Forum: Auto
Alternativer Antrieb: Fünf Gründe, warum Wasserstoffautos kaum gefragt sind
Daimler

Die meisten Hersteller setzen auf Batterie-Elektroautos. Aber ist die Brennstoffzelle nicht der bessere Antrieb für die Zukunft? Dass die Technik bisher floppt, hat auch mit einem grundlegenden Nachteil zu tun.

Seite 14 von 45
markx01 27.06.2019, 10:41
130. Wenn das "Problem" mit den Arbeitsplätzen nicht wäre,

könnte man ganz anders über zukünftige Mobilitätskonszepte nachdenken. Im Text steht ja irgendwo, wie viele Fahrzeuge in Deutschland so unterwegs sind bzw. täglich so rumstehen. Bei 80 Millionen Einwohnern und etwa 30 Millionen Haushalten gut 57 MIllionen Fahrzeuge.

Und nimmt man wirklich alle Faktoren zusammen (sämtliche Produktionskettten für Herstellung und Betrieb der Fahrzeuge sowie Kosten für Erhalt und Aufbau der Infrastruktur (Straßen, Tankstellen)) und setzt das ins Verhältnis zur durchschnittlich täglichen Nutzung (rund 40 km), dann ist das im ökologischen Sinne absoluter Wahnsinn.

Ich verstehe die unterschiedlichen Standpunkte zum Thema Automobil (Privatsektor - Arbeit, Bequemlichkeit, auch Vergnügen, Freiheit, Industrie -Arbeitsplätze, Politik - Schlüsselindustrie), aber es ist ökologischer Wahnsinn.

Da ist es auch egal, auf welcher Art und Weise diese Fahrzeuge betrieben werden. Ich bin alles andere als ein studierter Ökonom, würde aber mal die These aufstellen, dass ein Ökonom die Beziehung zwischen Aufwand und Nutzung hier als katastrophal bezeichnen würde. Dass es in der Form aktuell funktioniert, ist ein anderes Thema, weil auch gewachsen.

Würde man aber heute ein solches Konzept als neues Verkehrskonzept zur Diskussion stellen, was dann zunächst erst aufgebaut werden müsste (Industrie, Technologie, Straßen), würde man entsprechende Person im besten Fall für verrückt erklären.

Gruß

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HerrMichaelJ. 27.06.2019, 10:42
131. Wasserstoff - Treibstoff der Zukunft. Das hat bereits Jules Vern ....

10 gute Gründe für das Wasserstoffauto:

1. Wasserstoff ist super geeignet als Zwischenspeicher, wenn die Windkrafträder zuviel produzieren. Und das tun sie häufig. Und Windkrafträder oder Solaranlagen produzieren ist leicht.
2. Wasserstoff lässt sich genauso schnell und bequem tanken wie Benzin oder Diesel. (Wer hat schon Lust an einer überfüllten Tankstelle ewig zu warten)
3. Wasserstoff kann schnell neu einheimische Industrien entstehen lassen. Der Preis für Wasserstoff würde schnell fallen.
4. Wasserstoff kann einen Wirkungsgrad von über 90% erreichen
5. Tankstellen sind schnell gebaut. Laut Berechnungen bedarf es nur 1000 Tankstellen bzw. zusätzliche Zapfsäulen, wo der Staat auch mal sagen könnte: Wir schaffen das! Soviel kostet das jetzt auch nicht.
6. Die Herstellung von Batterien für Elektroautos sind umweltschädlich.
7. Kobald und Lithium-Abbau für E-auto-Batterien ist sozialschädlich.
8. China hat 90% der seltenen Erden, die für die Batterieherstellung benötigt würden. Wir würden uns also unendlich abhängig machen. (China ist außerdem ein totalitätres System mit massiven Menschenrechtsverstößen)
9. Es gibt bereits Serienautos die prima funktionieren und eine hohe Reichweite haben. Und eine massive Weiterentwicklung könnte hier noch mehr rausholen. Z. B. 1500 KM pro Tankfüllung.
10. Jules Vern hat Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft gesehen. Wie so viele andere Entwicklungen, wird er auch hier Recht behalten :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SonstNichts 27.06.2019, 10:44
132. Elektroautos sind auch nicht gefragt

Elektroautos sind auch nicht gefragt btw. Sie werden nur zwangs-gehypt und vermutlich nebst Subventionen, wie bei der schon gescheiterten Energiewende demnächst planwirtschaftlich zur gesetzlichen Pflicht erklärt, damit Firmen, wie VW, die da jetzt "voll drauf setzen", nicht dran krepieren. Dass E-Karren nicht wirklich marktfähig sind seit 150 Jahren, es sie längst gäbe, wäre das Speicherproblem gelöst, was wissen Politiker schon davon? Selbst die, die angeblich Physik studiert haben und einen Doktortitel dazu besitzen schlicht nichts!

Dann schon lieber Wasserstoff.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
touri 27.06.2019, 10:45
133.

Zitat von tucson58
.. treffen doch alle auch auf die E Autos zu ! 1. Es gibt zu wenig Tankstellen 2. Die Autos sind für Privatkunden zu teuer 3. Wasserstoff als Treibstoff ist teurer als Strom ......und hier darf man getrost abwarten wie teuer der Strom noch wird und das wird er ganz bestimmt, wenn man das Ziel mit einer Millionen E Autos auf den Strassen verwirklicht hat und unserer Energiewende in der Form so weiter betrieben wird und der Klimawahn anhält Dann stellt sich zu mindestens für mich die Frage , was denn mit dem Abbau von Kobaldt und Lithium für die Akkus ist, das sind ja auch keine Rohstoffe die endlos sind , von den massiven Umweltschäden durch den Abbau von Lithium mal ganz zu schweigen Es zeigt das eben bis auf weiteres der Verbrennungsmotor doch noch am besten ist und die Forschungen und Entwicklungen dieser Alternativen Antriebsarten noch längst nicht Serienreif sind, als das man die Verbrennungsmotoren in absehbarer Zeit einfach ersetzen kann
1. Wesentlich mehr als für Wasserstofffahrzeuge. Theoretisch kann jede Haussteckdose eine "Tankstelle" sein.

2. Immernoch deutlich billiger als Wasserstoffautos, alleine schon wegen der produzierten Stückzahlen.

3. Ist er und wird er auch bleiben.

Übrigens benötigen Wasserstoffautos auch einen Akku und so eine Brennstoffzelle ist auch nicht billig in der Herstellung und benötigt, je nachdem welche Technik zum Einsatz kommt, seltene Rohstoffe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
w.diverso 27.06.2019, 10:46
134. Es mag schon stimmen,

dass Wasserstoff von der Energieeffizienz her nicht das günstigste ist, wenn man aber Wasserstoff als Energiespeicher für Sonnen- oder Windkraftanlagen benutzen würde, würde die Sache schon anders ausschauen. Auch gäbe es die Möglichkeit in Ländern die in sonnenreichen Gebieten liegen wie Spanien oder welche in Nordafrika, dort mit Sonnenenergie den Wasserstoff zu produzieren. Dass der dann viel günstiger wäre als jetzt wo Firmen die Hand aufhalten die gar nicht richtig wollen, dass der Wasserstoff zu günstig wird, ist auch noch eine andere Geschichte. Einen LKW kann man mit Wasserstoff auch auf Langstrecken betreiben, mit Akkus geht das sicher nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spirit69 27.06.2019, 10:48
135.

Zitat von IoNerl
aber das batteriebetriebene Elektroauto ist eine technologische Sackgasse die maximal in Nischen wie innerstädtischen Verkehr verwendet werden kann. Selbst da ist bald die Grenze erreicht. Erstens sind batteriebetriebene Elektroautos im Stadtverkehr frühestens nach 10 Jahren Gebrauch umweltfreundlicher als kleine Benziner oder Diesel (sie sind eigentlich Dreckschleudern um ehrlich zu sein)
Dafür haben Sie sicherlich einen Beleg und verweisen jetzt nicht auf eine Studie einer Lobbyorganisation die wesentliche Dinge bei Vergleich außer acht lässt.

"und zum anderen gibt das existierende Stromnetz eine maximale, gleichzeitige Ladekapazität von 2 Autos in 24 Stunden bei einem Mehrparteienhaus her (kann man z.B. in München bei den Stadtwerken erfragen)."
Hmm. Also einen Renault Zoe bekommt man mit 41 kWh Batterie.
Maximal 2 St. in 24 Stunden bedeutet 82 kWh Ladung wenn sie komplett leer waren, also 3,4 kWh in einer Stunde.
Da will ich aber mal hoffen, dass in Ihrem Mehrparteienhaus nicht 4 Leute gleichzeitig Ihre 1000 W Mikrowelle einschalten. Dann bricht das Netz zusammen.

"Die Reichweite von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen kann in den nächsten 20 - 30 Jahren nicht signifikant gesteigert werden, da die Technologieroadmap in absehbarer Zeit nichts neues hergibt.
Kurzum, da wo ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug Sinn macht, gibt und kann es keine ausreichende Ladeinfrastruktur geben. Für alles andere ist die Reichweite zu gering und die damit verbundene Ladedauer einfach zu lang. "
Steile These, wieder mal ohne Belege.

"Deshalb ist die Brennstoffzelle im Auto alternativlos. Es dauert halt ein bißchen bis man diesen Schwenk politisch vollziehen kann. In Japan und Koreo - wo die Bevölkerungsdichte und die Technologiefreundlichkeit deutlich höher sind, hat man das schon längst erkannt und beschreitet diesen Weg. "
Laut Artikel gibt es in Deutschland 71 Wasserstofftankstellen.
In Korea (ich gehe mal davon aus, Sie meinen Südkorea und nicht den Irren im Norden) sind es 19. Aber es sind auch noch 21 in Planung. (Stand 2018) Mannoman. Sind die uns weit voraus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stresspille 27.06.2019, 10:50
136. Beide Technologien haben ihre Berechtigung

zunächst einmal Danke an das Forum, da hier eine vielzahl von interessanten und teilweise auch fundierten Argumenten aufgeführt wurden. Insofern hat mir persönlich das Lesen weit mehr gebracht als der Artikel ;-)

Mein Fazit ist, daß es derzeit noch keine abschließende Entscheidung pro oder contra von Wasserstoff geben kann. Reine E-Autos und Brennstoffzelle werden endlich weiterentwickelt und sowohl in der Batterien- und Ladetechnik als auch in der Wasserstofftechnologie tut sich einiges.

Beide Technologien haben eindeutige Vor- und Nachteile sowie Stärken und Schwächen: Batterien bereiten noch Probleme bei den Rohstoffen, beim Gewicht und den Ladezeiten. Die Brennstoffzelle braucht - noch - zu viel Platin und der Wirkungsgrad ist schlecht.

Batterieautos sind - derzeit - auf Kurzstrecken und bei kleineren Fahrzeugen im Vorteil. Brennstoffzellenautos haben größere Vorteile bei Schiffen, Bussen und generell bei der Reichweite.

Manche der hier genannten Nachteile haben sich aber auch bereits überholt (Dichtigkeit von H2-Tanks) oder sind anders zu gewichten, z.B. wenn man an die Verwertung von Stromüberschüssen aus Wind- und Sonnenenergie zur Wasserstoffproduktion denkt.

Die Technologien schließen sich keineswegs aus und sind auch kombinierbar. Schließlich ist ein Wasserstoffauto doch auch ein E-Auto und kann neben seiner Pufferbatterie auch eine mehr oder weniger große Speicherbatterie mitführen.

Das sieht doch alles nach einem zukünftigen Technologiemix aus. Darum wundert es mich, warum in vielen Artikeln immer wieder eine Technologie gegen die andere ausgespielt werden soll.

Statt die eine oder andere Technologie tot zu reden, würde ich lieber über die interessanten Neuerungen und Möglichkeitn erfahren, die es doch offensichtlich gibt: Entwicklungen bei der Batterie- und Ladetechnik und neue Möglichkeiten das Platin in den Brennstoffzellen zu ersetzen oder zu reduzieren.

Weitere Informationen würde ich mir auch wünschen über die Haltbarkeit von Batterien (Lebensdauer, Winter) und das Recyling der Rohstoffe.

Aufgabe des Staates wäre es beiden Technologien durch ausgewogene Infrastrukturmaßnahmen und Förderung eine Chance zu geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alt-nassauer 27.06.2019, 10:51
137. Ich hoffe sie sehen bei...

Zitat von wille17
Die Batterie ist nicht das gelbe vom Ei. In den argentinischen Anden wird aktuell ein unbeschreiblicher Umweltfrevel zur Lithiumgewinnung betrieben und die dortigen Ureinwohner ausgelöscht. Das alles für ein bisschen bessere Luft bei uns. Hier wird der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.
Ich hoffe sie sehen bei anderen Gebrauchsgütern, außer dem PKW und deren Batterietechnik.

Auch den Frevel für Mobile Akku betriebene Geräte. Die jeder Haushalt nun nicht einmal, sonder fast in vierfache Menge oder weit aus höheren Zahlen besitzt. Dann kommen noch weitere Rohstoffe aus Afrika, für die man nicht nur Natur auch noch Menschen ausbeutet. Da geht es nicht um Rohstoffe allein die der Mobilität dienen, nur der Kommunikation!

Ich finde es sehr billig, nun weil es um Lithium geht den Umweltaspekt zu erkennen. Ich sehe viel mehr Schäden den die Erdölindustrie mit den Förderplattformen und dem Fracking anstellt. Das ist aber legitim?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robert M 27.06.2019, 10:51
138. 6. es kann mal einen Knall geben

Wasserstoff und Sauerstoff ergibt Knallgas - im Chemieunterricht gelernt - eine wirklich explosive Mischung!
Ist an der Tanke oder am Auto irgendwas ein bisschen undicht reicht schon der kleinste Funke, etwa aus elektrostatischer Aufladung, und es knallt gewaltig. In Norwegen ist erst Anfang Juni eine Wasserstoff-Tankstelle explodiert. Wasserstoff für zuhause - keine Option!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldeisi 27.06.2019, 10:52
139. Nachteil Nr. 6:

Wasserstoff kann ich nicht zuhause tanken. Strom schon! Strom gewonnen aus eigener PV-Anlage = Kosten/100 km weniger als 2 Euro/100 km - zum Vergleich Diesel u. Benzin rd. 10 ?/100 km - Wasserstoff ist aktuell in jeder Hinsicht außen vor...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 45