühe für ihre Leder gehalten werden. Und das ist die Voraussetzung für einen Grossteil seiner Argumente. Die Tiere werden fürs Fleisch gehalten. Das Leder ist das Abfallprodukt, weshalb es unverhältnismässig billig ist. Die Alternative zum Gerben wäre also Wegwerfen.
Die Gerbung mit Chrom-III ist ein Argument, aber es gibt hier Lösungen. a) Pflanzliche Gerbstoffe b) Kläranlagen.
Das ganze Interview ist Peta blabla dem man keine Platform bieten sollte.

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Leser161 04.03.2019, 07:29
5. Vegan schön und gut

Aber Tierhäute sind ein Naturprodukt, für dessen Herstellung weniger Chemikalien* nötig sind und das halbwegs gut abbaubar sein sollte. Ich denke man muss hier Prioritäten setzen. Auch stelle ich mir die Frage ob Tierhäute nicht im Rahmen der Nahrungsherstellung abfallen und somit vielleicht keine zusätzlichen toten Tiere bedingen würden. Wissen tue ich all das nicht. PETA macht auf mich nur den Eindruck einer Organisation die über einen singulären Punkt das grosse Ganze verliert.

*Gerbung ist kein Kindergeburtstag, ich weiss.

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gm-nk 04.03.2019, 07:31
6.

Kein Rind wird wegen des Leders geschlachtet sondern die Rinder werden als Lebensmittel geschlachtet, und Leder und Knochen sind Abfallprodukte, die industriell weiter verarbeitet werden. Da Leder Abfallprodukt ist, ist auch die Klimabilanz neutral.

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muekno 04.03.2019, 07:31
7. Lieber Plastik oder Blech als Leder

Leder ein Abfallprodukt das seit Jahrtausenden bei der Produktion menschlich Nahrung erzeugt wird soll böse sein. Liebe verirrte Tierschützer, Tierschutz betreibt man nicht indem man das Essen von Fleisch verbietet sondern dadurch dass man die Massentierhaltung zu einer Artgerechten Tierhaltung umwandelt bzw. sich dafür mehr einsetzt als bis jetzt. Nutztiere sterben weil man sie isst, nicht weil die Autoindustrie oder wer auch immer das Leder braucht. Auch Fell ist nichts böses solange man die dazu gezüchteten Tiere artgerecht und vernünftig hält. Leder ist im Gegensatz zu vielem anderen ein Naturprodukt, biologisch abbaubar und umweltfreundlich sowie ein nachwachsender Rohstoff.

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landmerino 04.03.2019, 08:11
8. Plastikelefant im Raum

Leider Herrn Schmidt zu leicht vom Haken gelassen. Leder wird natürlich mit Plastik ersetzt, zum Großteil mit Mikroplastik, das inzwischen jede jämmerliche Qualle im Mittelmeer in ihrem Magen hat. Hier kommt möglicherweise der Untergang der maritimen Flora und Fauna um die Ecke, und Peta bemüht weiter die Zustände in indischen Schlachthäusern. Dass die Autoindustrie diesen Trend gut findet ist klar: Polyester ist das mit Abstand billigste textile Material. Im Textilbereich ist diese Organisation einer der Hauptpropagandisten für Plastik, genauer: Polyester, noch genauer Micropolyester. Wie im Merinoschaf-Report vor zwei Wochen, werden im Spiegel die Argumente dieser Extremisten nicht hinterfragt.

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new#head 04.03.2019, 08:16
9.

Ein hervorragendes Beispirl für Tunnelblick im Umweltschutz. Dabei geht es Tierschützrrn nie um Umwelt. Deren Motivation ist einzig der Schutz folgender Kreaturen in der Nahrungskette. Diese spezielle Wahrnehmung natürlicher Bedingungen lässt sie ohne Not nach unnützem Einsatz von Kunststoff verlangen, der am Ende auch Schaden im Tierreich anrichtet. Autosportsitze aus Holz kosten aber Regenwald, Wolle geht nicht und Baumwolle ist stark pestizidbelastet, Das hört sich jetzt lustig an, ist aber die Realität. Umwelt- und Tierschutz bedarf einer vernetzten Strategie, was jedoch den Sektierern mehr Weitsicht abverlangt. Menschenleben kosten nun mal Umwelt, diesec "Kosten" mit Sinn und Verstand zu händeln muss das Ziel sein.

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